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Bad Herrenalb Kostenbetrachtung nach DIN 276

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Bad Herrenalb. Der Haushalt 2020 war in Bad Herrenalb – coronabedingt – im Vergleich zu den vergangenen Jahren flugs abgehakt. Weiterhin steht ein dickes Fragezeichen hinter der Zukunft der defizitären Siebentäler Therme.

Im vorigen Monat wurde die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan samt Anlagen mit elf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen verabschiedet. Jedoch unter der Auflage, Einzelinvestitionen ab einer Höhe von 15 000 Euro per Einzelentscheidung vom Gremium beschließen zu lassen.

Schaut man sich das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 22. April an, dann ist zu lesen: Der Förderantrag für die Siebentäler Therme sei abgegeben worden. Bürgermeister Klaus Hoffmann sagte, er selbst habe als Stadtrat in der damaligen Sitzung darauf hingewiesen, dass dem Antrag eine zweistufige Kostenschätzung nach DIN 276 beiliegen müsse.

Das sei aber nicht passiert "und deshalb konnte das Regierungspräsidium (RP) den Antrag auch nicht bearbeiten". Eine Kostenbetrachtung nach DIN 276 koste aber Geld, weil die ein Planer erstellen müsse. Das Tourismusministerium habe zudem signalisiert, dass eine Förderung des Ministeriums circa 20 Prozent der beantragten Summe betragen könnte – "und nicht wie kolportiert 60 bis 70 Prozent". Wenn die Therme in das Sanierungsgebiet aufgenommen werde, seien eventuell weitere Zuschüsse aus anderen Ministerien möglich. Das Regierungspräsidium habe den Antrag zur Nachbearbeitung an die Verwaltung zurückgegeben. Ob ein Lenkungsausschuss wieder eingesetzt werde, müsse der Gemeinderat entscheiden. Nebenbei: Laut Internetlexikon Wikipedia ist "DIN 276" eine DIN-Norm, die im Bauwesen zur Ermittlung der Projektkosten sowie als Grundlage der Honorarberechnung nach HOAI für Architekten und Ingenieure dient.

Stolzer Betrag

Zudem sagte der Rathauschef im Kurhaus: Wenn man alles ausschöpfe, kämen mit Blick auf die Zuschüsse etwa 50 Prozent zusammen. Deshalb müsse weiter diskutiert werden, "was wir wollen". Zumal bei rund 15 Millionen Euro ein stolzer Betrag für die Stadt zusammenkomme.

Zur Erinnerung: Die Förderanträge mussten bis zum 1. Oktober 2019 beim Land eingereicht werden. Das wurde den Stadträten Anfang September mitgeteilt. In dieser Sitzung stimmte das Gremium somit dem Beschlussantrag zu: Die Verwaltung wurde beauftragt, anhand der vorgestellten Konzeption "Weiterentwicklung Siebentäler Therme" die Anträge zu stellen. Bei der Abstimmung zählte man sieben Ja- und drei Neinstimmen sowie eine Enthaltung.

In der Sitzung am 6. September stellte Günther Eichelmann, Geschäftsführer des Unternehmens Dorena, Details mit Kosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor. Unter anderem erklärte er, der Eingangsbereich der Therme sollte vorsichtig überarbeitet werden. Der Knaller sei das Saunadorf. Das Kulissen-Motto laute Zisterzienser – zudem gelte es, sich mehr dem Thema Mönche anzunehmen. Sole-Seen gebe es bislang nur zwei in Deutschland. Der Geschäftsführer schwärmte davon, wie ein nachts beleuchteter Sole-Dom auf der Schweizer Wiese aussehen könnte. Allerdings könnten einen solchen nur zwei Architekten planen.

Bei den Wirtschaftlichkeits-Analysen "Technik und neue Angebote" sah die Zusammenfassung bei der "Revitalisierung Siebentäler Therme" so aus:  Technik und Gebäude (ohne Förderung, ohne Einsparungen): 2 756 000 Euro; neue Angebote (ohne Förderungen der Investitionen): 9 305 000 Euro. Unterm Strich kommen somit bei der Grobschätzung (zuzüglich maximal 20 Prozent Baunebenkosten) 12 061 000 Euro zusammen.

Bei der Sitzung am 22. April wurde zudem zum Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing fürs Jahr 2020 (einstimmig) Ja gesagt. Angesprochen wurde bei der Aussprache auch die Personalstruktur. Angeregt wurde ein Konzept für Tourismus und Stadtmarketing. Bürgermeister Hoffmann sagte zu, dieses bis Juli erstellt zu haben. Bleibt abzuwarten, inwieweit die Siebentäler Therme hierbei eine Rolle spielt.

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