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Bad Herrenalb Minus beläuft sich auf 273 900 Euro

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Im Vorbericht des Wirtschaftsplans 2020 ist auch zu lesen: "Im Jahr 2020 soll die Kurtaxe neu kalkuliert werden (zu 2021)".Foto: Kugel Foto: Schwarzwälder Bote

Der Bad Herrenalber Gemeinderat beschäftigt sich am Mittwochabend, 8. April, im Kurhaus auch mit dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing für das Jahr 2020.

Bad Herrenalb. Das Gremium soll ihn erst einmal zur Kenntnis nehmen. Die weitere Vorgehensweise ist so geplant: Beratung am 22. April, Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2020 am 29. April.

Im Erfolgsplan sind Erträge in Höhe von 831 300 Euro sowie Aufwendungen in der Größenordnung von 1 102 500 Euro und 2700 Euro an Steuern zu finden. Der Vermögensplan sieht so aus: 348 500 Euro an Einnahmen sowie 659 400 Euro an Ausgaben.

Nebenbei: Der Erfolgsplan enthält alle voraussehbaren Erträge und Aufwendungen des Wirtschaftsjahres 2020. Die Finanzströme, welche das Anlagevermögen ändern, und die Kreditwirtschaft finden sich im Vermögensplan wieder.

Im Wirtschaftsjahr 2020 wird mit einem Verlust in Höhe von 273 900 Euro gerechnet. Wie in der Vorlage der Stadtverwaltung des Weiteren zu lesen ist, werden das Sommernachtstheater wie auch die Silvestergala künftig im Kernhaushalt gebucht.

"Es wird deutlich, dass die Stadt Bad Herrenalb eine Vielzahl an Veranstaltungen jedes Jahr zu organisieren und zu finanzieren hat. Dieser Ressourcenverbrauch bindet einen hohen Zeitanteil des Personals", heißt es weiter. Durch die Weiterentwicklung der Veranstaltungskonzepte solle die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht werden. "Die traditionellen Veranstaltungen (wie zum Beispiel Pfingsthandwerkermarkt, Naturparkbauernmarkt, Klosterfest, Bahnhofsfest, Klavierduofestival, Sommernachtstheater) werden überprüft und angepasst." Im vorigen Jahr sei der Start eines bereits deutlich heterogeneren Veranstaltungsprogramms – unter anderem im Kurhaus – erfolgt. Eine deutlich stärkere Integration und Beteiligung der örtlichen Akteure solle stattfinden.

Um in Zukunft wirtschaftlich arbeiten zu können, müssten die Veranstaltungen laufend überprüft und angepasst werden – neue zu etablieren müsse insbesondere aus wirtschaftlicher Sicht kritisch hinterfragt werden.

Ansatz verringert

Die Personalkosten (2020: 430 000 Euro; 2019: 440 000 Euro; 2018: 493 000; 2017: 325 000 Euro) hätten sich 2018 erstmalig deutlich erhöht. Grund hierfür sei die vorgesehene Tariferhöhung, aber insbesondere "die Einstellung einer ausschließlichen Geschäftsführung".

"Um den positiven Effekt der Gartenschau langfristig zu sichern und auszubauen, sind stärkere und ausschließliche Personalressourcen erforderlich", heißt es des Weiteren. Da die Stelle der Geschäftsführung aktuell nicht besetzt sei sowie sich Personal im Mutterschutz befinden werde, sei der Haushaltsansatz Personal 2020 verringert worden.

Viele Mitgliedschaften

Der Eigenbetrieb ist in verschiedenen Organisationen vertreten. Neben Verbänden und Institutionen (16 000 Euro) wie zum Beispiel Heilbäderverband Baden-Württemberg, Schwarzwald Tourismus GmbH und Heilklimatische Kurorte, ist Bad Herrenalb auch Mitglied in den beiden Tourismusgemeinschaften Albtal Plus (70 000 Euro) und Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald (50 000 Euro). Die Mitgliedschaften seien zu überprüfen und das Engagement der Stadt Bad Herrenalb "stärker zu konzentrieren", so die Verwaltung.

In der Schlussbetrachtung des Wirtschaftsplans 2020 steht unter anderem: Ziel sollte es sein, die Wirtschaftlichkeit zu steigern. "So kann zur Entlastung der immer noch angespannten Haushaltslage der Stadt Bad Herrenalb beigetragen werden." Und auch in der Zukunft anstehende Investitionen könne man umsetzen und den Schwankungen der Konjunktur gelassener entgegengesehen.

Wichtige Signale

Der Wirtschaftsplan sei seit dem Jahr 2010 von der Umsetzung des erstellten Tourismuskonzeptes geprägt. Strukturelle Maßnahmen würden laufend umgesetzt und unerlässliche Leitlinien zur Wirtschaftlichkeit erarbeitet. Ein wesentlicher Kernpunkt bilde hier der Bereich Marketing, Produktgestaltung, Vertrieb und Veranstaltungen, welchen es zu optimieren gelte. Durch die Erstellung eines touristischen Marketing- und Sponsoringkonzeptes, der Ausweitung der Online-Buchbarkeit, dem aktiven Umgang mit Facebook und dem Einrichten einer Webcam hätten weitere wichtige Signale gesetzt werden können.

Die verstärkte interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Tourismus werde durch den Beitritt zu Albtal Plus und der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald unterstrichen. "Bad Herrenalb kann ohne professionelle Partner langfristig keinen Tourismus aufrechterhalten. Partnerschaften sind daraufhin regelmäßig zu überprüfen. Der Gast erwartet eine Tourismusregion und möchte eine Vielzahl an Angeboten wahrnehmen. Eine Gemeinde allein ist nicht mehr im Stande diesen Ansprüchen gerecht zu werden", heißt es weiter. Ob und inwieweit die Mitgliedschaft in zwei Tourismusgemeinschaften langfristig für Bad Herrenalb finanziell tragbar sei, müsse geprüft werden.

Die Stadt strebe im Rahmen des Tourismus und Stadtmarketings eine weitergehende Optimierung an. Hierzu sei Bad Herrenalb Pilotpartner des Landes Baden-Württemberg im Bereich nachhaltiger Tourismus und Elektromobilität geworden. Eine Ausrüstung mit öffentlichem WLAN sei abgeschlossen. "Die Stadt Bad Herrenalb hat eine sehr erfolgreiche Gartenschau 2017 präsentiert, deren positive Effekte weiter auszubauen und weiterzuführen sind." Aus diesem Grund seien Tourismus und Stadtmarketing sowie eine professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auszubauen.

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