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Bad Herrenalb Erst mal ein "fokussierter Entwicklungsweg"

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Januar 2017: Der offizielle Schwarzwald-Botschafter, Entertainer und Sänger Hansy Vogt (links) mit Bad Herrenalbs Bürgermeister Norbert Mai am Stand der Gartenschau Bad Herrenalb auf der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

"Sachstandsbericht Tourismus" – so lautet ein Punkt am Mittwoch, 29. Juli, auf der Tagesordnung des Bad Herrenalber Gemeinderats.

Bad Herrenalb. Bei der Gemeinderatssitzung am 22. April wurde einstimmig Ja zum Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing für das Jahr 2020 gesagt. Und zwar unter dem Vorbehalt, Einzelinvestitionen in den Betriebshaushalt ab einer Höhe von 15 000 Euro per Einzelentscheidung vom Gemeinderat beschließen zu lassen.

Klaus Lienen (CDU) monierte bei der Aussprache, dass die im Albtal aufgehängten "Tapfer-bleiben"-Plakate der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus nichts mit Tourismus zu tun hätten. Bürgermeister Klaus Hoffmann erklärte, hier handle es sich um eine Innenmarketingmaßnahme. Rüdiger König (UBV) regte an, dieses Jahr kein Geld für den 2017 vom Gemeinderat genehmigten Hirschpfad auszugeben. Kämen doch für die Stadt wohl 70 000 bis 80 000 Euro zusammen. Bürgermeister Hoffmann sagte zu, zu prüfen, ob die Umsetzungsphase noch gestoppt werden könne.

Auch mit Blick auf die Personalstruktur wurde des Weiteren angeregt, ein Konzept für den Eigenbetrieb Tourismus und Stadtmarketing dem Gemeinderat vorzulegen. Der Bürgermeister sagte zu, dieses bis Juli erstellt zu haben. Er erklärte, dass der Tagestourismus in den Mittelpunkt gestellt werden müsse. König rechnete zuvor vor: Von den 300 000 Übernachtungen könnten allerhöchstens 100 000 dem Arbeitsfeld der Kurverwaltung zugerechnet werden.

Nebenbei: Hoffmann war bis zu seinem Amtsantritt im Januar Geschäftsführer der Karlsruhe Tourismus GmbH.

Der Beschlussantrag am Mittwoch lautet nun: "Der Gemeinderat nimmt den Sachstandsbericht zur Erarbeitung einer Stadtentwicklungs- und Tourismusstrategie zur Kenntnis."

In der Sitzungsvorlage ist zu lesen: "Bis zur Gemeinderatssitzung am 29. Juli sollte ein Tourismuskonzept für die Stadt Bad Herrenalb erarbeitet und in der Sitzung vorgestellt werden." Zur Entwicklung des Konzeptes seien erste Schritte unternommen worden. "In einem intensiven Austausch wurde jedoch schnell klar, dass ein von der Stadtentwicklung losgelöstes Konzept langfristig keinen Sinn machen würde. Die erhoffte konsistente Markenwahrnehmung der Stadt Bad Herrenalb wäre nicht wahrzunehmen", heißt es weiter. Vielmehr müsste zunächst ein für die Stadt "zukunftsfähiger und fokussierter Entwicklungsweg" aufgezeigt werden, um auf dessen Basis ein zur Gesamtstrategie passendes Tourismuskonzept zu entwickeln.

Der daraufhin eingeleitete Strategieprozess beinhalte bislang: Abstimmungsgespräche, Recherchen, Abgleich der vorhandenen Untersuchungen und Ergebnisse (Stadtentwicklungskonzept 2030, Leitfaden des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg…) sowie einen ersten Expertenworkshop mit Vertretern aus der Stadt.

Zur Gemeinderatssitzung werde das begleitende Unternehmen Gruppe Drei Agentur für strategisches Marketing aus Villingen-Schwenningen den Sachstand zum bisherigen Prozess sowie die weiteren Schritte erläutern.

Private Motive

Im Februar vorigen Jahres informierte die Stadt in einer Pressemitteilung, dass Nina Schäfer, die Verantwortliche für Tourismus und Stadtmarketing in Bad Herrenalb, ihren Rückzug aus dem städtischen Eigenbetrieb bekannt gegeben habe. Schäfer werde ihren Posten auf ihren eigenen Wunsch hin zum 1. Juni 2019 aufgeben. Seither ist die Stelle vakant.

"Als Grund für ihr Ausscheiden gab sie private Motive an. Der Arbeitsbereich von Nina Schäfer wird bis auf Weiteres von den Mitarbeiterinnen des Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing übernommen", hieß es damals weiter. Schäfer war in Bad Herrenalb zuerst als Veranstaltungsleiterin der Gartenschau beschäftigt und hat danach die Leitung des 2018 neugegründeten Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing übernommen. Unter Schäfers Leitung wurden unter anderem die Veranstaltungsreihen "Kultursommer" und "Kino im Kurhaus" ins Leben gerufen.

Neue Modelle

Bettina Reitze-Lotz, Geschäftsführerin der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus, informierte im September vorigen Jahres die Mitglieder des Gemeinderats. Diese zeigten sich erfreut über viele Neuigkeiten. Der Geschäftsführerin wurde vom Gremium mit auf den Weg gegeben, mit Blick auf die Berechnung des Mitgliederbeitrags neue Modelle vorzulegen. Bislang zahlen Bad Herrenalb und Ettlingen mit jeweils 70 000 Euro pro Jahr am meisten. Zudem wurde in Auftrag gegeben, aufzuzeigen, inwiefern die Kur­stadt von Albtal Plus-Maßnahmen bislang profitiert hat. Außerdem lautete ein Wunsch, dass die "Touristiker im Haus" einen Situationsbericht geben beziehungsweise "ihre Sicht der Dinge" dem Gemeinderat mitteilen.

Zur Info: Im Dezember 2012 haben Bad Herrenalb, Dobel, Ettlingen, Karlsbad, Malsch, Marxzell, Straubenhardt, Waldbronn sowie die Vereinigung "Feine Adressen im Albtal" die Tourismusgemeinschaft als Verein ins Leben gerufen. Bad Herrenalb und Ettlingen zahlen mit jeweils 70 000 Euro pro Jahr am meisten. Die Beitragsordnung richtet sich nach Einwohner- und Übernachtungszahlen. Zu den Mitgliedern gehören mittlerweile noch sieben Albtal-Kommunen – Malsch ist nicht mehr dabei.

Bei der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald zahlt die Stadt Bad Herrenalb jährlich rund 42 500 Euro. Die GmbH wurde mit der Gründungsversammlung im Juli 2013 unter Beteiligung des Landkreises Calw und den Gemeinden Altensteig, Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, Bad Wildbad, Bad Teinach-Zavelstein, Calw, Dobel, Enzklösterle, Höfen, Nagold, Neubulach, Neuweiler, Schömberg und Wildberg auf den Weg gebracht.

Seit 2014 vertritt die Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald die touristischen Angebote des Landkreises Calw am touristischen Markt unter einer einheitlichen touristischen Strategie und einem deckungsgleichen Markenauftritt.

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