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Bad Herrenalb Stühle in Neusatz reichen nicht aus

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Fünf Kandidaten auf der Bühne (von rechts): Falko Görres, Marc-Yaron Popper, Egon Volker Nagel, Sabine Zenker und Klaus Hoffmann. Am Mikrofon steht Bürgermeister Norbert Mai. Foto: Kugel

Der Andrang war wieder riesengroß: Bei der vierten und gleichzeitig letzten öffentlichen Bewerbervorstellung in der Neusatzer Bronnenwiesenhalle reichten die Stühle bei Weitem nicht aus. Etliche Besucher mussten deshalb am Donnerstagabend mit Stehplätzen vorlieb nehmen, um die Bad Herrenalber Bürgermeisterkandidaten live erleben zu können.

Bad Herrenalb-Neusatz. Waren bei der ersten Veranstaltung im Kurhaus zwölf der 29 Bewerber anwesend, traten in Bernbach und Rotensol nur noch vier ans Mikrofon. In Neusatz wurden acht Kandidaten erwartet, letztendlich nahmen fünf auf der Bühne Platz. Somit waren Klaus Hoffmann, Sabine Zenker, Egon Volker Nagel und Marc-Yaron Popper die Einzigen, die bei allen vier Veranstaltungen Rede und Antwort standen.

Versprechen eingehalten

Falko Görres von der Satirepartei "Die Partei" ließ es sich zudem nicht nehmen, von Frankfurt in die Bronnenwiesenhalle zu kommen. Er sorgte für Erheiterung bei den rund 220 Neugierigen. So halte er schon mal sein erstes Versprechen ein: Erwähnte Görres doch gleich zu Beginn, dass er die 15 Minuten Redezeit nicht voll in Anspruch nehmen werde. Bei der Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sprach er von Seilbahn und Zeppelin. Im Übrigen werde bei ihm als Bürgermeister die Arbeit im Home-Office erfolgen. Freilich gebe es aber auch persönliche Sprechstunden – entweder bei ihm in Frankfurt oder per Skype. Nebenbei: Für Schmunzeln sorgte auch Kandidat Hoffmann, als er zum Schluss seiner Ausführungen erklärte: Man könne auch seine Frau fragen, die bestätige, dass er eine gute Wahl sei.

Im Anschluss an die Vorstellungen waren die fünf Bewerber bei der Fragerunde gefordert. Hierbei ging es unter anderem darum, welche Zielgruppen beim Tourismus anvisiert werden sollen. Die Siebentäler Therme wurde genauso angesprochen wie der Landkreiswechsel. Genauer: Ob dieser eventuell noch einmal ein Thema sein könnte. Hier sagte Nagel, bevor er diese Sache angehe, schlachte er lieber eine heilige Kuh in Indien. Popper meinte, das Thema sei gegessen, wichtig sei interkommunales Miteinander. Hoffmann erklärte, die Politik habe entschieden, eigentlich gebe es keine Grenzen mehr. Und Zenker sagte klar Nein, aber Ja zur regionalen Zusammenarbeit.

Gefragt wurde des Weiteren nach Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche. Zu Nahverkehr, Mobilität, Gewerbegebiet Bad Herrenalb/Dobel sowie Carsharing wollten die Zuhörer außerdem Informationen.

Als Bürgermeister Norbert Mai die Veranstaltung beendete, sagte er, die Kandidaten hätten die "nicht ganz angenehmen Fragen" mit Bravour beantwortet.

Noch einiges vor

Auf die Frage des Schwarzwälder Boten, wie man sich denn so fühle, kurz nach der letzten Bewerbervorstellung, sagte Hoffmann: Er habe sich so richtig warmgelaufen. Die Anspannung sei aber jedes Mal gleich groß gewesen. Mit der Zeit gewöhne man sich besser daran, vor großem Publikum zu sprechen.

Zenker erklärte, ihr gefalle der Kontakt mit den Bürgern. Jede der vier Veranstaltungen habe ihren Reiz gehabt, sei anders gewesen. Nagel sagte, auf jeden Fall habe er sich von Vorstellung zu Vorstellung gesteigert. Er habe keine Themen der anderen Bewerber übernehmen wollen. Popper meinte, jetzt erst richtig warmgelaufen zu sein. Seine Reden seien noch besser geworden.

Ob zum Beispiel Hausbesuche, Flyer verteilen oder in Einrichtungen vorbeischauen – alle vier Kandidaten haben bis zur Bürgermeisterwahl am 20. Oktober noch einiges in ihren Terminkalendern stehen. Und gar keine Frage: Alle vier hätten sich auf eine weitere, fünfte öffentliche Bewerbervorstellung gefreut.

Stadtoberhaupt Mai stellte fest, dass die Kandidaten in Neusatz gelöster gewirkt hätten – nicht mehr so angespannt. Im Bad Herrenalber Kurhaus, in der Bernbacher Festhalle, im Rotensoler Waldkurhaus und in der Neusatzer Bronnenwiesenhalle seien unterschiedliche Fragen an die Bewerber gestellt worden. Mai zeigte sich sehr zufrieden, "wie’s gelaufen ist". Er lobte auch das disziplinierte Publikum.

Jetzt hofft der Noch-Bürgermeister, dessen Amtszeit mit Ablauf des 16. Januar 2020 endet, dass viele Bad Herrenalber zur Wahl gehen.

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