Schilder – wie hier am Neusatzer Ortseingang – fordern dazu auf, freiwillig 30 Kilometer pro Stunde zu fahren. Foto: Kugel Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Verkehr im Fokus

Sie ist ein verwaltungsbehördlicher Vorgang: die Verkehrsschau. Eine solche findet wohl dieses Jahr nach Auskunft des Landratsamts in Bad Herrenalb nicht mehr statt.

Bad Herrenalb. Bereits Ende Mai fragte Stadtrat Klaus Lienen (CDU) in einer Gemeinderatssitzung, wie der Sachstand bezüglich der Anschaffung jeweils eines Verkehrs- und Lärmmessgerätes sei. Bürgermeister Hoffmann erklärte, dass die Stadt und das Landratsamt gemeinsam eine Verkehrsschau organisierten wollten.

Konsequenzen gefordert

Hintergrund seien Klagen aus der Bürgerschaft in Bernbach, Althof, Neusatz-Rotensol und der Gernsbacher Straße über Verkehrslärm. Die Stadt wolle über die Verkehrsschau hinaus Abhilfe schaffen. Zur Anschaffung der Messgeräte erklärt der Rathauschef, dass man ohne genehmigten Haushalt keine solchen Anschaffungen tätigen könne. Es gehe in Summe ja um sechs bis sieben solcher Geräte, wenn man das Problem flächendeckend abdecken wolle. Nach Pfingsten könne er konkretere Auskünfte geben, so Hoffmann.

Ende August übergaben Otto Scherer von der Bürgerinitiative "Weniger Verkehrslärm – Weniger Verkehrsgefährdung" in Neusatz und Hansi Bauer von der Interessengemeinschaft Althof Bürgermeister Hoffmann Messwerte zu Verkehrslärm und Verkehrsdichte in den beiden Teilorten von Bad Herrenalb. Sie forderten Konsequenzen.

Zahlen protokolliert

Um ihrer subjektiven Wahrnehmung des Verkehrsaufkommens und des Verkehrslärms eine objektive Grundlage zu geben, hatten beide Initiativen Messungen gemacht. Sie protokollierten die Schallpegel und die Art und Anzahl der Fahrzeuge zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten. Alle gemessenen Werte sind im Internet auf der Homepage "tempo30-bad-herrenalb.de" nachzulesen.

Wegen der Verkehrsschau ist nun vom Landratsamt auf Anfrage zu erfahren, dass aufgrund der Corona-Lage vermutlich dieses Jahr keine mehr zustande kommen werde. "Planungen werden aufgenommen, wenn sich die allgemeine Situation entspannt hat", heißt es.

Und wie sieht es mit den elektronischen Geschwindigkeitsanzeigen aus? Wie vonseiten des Rathauses zu erfahren ist, wurden inzwischen fünf Messgeräte bestellt. Diese sollen dann an neuralgischen Punkten angebracht werden. Wann genau die Lieferung kommt, steht noch nicht fest.

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