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Bad Herrenalb Exklusives Haus für 13 Millionen

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Beim Pressegespräch nach der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags (von links): Der Bad Herrenalber Architekt Alfred Abel erklärte das Mönchs-Posthotel-Projekt. Neben der Dolmetscherin stehen Bürgermeister Norbert Mai und Vadim Eisenkrein, Geschäftsführer der Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH. Foto: Kugel

Bad Herrenalb - Norbert Mai hat von einem persönlichen Freudentag gesprochen. Der Bad Herrenalber Bürgermeister unterzeichnete zuvor den städtebaulichen Vertrag mit der Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH. Diese will 13 Millionen Euro in das Projekt Mönchs Posthotel stecken.

Die Investorinnen, zwei miteinander befreundete Bauunternehmerinnen aus Sibirien, machte der Schultes im Juli des vorigen Jahres auf das Traditionshaus in der Stadtmitte aufmerksam. Bereits im August kauften diese das Mönchs Posthotel von Daniel Koeman, Inhaber einer niederländischen Immobilienfirma, der das Anwesen seit 2006 besaß. Danach ging es ans Ausarbeiten des städtebaulichen Vertrags, der die Rechte und Pflichten festlegt.

Klar sind sich alle Beteiligten: Das Hotel allein kann nicht wirtschaftlich betrieben werden. Deshalb entstehen jetzt entlang des Rathausplatzes und auf einer von der Stadt verkauften Teilfläche der Stadtgärtnerei weitere Gebäude. Bis Ende 2012 sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein.

Der geplante 250 Quadratmeter große Spa-Bereich (zum Hotel-Park hin "eine Art Zitronenscheibe") befindet sich laut dem Bad Herrenalber Architekten Alfred Abel zur Hälfte im Altbau. 1,5 Millionen Euro werden hier investiert. Wobei man hofft, auch Thermalwasser anbieten zu können.

Über der "Klosterschänke" (60 bis 70 Plätze), die spätestens Ende März betriebsfertig sein soll, sind großzügige Suiten mit Verbindung zum Hotel vorgesehen. Zwei Millionen Euro kostet das Herrichten der Zimmer. Mit den neuen Suiten stehen dann insgesamt 30 kleine und große zur Verfügung. Die zwei weiteren Gebäuden sehen so aus: 2000 Quadratmeter am Rathausplatz mit 14 Suiten und vier Ladengeschäften sowie 3000 Quadratmeter auf dem Stadtgärtnerei-Areal mit 27 oder 28 Suiten. Die komplette Anlage hat eine Tiefgarage mit ungefähr 60 Plätzen.

Das Mönchs Posthotel soll im Fünf-Sterne-Segment liegen. Gesucht wird bei der "Klosterschänke", die vom Hotel abgenabelt ist, nach einem Betreiber, der im Sterne-Bereich kocht. Das Hotel hat eine gesonderte Küche im Untergeschoss, so dass es eine eigene Einheit sein kann. Sinnvoll, so Architekt Abel, ist es aber, wenn alles in einer Hand liegt. Nicht zu vergessen die ehemalige "Locanda" mit etwa 30 Plätzen. Die Suiten in den zwei neuen Gebäuden, die das Hotel verwaltet, können im Übrigen gekauft werden.

Gespräche mit möglichen Betreibern hat auch der Bürgermeister schon geführt. Wieso? Beim Mönchs Posthotel seien "Namen und Renommee unzertrennbar mit Bad Herrenalb zu sehen".

Nebenbei: Als seinerzeit in der Nachbargemeinde Dobel Bürgermeister Wolfgang Krieg von russischen Investoren berichtete, kamen auch kritische Fragen wegen des Gesprächspartners Vadim Eisenkrein. Der Mann ukrainischer Herkunft, dessen Villa laut Medienangaben einst GSG-9-Beamte stürmten und der wegen Erschleichens von Aufenthaltsgenehmigungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden ist, sorgte auf der Sonneninsel für Gesprächsstoff. Jetzt ist Eisenkrein, der in Baden-Baden wohnt, Geschäftsführer der Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH.

Info

Alte Tradition

Mönchs Posthotel ist die älteste Beherbergungsstätte in Bad Herrenalb außerhalb der Klostermauern und hieß einmal "Herberge vor dem Tor". Später nannte man sie "Gasthaus zum roten Ochsen", dann "Klosterschänke".  1939 wurde das Haus beschlagnahmt, diente als Lazarett für deutsche Soldaten und später als Kaserne französischer Besatzungstruppen. Erst 1952 wurde das völlig heruntergekommene Haus freigegeben.

 Mit Sternen dekoriert

Werner Mönch wagte den Neuanfang und führte das Hotel zu ungeahnter Blüte: Von 1965 bis 1993 war die "Klosterschänke" mit einem Michelin-Stern dekoriert.

Tragisches Ende

1983 setzte Werner Mönch seinen Sohn Hubert als Hoteldirektor ein. Ihm blieb aber das Glück versagt. Im Jahr 2000 musste er Insolvenz anmelden. Mit Darlehen von Freunden kaufte er das Haus zurück. Doch das Leben des 54-Jährigen endete tragisch. Im Posthotel stürzte er zu Tode. Am Morgen des 5. Dezember 2002 fand man seine blutüberströmte Leiche in der Küche des Betriebs. Seither stand das Hotel leer und war weitgehend unberührt.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

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