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Bad Herrenalb Grundschule zieht ins Dobeltal um

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Die Grundschule von Bad Herrenalb befindet sich derzeit in der Innenstadt. Ab dem nächsten Schuljahr wird sie dann ins Dobeltal verlegt. Foto: Fritsch

Bad Herrenalb - Es ist schon lange darüber diskutiert worden. In seiner Sitzung am Mittwochabend hat der Gemeinderat von Bad Herrenalb nun Nägel mit Köpfen gemacht. Er beschloss bei einer Enthaltung den Umzug der Grundschule von der Innenstadt ins Dobeltal ab dem Schuljahr 2014/2015. Schon bei den Haushaltsberatungen hatte das Gremium vorsorglich 200 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Das sind jedoch einmalige Kosten. Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, spart die Gemeinde im Gegenzug jährlich jedoch 100 000 Euro. Die Verwaltung macht zudem deutlich, dass die Schülerzahlen der Werkrealschule in den vergangenen Jahren dramatisch abgenommen hätten. Derzeit werden dort in den Klassen 5 bis 8 gerade einmal 43 Schüler unterrichtet. Die Schule im Dobeltal steht weitestgehend leer.

In der Gemeinderatssitzung äußerte Bürgermeister Norbert Mai deshalb die Sorge, dass die Werkrealschule nicht gehalten werden kann. Wegen der fehlenden Zweizügigkeit sei auch der Antrag der Kurstadt auf Einrichtung einer Gemeinschaftsschule abgelehnt worden. Doch Mai wollte die Hoffnung nicht aufgeben. So sei die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr in der Kurstadt um 135 gestiegen. Mit dem neuen Baugebiet Rennberg sollen auch junge Familien angezogen werden. Dabei befindet sich die Schule im Dobeltal in einem baulich sehr guten Zustand, so die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage. Deshalb auch der Umzug.

Die neue Rektorin der Grund- und Haupt- mit Werkrealschule, Patricia Fischer, machte sich in der Gemeinderatssitzung denn auch für einen Umzug der Grundschule in das Dobeltal stark: "Die Lehrkräfte sind flexibler einsetzbar." Darüber hinaus lobte auch sie das Schulhaus sowie die Sporthalle im Dobeltal mit ihren großzügigen Flächen. Hinzu komme die Lage in der Natur. Für den Hausmeister werde die Arbeit ebenfalls einfacher. Momentan gebe er sein Bestes, komme aber mit der Arbeit kaum hinterher, so Fischer.

Die Rektorin ging auch auf das Thema Sicherheit ein. In der Bürgerfragestunde hatte Elternbeirätin Carmen Rothfuß-Nußberger deutlich gemacht, dass die Eltern aus Sicherheitsgründen für eine Einzäunung des Dobelbachs seien, damit keine Kinder in das Gewässer fielen. Die Lehrer seien aber dagegen, so die Elternbeirätin. Zudem würden sich die Eltern für ein Netz auf der Empore aussprechen. Darüber hinaus wollte sie wissen, ob für die Kernzeitbetreuung die alten Container des Kindergartens verwendet würden. Rektorin Fischer sagte, dass die Eltern für einen Zaun seien. Die Lehrer meinten dagegen, so Fischer, dass er nicht mehr Sicherheit bringe. Stattdessen hätten sich die Lehrer für die Anschaffung von Spielgeräten ausgesprochen, um die ein Zaun gezogen werden könne. Die Pädagogen hätten zudem nichts gegen ein Netz am Geländer der Empore einzuwenden. Die Container seien nur in den Stoßzeiten der Kernzeitenbetreuung mit 44 Kindern notwendig, nicht aber wenn 15 bis 16 Sprösslinge betreut würden, sagte die Rektorin. Stadtbaumeister Reimund Schwarz gab zu bedenken, dass sich die Kinder in den Containern wohlfühlten.

In der Aussprache sah Michael Theis (Grüne Liste) den Zeitpunkt jetzt gekommen, um das Dobeltal als Bildungszentrum zu etablieren. "Es ist die richtige Entscheidung", sagte er zum Umzug. Er sprach sich gegen eine Umzäunung des Dobelbachs aus, da es sich um ein flaches Gewässer handele. Man könne nicht alle Bäche umzäunen. Die Kinder seien auch entsprechend zu erziehen. Stadtrat Walter Pfeiffer gab zu bedenken, dass es eine hundertprozentige Sicherheit nicht gebe: "Die Ängste der Eltern sind unberechtigt." Stadträtin Kirstin Markusch-Bock fügte hinzu, dass man den Kindern etwas zutrauen müsse. Und Stadtrat Rüdiger König war der Auffassung, dass ein Zaun sogar gefährlich sein könne, weil die Rettungskräfte daran gehindert würden, an das Gewässer zu gelangen, wenn ein Kind in den Bach gefallen sei.

Stadtrat Christian Romoser fragte schließlich, was mit dem alten Grundschulgebäude passiere. Bürgermeister Norbert Mai antwortete, dass dort auch andere Organisationen untergebracht werden könnten.

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 130891

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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