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Bad Herrenalb Keine schnelle Lösung in Sicht

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Helmut Boht (Mitte) ehrte Walter Weiß (rechts) für 40 Jahre Dienst im Vereinsausschluss. Hartmut Nofer ist seit 30 Jahren Beiratsmitglied.                                            Foto: Glaser Foto: Schwarzwälder Bote

Der Männergesangverein Bad Herrenalb-Gaistal fühlt sich in seinen Proberäumen im alten Gaistäler Schulhaus nicht mehr wohl. Ein neuer Mieter im Haus brülle in Abständen und ohne Anlass. "Das ist während der Proben recht störend", berichtete Chorleiter Walter Barth bei der Jahreshauptversammlung.

(mak). Die Stadt Bad Herrenalb bedauere die Unannehmlichkeiten, die dem Männergesangverein Bad Herrenalb-Gaistal durch die Unterbringung des neuen Bewohners erwachsen, heißt es auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Leider könne die Stadt dem Gesangverein keine schnelle Lösung in Aussicht stellen, da sie zurzeit keine zufriedenstellenden Handlungsoptionen habe. Die Gründe benennt Hauptamtsleiter Johannes Kopp so:

  "Die Situation ist bekannt, die Stadt hat aktuell aber keine Möglichkeit, den Mann woanders unterzubringen. Alle städtischen Liegenschaften sind belegt."

 "Der Mann hatte in seinem vorherigen Quartier dieselben Probleme verursacht."

  "Der Mann ist obdachlos und muss untergebracht werden. Das Recht auf Unterbringung hatte der Mann vor dem Verwaltungsgericht erfolgreich eingeklagt."

 "Der Müll wird regelmäßig und so oft es geht entsorgt. Aktuell im Abstand von 14 Tagen."

 "Polizei und Landratsamt kennen den Fall und die Probleme ebenfalls."

Bad Herrenalb-Gaistal. Mehr noch: Im gemeinsamen Treppenhaus staple sich stinkender Müll. "Die Chorgemeinschaft leidet darunter – sowohl psychisch als auch hygienisch", sagte Barth.

Das Haus gehört der Stadt Bad Herrenalb. Vergeblich bemüht sich seit Monaten der Vereinsvorsitzende Helmut Boht, wenigstens das Müllproblem zu lösen. Sein vielfach vorgetragenes Anliegen: Ein Mal pro Woche sollte der Vermieter unmittelbar vor den Chorproben den Müll aus dem Treppenhaus schaffen lassen. Fehlanzeige. Nun überlegt der Vorstand des Männergesangvereins, die Miete für das Probelokal zu kürzen und das Gesundheitsamt einzuschalten.

Positive Jahresbilanz

Außer diesem Ärgernis war die Stimmung unter den versammelten Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung gut. Die Jahresbilanz fiel positiv aus.

Kassenwart Marco Maisch berichtete, dass er die Kasse mit einem kleinen Plus gegenüber dem Vorjahr abschloss. Das gelang nicht zuletzt wegen der Hocketse im Sommer, die erstmals auf dem Rathausplatz veranstaltet wurde. Es war schönes Wetter und es kamen mehr Gäste als die Jahre zuvor am Skiheim.

Gut besucht war auch die traditionelle Sommer-Matinee im Kurpark zusammen mit dem Männergesangverein Concordia Bernbach. Auf Hochzeiten, bei Jubiläumsständchen und Vereinsfesten waren die Sänger immer willkommen. 18 Auftritte und 40 Singstunden gab es im zurückliegenden Jahr. Traurige Nachricht: Im Jahr 2018 starben fünf Vereinsmitglieder, darunter zwei aktive Sänger.

Der geplante Beitrag zum Kinderferienprogramm fiel aus, weil er mit der Beisetzung eines Sängerkameraden zusammenfiel. Das berichtete Schriftführer Jürgen Schmidt. Solche Todesfälle hinterlassen große Lücken. "Leider gelang es uns bisher nicht, die Reihen wieder aufzufüllen", sagte Helmut Boht. Mit Blick auf die 125-Jahr-Feier in drei Jahren will man wenigstens einen Mann pro Stimme hinzugewinnen. Boht ermunterte die versammelten Mitglieder, mögliche Kandidaten persönlich anzusprechen.

Für 70 Jahre Mitgliedschaft im Männergesangverein Bad Herrenalb-Gaistal wurde Werner Weiß geehrt. Er war mehr als 25 Jahre aktiver Sänger und lange Jahre Schriftführer. Weiß konnte die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen.

Für 40 Jahre Arbeit im Vereinsausschuss bekam Walter Weiß ein Geschenk auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins Bad Herrenalb-Gaistal. Weiß ist mehr als 50 Jahre aktiver Sänger. Er war zwölf Jahre zweiter Vereinsvorsitzender. Auch als Stimmführer und Kassenprüfer diente er dem Verein. Auf dem Verbandstag des Chorverbands Enz wird ihm die goldene Ehrennadel verliehen werden.

Seit mehr als 30 Jahren ist Hartmut Nofer im Vereinsbeirat. 30 Jahre ist er schon Notenwart. Singen tut er seit über 40 Jahren. Auch er wird auf dem Verbandstag des Chorverbands Enz die goldene Ehrennadel bekommen.

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