Derzeit ist der Bahnhof in Bad Herrenalb ohne Gleisanschluss wegen Austausch von Schienen und Gleisbett. Foto: Becker

Albtal-Verkehrs-Gesellschaft saniert bis zum 24. August die Schienen. Schienenersatz-Verkehr per Autobus.  

Bad Herrenalb - Noch bis zum 24. August lässt die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) ihr Schienennetz in Teilabschnitten von Ettlingen bis Bad Herrenalb grundsanieren. Für den gesamten Zeitraum ist deshalb der Schienenersatz-Verkehr per Autobus eingerichtet. Auskunft über jeweilige An- und Abfahrten sind den elektronischen Anzeigetafeln zu entnehmen.

Diese Baumaßnahmen erfordern unter Einsatz mehrerer Bautrupps mit ihren Spezialmaschinen den kompletten Austausch der Schienen, bis hin zur Sanierung der Gleisbetten. In Tag- und Nachtschichten sind deshalb Arbeiter unter Federführung der Bahnbau Lüneburg (BBL) zum Beispiel mit einer "RPM" (Reinigungs- und Planungsverbesserungs-Maschine) im Einsatz. Das maschinelle Ungetüm reinigt, oder tauscht dabei das jeweilige Gleisbett komplett aus.

Grund für die Sanierung sei, so erklärten die Arbeiter, die derzeit am Bahnhof Bad Herrenalb mit Abzweig zur dortigen Wagenhalle arbeiten, dass sich im Zeitraum einiger Jahre Schienen und Schotterbett gleichermaßen abnutzen. Die Gleise werden nach ständiger Streckenkontrolle gegebenenfalls öfter nachgeschliffen, bevor diese bei zu hoher Belastung, meist in engen Radien, wie sie an mehreren Abschnitten vorkommen, genauso ausgetauscht wie das Geröll im Unterbau (Gleisbett).

Schwellen aus Holz oder Beton

Hat sich der Schotter durch Erosion oder mechanische Belastung zu sehr verändert, wird dieser aussortiert, zu Gesteinsmehl verarbeitet und kommt auf anderem Gebiet zum Einsatz.

Zum Austausch kompletter Systeme lagern bereits direkt neben den jeweiligen Bauabschnitten große Stapel montierter Gleise. Fertig verschraubt, je nach Anforderung, mit Schwellen aus Holz ober Beton. Bewegt und in Position gebracht werden diese durch den Einsatz mehrerer Zwei-Wege-Bagger. Diese "Hydraulik-Monster" gehen mit den schweren Konstruktionen um, als wäre es ein Leichtes.

In seinem Führerhaus hat der Fahrer eine ganze Menge verschiedener Hebel und Tasten zur Verfügung um gegebenenfalls Millimeterarbeit zu leisten. Sein Arbeitsgerät kann dabei per Hydraulik wahlweise auf Gummirädern, oder Stahlreifen (für den Einsatz auf dem Schienennetz) innerhalb kurzer Zeit umgerüstet werden.

Die besondere Aufmerksamkeit gilt bei den umfangreichen Arbeiten stets dem hydraulischen Ausleger. Seine Reichweite von etwa acht Metern erlaubt unter Einsatz verschiedenster Werkzeuge auch die Arbeiten in unterschiedlichen Höhen.

Deshalb, haben die Arbeiter auch stets die im jeweiligen Streckenabschnitt stromlos geschalteten Oberleitungen im Blick. Diese nicht zu beschädigen, ist des Baggerführers oberstes Gebot und geschieht schon beinahe automatisch und im Unterbewusstsein.