Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Bad Herrenalb Keine Zukunft für die Werkrealschule

Von
Schüler und Lehrer fühlen sich im Dobeltal wohl. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Markus Kugel

Bad Herrenalb. Der Bad Herrenalber Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung zwar dafür, dass die Verwaltung ermächtigt wird, einen Antrag für die Errichtung einer Gemeinschaftschule fürs Schuljahr 2017/2018 zu stellen. Allerdings stehen die Chancen dafür schlecht.

Bürgermeister Norbert Mai bemerkte, dass man sich seit vielen Jahren für eine weiterführende Schule einsetze. Aufgrund der geografischen Lage gebe es aber kaum Schüler von außerhalb.

Bei der Sitzung waren Volker Traub, Leiter des Staatlichen Schulamts Pforzheim, sowie die Leiterin der Grund- und Werkrealschule im Dobeltal, Patricia Fischer, anwesend.

Wie die Verwaltung ausführte, weisen die Schülerzahlen in den vergangen Jahren eine stetig sinkende Tendenz auf. Fürs Schuljahr 2015/2016 liegen gerade mal drei Anmeldungen vor. Im Dezember bekam die Stadtverwaltung von Traub schriftlich die Information, dass laut Statistik zum 15. Oktober im Schuljahr 2014/2015 lediglich zwölf Jungen und Mädchen in Klasse fünf gemeldet wurden. Das bedeutete eine Unterschreitung der Mindestschülerzahl von 16, die durch die im August in Kraft getretene Novelle zur regionalen Entwicklung für auf der Grundschule aufbauende Schulen festgesetzt worden sei. Im Schreiben hieß es weiter: Wenn man in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Schuljahren ab 2014/2015 die Mindestschülerzahl in der Eingangsklasse nicht erreichen sollte und keinen Antrag auf eine schulorganisatorische Maßnahme stelle, sei die Schule zum Schuljahr 2015/2016 aufzuheben. Per E-Mail wurde die Schulleitung im Dobeltal am 13. April vom Schulrat des staatlichen Schulamtes darüber unterrichtet, dass sich für das kommende Schuljahr weniger als 16 Schüler für die Klassenstufe fünf angemeldet hätten. Es könne deshalb keine neue fünfte Klasse gebildet werden. Man beabsichtige, die angemeldeten Schüler an Schulstandorte in zumutbarer Entfernung umzulenken.

Zur Erinnerung: Bereits im September 2013 stellte die Stadt zusammen mit der Nachbargemeinde Dobel einen Antrag für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Bad Herrenalb. Wegen mangelnder Schülerzahlen für eine zweizügige Gemeinschaftsschule wurde dieser abgelehnt. Müssen doch 40 Schüler in den Eingangsklassen langfristig prognostiziert werden können. Das Gesetz sieht hierbei keine Ausnahme vor.

Unterricht wird weiterentwickelt

In der Diskussion regte Stadtrat Reinhard Domke an, die Stadt Bad Herrenalb langfristig zu vergrößern, um die Marge von 10 000 Einwohnern zu erreichen.

Schulleiterin Fischer erklärte, es sei sehr traurig, das Sterben der Werkrealschule mitzuverfolgen. Die kombinierte Klasse 5/6 bezeichnete sie als unglücklich. Hätten die Schüler doch ein Recht auf guten Unterricht. Ihr Fokus und der ihrer Kollegen richte sich jetzt auf die Grundschule. Der Unterricht werde weiterentwickelt. Mit Blick auf die Inklusion finde eine Zusammenarbeit mit der Förderschule in Calmbach statt. Auch gebe es mittlerweile eine Begabtenförderung. Schüler und Kollegium fühlten sich wohl.

Für eine Ganztagesgrundschule reichten die Räumlichkeiten aus. Bei einer verbindlichen Form hätten die Eltern keine Wahl. Bei einer Zweizügigkeit stehe an: ganz- oder halbtags.

Der Gemeinderat stimmte zu, dass zum Thema Ganztagsgrundschule ein Eltern-Info-Abend angeboten wird und eine Umfrage erfolgt.

Fischer informierte zudem, dass es sinnvoll wäre, wenn die Grund- und Werkrealschule einen Namen hätte. Man denke an einen Wettbewerb unter Schülern und einen Aufruf an die Bevölkerung.

Die Schülerzahlen in der Grundschule zeigen sich laut Verwaltung seit Jahren leicht rückgängig, aber stabil zweizügig. Die Jungen und Mädchen der Ortsteile Rotensol und Neusatz besuchen gemäß der Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt und Dobel die dortige Grundschule. Hierfür ist jährlich ein Kostenausgleich von rund 66 000 Euro an die Nachbargemeinde zu zahlen.

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.