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Bad Herrenalb Karlsruhe will Kooperationen ausbauen

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Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH, holt Jana Kolodzie von "Albtal plus". Foto: Zoller Foto: Schwarzwälder Bote

Die Tourismusgemeinschaft Albtal Plus, zu der unter anderem die Kommunen Dobel und Bad Herrenalb gehören, verliert ihre Geschäftsführerin an Karlsruhe. Und das hat einen bestimmten Hintergrund: Denn in der badischen Metropole will man offenbar die touristische Kooperation mit dem Nördlichen Schwarzwald intensivieren.

Bad Herrenalb. Zum 1. Oktober 2018 erweitert Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG) seine strategischen Handlungsfelder und besetzt die neu geschaffene Position "Regionale Kooperationen" mit Jana Kolodzie, der langjährigen Geschäftsführerin der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus.

Vakante Stelle soll neu besetzt werden

Die geografische Region Albtal liegt am äußersten Zipfelchen des Nordschwarzwalds und wird seit 2013 auf der Strecke von Bad Herrenalb bis Ettlingen durch die Tourismusgemeinschaft "Albtal Plus" vermarktet. Für die insgesamt sieben Kommunen Ettlingen, Bad Herrenalb, Karlsbad, Waldbronn, Dobel, Marxzell und Straubenhardt sowie die private Initiative Feine Adressen im Albtal – bestehend aus Premiumanbietern der Hotellerie und Gastronomie – war seit 2015 Jana Kolodzie als Geschäftsführerin verantwortlich.

Nun steht die Frage im Raum "Wie geht es in dieser Region touristisch weiter?" Für Norbert Mai, Bürgermeister der Stadt Bad Herrenalb und bis Ende 2019 erster Vorsitzender der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus, stehen nach dem Weggang der Geschäftsführerin Jana Kolodzie zunächst alle anstehenden Projekte im Fokus. Die Stelle soll laut einstimmigem Beschluss des Albtal Tourismusgremiums neu besetzt und ausgeschrieben werden.

Mit der finanziellen Doppelbelastung des Kurortes, der seit fünf Jahren als Gründungsmitglied ebenfalls mit der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald verbunden ist, soll nach Aussage von Bürgermeister Mai das Thema Tourismusgemeinschaften neu überdacht und der Gemeinderat in die Entscheidungen mit einbezogen werden.

Auch René Skiba, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald, erachtet eine Fortsetzung der angelaufenen Maßnahmen für sinnvoll, sieht darüber hinaus jedoch eine strategische Zusammenarbeit als wirkungsvolle Symbiose, wenn es um das Wohl des Gastes geht.

Für die Weiterentwicklung des regionalen Tourismus und zur Stärkung der Standorte, die an den Nordschwarzwald angrenzen, bedarf es nach Aussage von Klaus Hoffmann weiterer strategischer Kooperationen. Hoffmann, der in den vergangenen Jahren für Karlsruhe eine tourismusbezogene Infrastruktur auf- und ausgebaut hat, argumentiert, dass es "in Zukunft kaum einen Wirtschaftsbereich geben wird, der nicht vom Tourismus profitiert". Um die Attraktivität der angrenzenden Schwarzwaldkommunen zu erhöhen, bedarf es seiner Meinung nach "einer Weiterentwicklung von Zielen und Strategien, die nicht an einer Stadt- oder Landkreisgrenze aufhören". Mit der neu geschaffenen Stelle soll die "Gebietskulisse" mittels neuer Projekte gefestigt werden. "Und dafür suchten wir jemanden, der weiß, wie man Projekte mit dem Naturpark stemmen kann", so Hoffmann, der die Stellenbesetzung mit Jana Kolodzie als "hervorragend" bezeichnet.

Als Geschäftsführerin der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus hat Jana Kolodzie seit 2015 auf Projektebene gearbeitet. In Kooperation mit Partnern wie der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald und der Karlsruher Tourismus GmbH gab es gemeinsame Präsentationen auf Messen und Publikationen zu "Natur trifft Kultur". Das Albtal, das für Kolodzie ein ungeheuer großes Angebot birgt, "wird aber an vielen Stellen noch verkannt". Mit Kooperationen lasse sich das Profil schärfen.

Städtischer Gast sucht auch die Natur

Im Sinne von "Wir profitieren von beiden Richtungen" sucht ihrer Meinung nach der städtische Gast die Natur und der Gast im Schwarzwald auch das städtische Angebot. Was fehlt, ist eine übergreifende Zusammenarbeit wie zum Beispiel bei dem seit 1. Juli 2018 in Kraft getretenen deutschen Reiserecht. Die neue EU-Pauschalreiserichtlinie zur Reisevermittlung betrifft jede einzelne Kommune, die sich versucht als Reiseveranstalter aufzustellen. "Das bindet in allen Gemeinden Arbeitszeit und -kräfte, die sicherlich sinnvoller eingesetzt werden könnten", so Hoffmann, der letztendlich eine regionale Einheit in den Fokus stellt. Mittels gemeinsamer Strategieprozesse soll ein Masterplan entwickelt werden, der die gesamte Region von Karlsruhe, Albtal und Nördlicher Schwarzwald stärkt. "Albtal Plus ist entstanden, weil größere Einheiten am touristischen Markt besser bestehen können", erklärt Hoffmann, der in Zukunft diesen Gedanken weiter ausbauen und durch Projekte mit Kooperationspartnern stärken will.

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 130891
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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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