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Bad Herrenalb Für Menschen und Natur gleichermaßen wichtig

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Eine Gruppe von Nebenerwerbslandwirten, Landschaftspflegern und Tierhaltern kämpft gegen Verbuschung. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Herrenalb (mak). Bei der nächsten Bad Herrenalber Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 16. September, ab 18 Uhr im Waldkurhaus Rotensol gibt es auch einen ausführlichen Sachstandsbericht zum Landnutzungskonzept und zur Mindestflurausweisung auf Gemarkung Bad Herrenalb.

Als Ziel wird in der Sitzungsvorlage Folgendes genannt: "Förderung der Landwirtschaft, die eine hohe Verantwortung für die Pflege der Kulturlandschaft und des Bodens sowie für den Schutz des Grundwassers trägt und damit einen wichtigen Beitrag für die Menschen und die Natur gleichermaßen leistet." Natur benötige "unser aller Schutz", gleichzeitig aber "bedarf sie auch unserer Pflege". Diese leisteten in hohem Maße "unsere Landwirte und Landschaftspfleger, die ausgewiesene Mindestflurkulisse in unserer Stadt ermöglicht ihnen weitere Förderungen für Natur- und Landschaftspflege".

Weiter wird informiert: Zu den Stärken von Bad Herrenalb zähle vor allem die unverbrauchte Natur und Landschaft. Deshalb sei der Tourismusstadt die Offenhaltung der Landschaft beziehungsweise die Erhaltung der typischen Kulturlandschaft ein sehr wichtiges Anliegen. Die nachhaltige Sicherung und Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe, die diese Offenhaltung auch in Zukunft gewährleisten sollen, sei eine Grundvoraussetzung.

Die Ausweisung einer Mindestflurkulisse allein reiche aber nicht aus. Um das Mosaik aus Quellfluren, Bächen, Magerwiesen, Feucht- und Nasswiesen zu erhalten und zu entwickeln, seien Aktivitäten seitens aller in der Landschaftspflege beteiligten Verantwortlichen zwingend erforderlich.

Hohe Verbuschung

Bereits bei der Mindestflurkulisse sei deutlich zu erkennen, an welchen Stellen sich auf der Gemarkung Herrenalb die kritischen Gebiete und Abschnitte für die Offenhaltung der Landschaft befänden. Sei es in den Höhenorten Neusatz und Rotensol eher die innerörtliche Verbuschung, so lägen in den Höhenlagen vom Oberen Gaistal und dem Außenbereich im Bernbachtal im hohen Maße Verwaldungen vor. "Teilweise wurden diese Wälder in den vergangenen 30 bis 40 Jahren dort angepflanzt, wo eine landwirtschaftliche Nutzung der vorhandenen Fläche mit maschineller Unterstützung nicht mehr möglich war", wird des Weiteren erklärt.

Im Naturschutzgebiet Albtal mit seinen Seitentälern dagegen sei aufgrund von Nasswiesen eine hohe Verbuschung vorhanden, die eine Bewirtschaftung ebenfalls unmöglich machten. "Die Folge daraus war Brachland, das die Landschaft sowohl im Vorderen Albtal als auch im Hinteren Albtal stark beeinflusste."

Mit der Ausweisung einer Mindestflurkulisse habe die Stadt Bad Herrenalb eine deutliche Aussage zum Gestaltungsbild ihres Natur- und Landschaftsschutzgebietes vorgenommen.

In den vergangenen zehn Jahren hätten durch die nun vorhandene Förderkulisse mehr als 60 Einzelmaßnahmen zur Wiederherstellung der ursprünglich in Bad Herrenalb vorhandenen Kulturlandschaft umgesetzt werden können.

Diese Maßnahmen würden jährlich eng mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Calw, der Oberen Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe sowie der Forstverwaltung abgestimmt und durch die Landwirte und Landschaftspfleger in Eigenarbeit vorgenommen. Für ihren zusätzlichen hohen persönlichen Einsatz für Natur und Umwelt hätten sie 2015 den Kultur- und Landschaftspreis des Landes Baden-Württemberg erhalten.

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