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Bad Herrenalb Keine Kooperation von Popper und Zenker

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Am 10. November entscheidet sich, wer künftig auf dem Chefsessel im Bad Herrenalber Rathaus sitzen wird. Foto: Stadt

Bad Herrenalb - Am 10. November dürfen die Bad Herrenalber noch mal wählen. Schaffte es doch in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl kein Bewerber, die erforderliche absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich zu vereinen. 35 Namen stehen auf dem neuen Stimmzettel, allerdings dürfte feststehen: Sabine Zenker, Klaus Hoffmann oder Marc-Yaron Popper – einer der drei Kandidaten wird auf dem Chefsessel im Rathaus sitzen.

Am Montag wurden zwei Pressemitteilungen verschickt. Deutlich wird dabei: Der Bürgermeisterwahlkampf in der Siebentälerstadt gewinnt an Schärfe.

Popper schließt Zusammenarbeit mit Zenker aus

Bewerber Popper schließt laut Mitteilung im Fall seiner Wahl zum Bürgermeister die Zusammenarbeit mit Stadtkämmererin Sabine Zenker kategorisch aus. "Die Kämmerei bekommt eine neue Leitung, wenn ich im Amt bin", so Popper.

Nach seiner Wahl zum Bürgermeister plane er nicht weiter mit der aktuellen Stadtkämmererin und Mitbewerberin um das Bürgermeisteramt. "Die Zusammenarbeit mit Frau Zenker im Rathaus kommt für mich absolut nicht infrage", so Popper. Der Rechtsanwalt begründet seine Entscheidung damit, dass Zenker "bis heute kein geeignetes Konzept zum Schuldenabbau gefunden hat".

Bei der Erhebung der Abwasserbeiträge habe sie die langjährigen Missstände in der Verwaltung mitzuverantworten und sie habe es seit dem Amtsantritt im April 2008 nicht geschafft, die strukturelle Unordnung im Beitragswesen der Stadt und die willkürliche Verwaltungspraxis zu beenden. "Ich werde mich für eine faire Lösung für alle einsetzen, die von rechtswidrigen Abwasserbescheiden betroffen sind", heißt es in der Mitteilung.

"Zenker-Versenker"

Popper weiter: "Unter ihrer Führung der Stadtfinanzen haben sich die Schulden der Stadt mehr als verdreifacht. Sie hat im Wahlkampf viele kostspielige Projekte versprochen, aber zum Schuldenabbau und zu den Verlusten der Therme nur Floskeln, aber kein Konzept parat."

Im Falle seiner Wahl werde er mit den Stadtwerken sofort in Verhandlungen über den Verlustausgleich treten. Als Rechtsanwalt habe er langjährige Erfahrung mit der rechtlichen Prüfung von Verträgen und Führung von Vertragsverhandlungen.

Übrigens: Auf seiner Facebook-Seite steht seit 24. Oktober bei Popper unter anderem folgendender Beitrag: "Der Dreikampf ist eröffnet! Wer macht am 10.11.2019 das Rennen? Frau Schulden-Zenker, der konfliktscheue Klaus Hoffmann ohne klares Konzept oder wird Herr Popper, der frische Mann von außen zum ›Zenker-Versenker‹?"

Engere Zusammenarbeit

Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruher Tourismus GmbH und Stadtrat in Bad Herrenalb, teilt mit: Tourismus, ein wichtiger Wirtschaftszweig im Nordschwarzwald, lebe vom Zusammenspiel aller touristischen Akteure. Kooperationen über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg sorgten dafür, dass der Gast ein größeres touristisches Angebot erhalte. Kreisgrenzen seien für die Besucher der Region schlicht nicht vorhanden.

Unter anderem wird informiert, dass erst vor vier Wochen Bettina Reitze-Lotz als Geschäftsführerin der Albtal Plus vor dem Gemeinderat in Bad Herrenalb über ihre Gedanken zur touristischen Arbeit und zukünftigen Ausrichtung der Vereinigung referierte. Als Bad Herrenalber Stadtrat und Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH habe sich Hoffmann in der Gemeinderatssitzung für befangen erklärt und folglich nicht an der Diskussion teilgenommen. "Ich denke, die Verantwortlichen sollten die Diskussion nicht ausschließlich über einen Beitrag her führen, sondern darüber, wie eine engere und damit intensivere Zusammenarbeit aussehen kann", erläutert jetzt Hoffmann, der dazu eigene Ideen hat: "Ich denke dabei an den Standort der Geschäftsstelle ebenso wie die Personalausstattung von Albtal Plus."

Aktuell habe Albtal Plus zwei Mitarbeiterinnen, die in der Geschäftsstelle in Ettlingen arbeiteten. Hoffmann ist davon überzeugt, durch außergewöhnliche Maßnahmen Synergien zu schaffen. "Eine Verlagerung der Geschäftsstelle nach Bad Herrenalb schafft eine engere Einbindung der Herrenalber Touristik." Mit dem Einbringen von Personal- und Sachleistungen in Albtal Plus könne ein Finanzbeitrag nicht nur sichtlich reduziert, sondern darüber hinaus sogar die jährliche Zahlung von 70 000 Euro eingespart werden.

"Es ist Aufgabe der Geschäftsführerin und der Mitglieder, über Strukturen und Beiträge zu beraten und zu beschließen", so Hoffmann, der etwas, das außergewöhnlich scheint, als realistisch umsetzbar bezeichnet. "Denn die größte Hürde besteht darin, sich von Althergebrachtem zu lösen und neue Wege zu beschreiten, sich gegenseitig zu fördern und Zusammenarbeit zu forcieren."

Mehr Artikel zur Bürgermeisterwahl in Bad Herrenalb auf unserer Themenseite.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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