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Bad Herrenalb Der Ruland-Verbund ist jetzt verkauft

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Die Ruland-Kliniken sowie Ruland’s Thermenhotel gehören jetzt Elmar Willebrand (links) und Bernd Metzler. Auf dem Bild ist auch Brigitte Ruland-Mollien, Tochter der Firmengründer Hans und Gisela Ruland, zu sehen. Fotos: Glaser Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Dietmar Glaser

Bad Herrenalb. Paukenschlag in der Krankenhauslandschaft: Die Ruland-Kliniken und Ruland’s Thermenhotel haben seit Dienstag neue Eigentümer.

Die Klinikgruppe samt Spitzenhotel gehören jetzt Bernd Metzler und Elmar Willebrand. Sie sind Rechtsanwälte und alleinige geschäftsführende Gesellschafter der ACURA Kliniken Baden-Baden.

In einer gestern kurzfristig einberufenen Mitarbeiterversammlung in der Fachklinik Falkenburg wurde diese überraschende Neuigkeit bekannt gegeben. Verkauft sind die Fachkliniken in Pfronten, Waldbronn, Dobel und Bad Herrenalb sowie das Vier-Sterne-Superior-Hotel in Bad Herrenalb.

Derzeit arbeiten fast 1000 Mitarbeiter in diesen Häusern. Nach Aussage der neuen Eigentümer werden die Arbeitsplätze nicht angetastet. In der Mitarbeiterversammlung waren Hans Ruland und dessen Tochter Brigitte Ruland-Mollien persönlich anwesend.

Die Ruland-Gruppe wurde vor mehr als 30 Jahren von den Eheleuten Hans und Gisela Ruland gegründet. Bis zum Notartermin am späten Dienstagabend wurde sie von Hans Ruland (84) als Alleingesellschafter verantwortlich geführt. Der Verkauf wurde in Abstimmung mit seiner Familie getroffen. Diese Entscheidung fiel nicht leicht. Ruland sagte: "Ich hatte zahlreiche Anfragen zur Übernahme vorliegen. Mir war jedoch besonders wichtig, eine Nachfolgeregelung zu finden, die für mein Lebenswerk und meine Mitarbeiter eine verlässliche, zukunftsorientierte Perspektive bietet. Mit den ACURA Kliniken habe ich den Partner gefunden, der zudem die Möglichkeit bietet, den hohen medizinischen Standard und damit den guten Ruf der Ruland-Kliniken auch in Zukunft zu gewährleisten."

"Gesundheitsmarkt ist eng geworden"

Brigitte Ruland-Mollien ergriff in der anschließenden Pressekonferenz für ihren Vater das Wort und erläuterte auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten einige Hintergründe. Sie verschwieg nicht, dass es im Klinikverbund aktuelle Probleme zu lösen gibt: "Der Gesundheitsmarkt ist eng geworden. Es gibt Einbrüche bei den Belegungszahlen." Es gelte neue Konzepte zu finden, die Kliniken besser zu vernetzen und neue Alleinstellungsmerkmale zu finden. Trotz allem sei mit dem Verkauf eine bewusste, freiwillige und inhaltliche Entscheidung getroffen worden. Über den Kaufpreis war nichts zu erfahren. Bereits seit einem Jahr sei man auf der Suche gewesen, um das Lebenswerk des Vaters in andere Hände zu geben. Ganz bewusst habe man keine Finanzinvestoren gesucht, sondern einen Nachfolger mit Erfahrung und einem überzeugenden Konzept, der die bestehenden Kliniken samt Hotel fortführt und ausbaut. Nach Aussage von Ruland-Mollien haben die versammelten Mitarbeiter ihrem Vater zuletzt minutenlangen stehenden Applaus gegeben.

Zu den ACURA Kliniken gehören an den Standorten Baden-Baden und Bad Schönborn Akutkliniken, darunter ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Uni-Klinik Heidelberg, eine Rehabilitationseinrichtung, ein Medizinisches Versorgungszentrum, ein Pflegeheim sowie ein Beratungsunternehmen in Frankfurt am Main. Insgesamt sind rund 500 Mitarbeiter dort beschäftigt. "Wir sehen, insbesondere durch die räumliche Nähe zu den Ruland-Kliniken bedingt, zahlreiche Ansätze für Synergien zu den einzelnen Häusern. Als inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen sind wir in der Lage, die Gruppe perspektivisch weiterzuentwickeln, ohne den Druck kurzfristiger Renditeerwartungen. Des Weiteren kommt unseren Einrichtungen das persönliche Engagement der geschäftsführenden Gesellschafter vor Ort zugute", gaben die neuen Eigentümer in einer Presseerklärung bekannt.

Hans Ruland wird sich in seiner seit mehr als 20 Jahren bestehenden Stiftung auch in Zukunft aktiv für die Förderung der Prävention und Rehabilitation einsetzten. Eine Ausweitung der Stiftungsidee in den Bereich der Kunst ist angedacht. Das ließ Stiftungsvorstand Ruland-Mollien verlauten. Die beiden ACURA-Gesellschafter werden persönlich in der Stiftung mitarbeiten. Sie bringen damit ihre besondere Verbundenheit mit dem Unternehmensgründer zum Ausdruck.

 
 

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