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Bad Herrenalb/Dobel Leichen-Fund: Identität des Toten bislang unklar

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Die Polizei hat auf der gesperrten Straße noch lange nach Spuren gesucht. Foto: Sabine Zoller

Bad Herrenalb/Dobel - Der Tote auf der Landstraße zwischen Bad Herrenalb und Dobel weist Schusswunden auf. Wer er ist? Das ist nur eine von vielen Fragen, die sich den Beamten noch stellen. Eine Obduktion soll mehr Licht ins Dunkel bringen.

Ein Zeuge fand den augenscheinlich schwer verletzten Mann direkt neben der L 340 zwischen Bad Herrenalb und Dobel. Der verständigte Notarzt konnte dann nur noch den Tod feststellen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei vor Ort ergaben, dass der Tote, der bislang noch nicht identifiziert ist, Schussverletzungen aufwies. Noch in der Nacht zum Dienstag hat die Kriminaltechnik die ersten Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Bei der Kriminalpolizei wurde die Sonderkommission "Tanne" mit 34 Beamten eingerichtet, die ihre Arbeit am Dienstagmorgen aufgenommen hat.

Auch eine Version eines amerikanischen Sturmgewehrs befindet sich im Besitz des Vermissten

Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat zur Klärung der Identität und der genauen Todesursache eine Obduktion angeordnet, die noch am Dienstag stattfinden sollte. Mit den ersten Ergebnissen ist aber nicht vor Mittwochnachmittag zu rechnen.

Noch bis zum Dienstagnachmittag wurde die gesperrte Landesstraße mit Unterstützung von Beamten des Polizeipräsidiums nach Spuren abgesucht.

Mittlerweile schließt die Polizei "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" aus, dass es sich bei dem Verbrechensopfer um den seit gut zwei Wochen vermissten Simon P. aus Birkenfeld-Gräfenhausen (Enzkreis) handelt. Der 50-Jährige war nach einem Streit mit Unbekannten am 29. August nicht mehr gesehen worden. Seit dem Verschwinden des Mannes fehlen auch die vielen scharfen, aber legalen Waffen des Sportschützen und Jägers.

Die 40-köpfige Sonderkommission "Wagner" untersucht diesen Fall seit mehreren Wochen, und die Ermittler rätseln weiter über den Verbleib des 50-Jährigen. Bei seiner Wohnung wurden Blutspuren gefunden, die laut Polizei eindeutig dem Verschwundenen zuzurechnen seien. Der Vermisste ist Büchsenmachermeister und wird von Bekannten und Kunden als versierter Waffentechniker charakterisiert.

Die meisten der rund 30 verschiedenen Waffen seien laut Hinweisen aus dem Bekanntenkreis Jagdwaffen. Aber es seien auch einige Handfeuerwaffen dabei. Besondere Aufmerksamkeit verdiene die zivile Version des US-amerikanischen Sturmgewehrs M 16. Es handele sich dabei um eine AR-15, ein halb automatisches Sturmgewehr, das man in Deutschland beispielsweise als Jäger legal kaufen dürfe und die sich möglicherweise im Besitz des Vermissten befunden habe.

Diese Waffe genießt international einen zweifelhaften Ruf, da sie schon oft bei Massentötungen von Amokläufern in den USA zum Einsatz gekommen war.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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