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Bad Herrenalb Prozesse anstoßen und neue Impulse setzen

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Vertreter des Künstlertreffs starten vor dem Paradies in Bad Herrenalb in eine neue Ära (von links): Doria Hauser aus Bad Herrenalb, Wolfram G. Böttle aus Bernbach, Karl-Heinz Beisel aus Waldbronn, Bürgermeister Klaus Hoffmann, Renate Goessmann aus Althof, Angela Wunsch aus Gaggenau und Waltraud Kottwitz aus Bad Herrenalb. Foto: Zoller Foto: Schwarzwälder Bote

"Kulturförderung als Begrifflichkeit gibt es nicht, es werden lediglich Vereine oder Veranstaltungen gefördert", argumentiert Doria Hauser als Sprecherin der losen Vereinigung von Künstlern, die sich unter dem Dachbegriff "Künstlertreff" zusammengeschlossen haben.

Bad Herrenalb. Aus diesem Grund hatte sie Bad Herrenalbs Bürgermeister Klaus Hoffmann zum Dialog ins alte Schulhaus eingeladen, um in ungezwungener Atmosphäre das Thema Kultur in Bad Herrenalb zu erörtern.

Lebendige Institution

"Wir sind kein Verein", erläuterte Hauser, der es vor genau fünf Jahren gelungen ist, in den Räumlichkeiten vom alten Schulhaus ein Domizil für die Herrenalber Künstlergruppe in der Klosterstraße einzurichten. "Hier gibt es interessante Begegnungen, aber das gelingt meist nur bei Ausstellungen", so der Tenor der freischaffenden Künstlerin, die sich in Corona-Zeiten damit beschäftigt hat, gemeinsam mit ihren Künstlerkollegen neue Prozesse anzustoßen und dem Vorbild der Grötzinger Malerkolonie entsprechend die Stadt in ihre Überlegungen nach mehr Aufmerksamkeit in Sachen Kultur einzubinden.

Gemeinsam mit den Künstlern Angela Wunsch aus Gaggenau, Renate Goessmann aus Althof, Karl-Heinz Beisel aus Waldbronn, Wolfram G. Böttle aus Bernbach und Waltraud Kottwitz aus Bad Herrenalb ergab sich eine anregende Diskussionsrunde mit Hoffmann, der als Stadtoberhaupt zunächst die Frage aufwarf: "Welche Kultur hat Herrenalb in seinem Stadtbild vorzuweisen?"

Ausgehend von der Klostergründung 1149 formulierte er die Entstehung des Herrenalber Klosters als Keimzelle für die Kultur, die sich mit Singen, Lesen und Schreiben beschäftigt hat. "Das sind Dinge, die wir noch heute tun, und die es weiter zu stärken gilt für unsere Bürger und Gäste gleichermaßen", so Hoffmann, der den Künstlertreff im Anschluss daran als lebendige Institution mit leidenschaftlichen Gestaltern kennenlernte. "Wir sitzen nicht nur in unseren Kämmerchen", so Böttle, der unmissverständlich zum Ausdruck brachte, dass Kunst und Kommunikation zum Austausch von Informationen und zur Verständigung zusammengehören. "Durch Corona wurden wir isoliert, aber nun wollen wir wieder in die Öffentlichkeit. Wollen Leute motivieren aktiv zu sein, mitzumachen und diese hinführen zu unserer Kunst." Dadurch, dass die Vereinigung keine gemeinsame Grundströmung ausgebildet hat, also jeder Künstler seinen eigenen Stil verfolgt, bieten die künstlerischen Gestalter das ideale Umfeld für alle, die sich kreativ verwirklichen wollen.

"Wir wollen ein Fundament in der Stadt schaffen, um Aufmerksamkeit zu erreichen", so Karl-Heinz Beisel aus Waldbronn, der sich in der Kurstadt sichtlich zu Hause fühlt und das Herrenalber Paradies sowie den Falkenstein als markante Bezugspunkte nennt, um in der Natur den kunstvollen Umgang nicht nur mit Papier und Bleistift, sondern auch mit Acrylfarbe und Leinwand zu erproben. "Wir haben im Kurpark und in der Stadt so faszinierende Motive, dass es Lust macht, das Licht und das Motiv kunstvoll zu erfassen."

Neben der Indivi­dua­li­tät wird damit eine Erwei­te­rung des künst­le­ri­schen Spektrums angedacht, das beim Stadtoberhaupt großen Anklang fand.

Kreative Angebote

Ziel ist es, eine lebendige Kunstszene zu schaffen, bei der Vorträge und Symposien zum festen Bestandteil von Ausstellungen und kreativen Angeboten wie Malkurse werden. Und weil damit die ansässigen Künstler dazu beitragen könnten, den Namen des Ortes nach außen zu tragen, war der Tenor des Tutors überaus positiv: "Wir werden das kommende Jahr nutzen, um neue Prozesse anzustoßen und für die Kunst in der Stadt neue Impulse zu setzen." Spontane Anregungen ergaben ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die sich von Pop-up-Galerien bis hin zu Ausstellungen mit besonderer Atmosphäre in inter­essan­ten Baulich­kei­ten spannt.

Schlussendlich wurden die Ideen für neue Taten mit einem Gruppenfoto vor der Keimzelle der Kultur, dem Paradies, als Abschluss einer anregenden Diskussion dokumentiert.

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