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Bad Herrenalb So bald wie möglich

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Wie geht es mit der Therme weiter? Das fragen sich die Bürger. Foto: Kugel

Stadtverwaltung und Gemeinderat seien sich bewusst, dass zeitnah eine Entscheidung getroffen werden müsse. Das ist aus dem Bad Herrenalber Rathaus zu erfahren, wenn nach der Zukunft der defizitären Siebentäler Therme gefragt wird. Für Bürger, die endlich wissen wollen, was Sache ist, lässt diese Aussage Interpretationsspielraum. Halten sich die Verantwortlichen ein Hintertürchen offen, damit man sie später nicht auf etwas festnageln kann?

Was im Rathaus hinter verschlossenen Türen bislang besprochen wurde, ist noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Nach jahrelangem Hin und Her in Sachen Therme gilt jedenfalls: Nägel mit Köpfen machen! Es muss Klarheit herrschen. Zumal die Corona-Krise Löcher in die Stadtfinanzen reißt. Und, wie es der frühere Bürgermeister Norbert Mai Anfang dieses Jahres feststellte, Bad Herrenalb sowieso chronisch unterfinanziert ist.

Über Generationen hinweg setzten Herrenalber Bürger ihre Arbeitskraft und teilweise auch finanzielle Mittel für die Suche nach Thermalwasser ein. Selbst vom württembergischen König gab’s im Jahr 1866 für die Bohrversuche nach warmen Quellen 4000 Gulden. Rund 100 Jahre später stieß man endlich auf der Schweizer Wiese in einer Tiefe von 600 Metern auf das ersehnte Thermalwasser.

Im Januar 1971 wurde die Therme in Betrieb genommen. Und ein halbes Jahr später verlieh die Landesregierung der Stadt Herrenalb die Bezeichnung "Bad".

Die Natrium-Kalzium-Chlorid-Sulfat-Therme sorgte danach für einen enormen touristischen Aufschwung, der bis zur ersten Gesundheitsreform im Jahr 1986 anhielt. Seinerzeit wurden jährlich rund 800 000 Übernachtungen gezählt. Danach und in Folge einer weiteren Reform im Gesundheitswesen gingen die Übernachtungszahlen allerdings stetig zurück.

Der Zahn der Zeit nagte am Thermalbadgebäude und den technischen Anlagen. 2001 gab es deshalb die erste große Sanierung nach der Inbetriebnahme. Zudem wurden 2007 ein Dampfbad gebaut und im Jahr 2010 die Elektrotechnik, die Wasseraufbereitungsanlage und die Heizungsanlage grundlegend erneuert.

Große Hoffnungen wurden in ein Bäderprojekt gesetzt, das in einem gewaltigen Flop endete. Auf der Schweizer Wiese hätte eine der modernsten Bäderlandschaften Europas entstehen sollen. Um die 160 Millionen Euro waren im Gespräch. Ein Bürgerentscheid wurde in die Wege geleitet. Zum Leidwesen der Projektgegner stimmte am 1. Dezember 2013 die Mehrheit für den Bau des Erlebnisbades. Gebaut wurde trotzdem nicht.

Im September vorigen Jahres votierte nun der Gemeinderat dafür, Förderanträge beim Land zu stellen. Und zwar anhand der vorgestellten Konzeption "Weiterentwicklung Siebentäler Therme". Unterm Strich kamen hier bei der Grobschätzung (plus maximal 20 Prozent Baunebenkosten) rund zwölf Millionen Euro zusammen. Wobei Bürgermeister Klaus Hoffmann mittlerweile sagt, dass er mit Zuschüssen von um die 50 Prozent rechnet. Und somit ein stolzer Betrag an der Stadt hängen bleiben würde.

Sollen trotzdem Sole-Dom und Saunadorf auf der Schweizer Wiese entstehen? Oder ist die Siebentäler Therme bald Geschichte? Die 13 Stadträte müssen nicht "zeitnah", sondern "so bald wie möglich" eine Entscheidung treffen.

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