Reinhold Rau und Wolfram Müller (rechts) haben drei massive Holzbänke im Klostergarten platziert.Foto: Zoller Foto: Schwarzwälder Bote

Interessengemeinschaft: Drei neue Holzbänke aufgestellt / Errungenschaften der Gartenschau erhalten

Der Klostergarten in Bad Herrenalb erwacht zu neuem Leben. Trotz Kälte und Schnee Anfang April wachsen und gedeihen Heil- und Kräuterpflanzen, die die Bedeutung der Selbstversorgung für mittelalterliche Klosterbewohner verdeutlichen. Der Garten ist auch zu einer beliebten Anlaufstelle geworden.

Bad Herrenalb. Grund dafür sind nach Aussage von Wolfram Müller und Reinhold Rau von der IG Gartenschau auch die Sitzgelegenheiten, die Ruhemöglichkeiten erlauben. "Wir haben hier nicht nur reiferes Publikum, sondern auch Gäste, die gehandicapt sind, und vor allem immer wieder viele Kinder", erklärt Reinhold Rau. Für den Vorsitzenden der Interessengemeinschaft war es von Beginn an wichtig, Sitzgelegenheiten zu haben, um das Konzept im Sinne der Gartenschau weiterzutragen. Drei Bänke wurden eingeplant.

"Wir waren damals beim Bauhof und haben per Zufall erfahren, dass die Bänke vom Minigolfplatz zur Verfügung stehen – und so haben wir diese für unseren Klostergarten genutzt", so Wolfram Müller vom Team Klostergarten, der den einst engen Kostenrahmen zur Finanzierung des Klostergartens betont. Im zweiten Jahr nach der Gartenschau waren die Bänke allerdings schon angeschlagen, so dass eine Neuanschaffung notwendig wurde.

Keine Feste, keine Einnahmen für Projekte

Im April nun wurden drei neue, handgefertigte Holzbänke mit weißem Anstrich geliefert und von den beiden ehrenamtlich tätigen Männern im Klostergarten aufgestellt. Die Anschaffungskosten betragen 3600 Euro. Nach Aussage von Rau ist dieser relativ hohe Betrag von den rund 80 Mitgliedern der Interessensgemeinschaft zu tragen. "Allerdings haben wir unser Projekt in einem Programm für nichtinvestive Städtebauförderung platzieren können, so dass 60 Prozent vom Nettobetrag gefördert werden", berichtet Rau nicht ohne Stolz und ergänzt: "Die Gartenschau ist schon längst vorbei, aber es ist uns ein wesentliches Anliegen, dass das, was die Stadt mit der Bürgerschaft einst auf die Beine gestellt hat, auch in Zukunft nachhaltig bewahrt werden soll."

Soweit es den einzelnen IG-Gruppierungen möglich ist, wurden in den vergangenen Jahren Feste initiiert, um Einnahmen und Zuwendungen für die jeweiligen Projekte zu erwirtschaften. "Aber seit dem vergangenen Jahr haben wir keinerlei Möglichkeiten für Veranstaltungen", erklärt Wolfram Müller, der im Vorjahr einen Veranstaltungskalender mit Workshops und Verkostungen im Klostergarten konzipiert hatte, aber coronabedingt alle Projekte ersatzlos streichen musste.

Am 13. Mai jährt sich nun zum fünften Mal die Eröffnung der Gartenschau – aber derzeit sind keine Veranstaltungen in Sicht.

Für alle, die sich mit dem Wissen rund um Heilkräuter vertraut machen möchten, steht jedoch der Kräutergarten offen, der übrigens in diesem Jahr auch mit Meerrettich, der "Heilpflanze des Jahres 2021", bepflanzt ist, die wie Bärlauch und Wald­meister im Mai zu blühen beginnt.

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