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Bad Herrenalb Täglich 1800 bis 2000 Besucher

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Axel Feucht von der T.A.S. Vermögensverwaltung und Holding AG am Mikrofon. Im Hintergrund das von einer Zuhörerin als "Ufo-Bad" bezeichnete Vorhaben. Foto: Kugel

Bad Herrenalb (mak). Ein dreistelliger Betrag für Bad und Wellness, ein zweistelliger fürs Hotel: Eine Investorengruppe will in Bad Herrenalb viel Geld in die Hand nehmen. Die derzeitige Komplettsumme plus 20 Prozent sind angeblich bereits auf einem Konto deponiert.

Axel Feucht von der T.A.S. Vermögensverwaltung und Holding AG (Schweiz) sowie Generalplaner Josef Kuon (Biberach) gaben bei der Bürgerinformationsveranstaltung am Montagabend Auskunft (wir berichteten). Wie Feucht erläuterte, plant T.A.S. gemeinsam mit RJS (Reinhold Josef Schneider London/Schweiz) das Vorhaben.

Das Konsortium habe sich bereits für eine große Hotelkette weltweit um den Wellnessbereich gekümmert.

Bad Herrenalb verkaufe sich relativ unter Wert, in einem Umkreis von 90 Fahrminuten würden immerhin 17,8 Millionen Einwohner angesprochen. Bereits die dritte Planung liege vor. Sechs Monate vor Beginn der kleinen Landesgartenschau 2017 will man fertig sein. Gerechnet wird mit einer mindestens 30-monatigen Bauzeit. Die Investoren wollen das Projekt selbst betreiben. Gerechnet wird mit täglich 1800 bis 2000 Besuchern. Eine zusätzliche Stadtbahn-Haltestelle vor dem Bad ist angedacht.

Wie Feucht zu Beginn ausführte, habe er seinerzeit mit Helmut Riegger gut zusammengearbeitet. Und als dieser dann Landrat in Calw geworden sei, habe er angeregt, doch irgendetwas im Landkreis zu bauen.

Von einem anspruchsvollen Projekt wurde gesprochen. Ein grüner Gürtel entlang der Ettlinger Straße soll erhalten bleiben. Auf dem Areal ist ein Parkplatz für Busse vorgesehen. Der Entwurf sieht beim zehnstöckigen Hotel, das sich neben dem Bahnhof befindet, 128 Zimmer, Kategorie zwei Sterne plus, und 161 Zimmer, drei Sterne plus sowie 80 Appartements vor. Die Tiefgarage soll mindestens 400 Stellplätze aufweisen.

Ein Zuhörer brachte es so auf den Punkt: Die Siebentäler Therme wird plattgemacht. Beim neuen Erlebnisbad – ein Teil mit Thermalwasser – hängt baulich alles zusammen: familienorientierter Freizeitbereich mit Rutschen, Therme sowie die nach innen gerichteten Sparten Wellness und Sauna. Die Räumlichkeiten sind aber getrennt. Seitlich am Kreisel, am Ortseingang von Marxzell kommend, ist ein Parkhaus mit 1500 Plätzen vorgesehen.

Über die Größe des Bades werde man nicht diskutieren, schließlich gehe es um die Wirtschaftlichkeit. Es gelte, mit dem Objekt Geld zu verdienen, stellte Feucht fest. "Nicht mal 500 Quadratmeter" weniger kämen in Frage. Von 500 bis 600 Festangestellten und einer bislang noch nicht abschätzbaren Zahl von Teilzeitkräften wird ausgegangen.

Beim ans Hotel angegliederten Ärztehaus sprach Feucht von einer orthopädischen Ausrichtung und Schönheitschirurgie. Wobei hierauf im Saal lautes Gelächter zu hören war.

Beim Bädergeschäft lege man beim Wasser drauf, bei Wellness gebe es einen Verdienst. Es gelte die Menge zu mischen, dass ein Gewinn übrig bleibe. Bei den Eintrittspreisen, so der Investoren-Vertreter, gleiche man sich den anderen Bädern an. Der nächste Gang sei nun, mit den Gewerbetreibenden der Stadt zu sprechen. Bei den Handels- und Gastronomieflächen würden im Übrigen Bad Herrenalber bevorzugt.

Auf der Schweizer-Wiese-Aktionsfläche könnten im Winter eine Eisbahn aufgebaut oder ein Christkindlmarkt organisiert werden.

Wie viel die Stadt für den Verkauf der Schweizer Wiese bekommt – hierauf wollte Bürgermeister Norbert Mai keine Angaben machen. Es handle sich noch um Verhandlungen, und in einem schwebenden Verfahren spreche man nicht über Zahlen.

Im Gespräch mit unserer Zeitung bezeichnete Axel Feucht die Investoren als Profis mit einer haargenauen Kalkulation. Eine mehr als 500 Seiten starke Machbarkeitsstudie liege der Stadt vor. Die Referenzmappe sei groß.

Es werde nachhaltig gebaut. Die Fläche des Bades nannte Feucht in der Größenordnung "zwischen in Titisee-Neustadt und Erding". Eine detaillierte Pressemappe werde erst zusammengestellt, nachdem Ende dieses Monats die Gespräche mit dem Landratsamt stattgefunden hätten.

Nebenbei: Bei den von Kuon an die Leinwand projizierten Plänen war zu lesen: Grundriss Untergeschoss: Wellness 7940 Quadratmeter (qm), Saunagarten 4820 qm, Restaurant/Café 420 qm, Läden 3270 qm, Foyer/Umkleide/Flur/Verwaltung 2760 qm; Grundriss Erdgeschoss: Wellness 5190 qm, Thermalbad 6510 qm, Sport/Freizeit 7410 qm, Restaurant/Café 1920 qm, Hotel 2740 qm, Läden 1170 qm, Foyer/Umkleide/Flur/Verwaltung 1790 qm; Grundriss Zwischengeschoss: Wellness 2930 qm, Hotel Konferenz 1966 qm, Foyer/Umkleide/Flur/Verwaltung 9055 qm; Grundriss erstes Obergeschoss: Hotel 1966 qm, Aerobic/Fitness 2650 qm, Foyer/Umkleide/Flur/Verwaltung 6030 qm.

 
 

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