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Bad Herrenalb "Buntspechte"-Leiter ist von der Resonanz überwältigt

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Die Jahresaktion "Briefmarken für Bethel": Mit großem Einsatz wurde gesammelt. Foto: Pfadfinder Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Herrenalb. Ein übervoller Umzugskarton mit Briefmarken steht auf dem Tisch, in dem der neunjährige Elias wühlt. "Das ist eine Briefmarke aus Venezuela", lächelt er, als er eine besonders bunte Briefmarke herausfischt. Auch ein paar Blöcke landen als Besonderheit in seinen Händen, und den Unterschied von selbstklebenden zu nassklebenden Briefmarken kennt er inzwischen auch. Ebenso, wie die deutsche Geschichte sich in den Briefmarken widerspiegelt – Marken aus der DDR, Berlin und der Bundesrepublik sind in dem großen Berg zuhauf zu finden.

Seit Jahresbeginn haben die Bad Herrenalber Pfadfinder vom Stamm "Cherusker" mit großem Einsatz Briefmarken gesammelt: Ziel der Sammlung sind die Behindertenwerkstätten der Bodelschwinghschen Stiftung in Bethel, in denen mehr als 100 behinderte Menschen durch Spenden dieser Art eine sinnstiftende Tätigkeit erhalten.

"Wir möchten den Kindern beibringen, dass Engagement für die Gesellschaft nicht nur leicht möglich ist, sondern auch viel Freude bereitet", erklärt Jörg Klasser, Leiter der Pfadfindergruppe "Buntspechte": Im Juli hatten die älteren Pfadfinder bereits Wegsteine saniert; für den Herbst sind Helfertage auf dem Neusatzer Schwalbenhof eingeplant.

Schaut man in die Gesichter der Kinder, so sieht man deutlich den Stolz in den Augen über diesen großen Berg an Briefmarken. Bei Verwandten und Nachbarn wurde angefragt, in Firmen der Eltern, sogar aus dem Urlaub in Belgien brachte ein Kind von einem begeisterten Sammler einen ganzen Schuhkarton an doppelten Marken mit.

Aber auch viele Bad Herrenalber Bürger beteiligten sich direkt an der Aktion, indem sie alte Sammlungen stifteten – von vielen Briefmarkenalben oder Briefumschlägen bis hin zu einem großen Nachlass, der über die evangelische Kirchengemeinde den Weg zu den Pfadfindern fand. "Unglaublich war das – mit dieser Resonanz habe ich nicht gerechnet", zeigt sich Klasser ganz überwältigt und schätzt die Anzahl der Briefmarken ganz grob auf knapp 50 000.

Letztlich, und das ist für Klasser auch ein schöner Effekt, haben viele Kinder auch den Weg zu einer eigenen Briefmarkensammlung gefunden – und suchen in ihrer Freizeit nun auf Landkarten die einzelnen Länder heraus, von denen sie Briefmarken haben oder tauschen Blumenmotive gegen Sportmarken.

Gemeinsam geht’s zum Postamt

Bis Ende September läuft die Aktion noch – und dann will die Gruppe gemeinsam zum Postamt gehen und das Paket auf die Reise schicken.

Wer bis dahin noch Briefmarken beisteuern kann, ist eingeladen, sie an der OMV-Tankstelle, bei der Tourist-Info im Rathaus oder im Pfarrbüro der evangelischen Kirche abzugeben. "Der Dank aus Bethel ist gewiss", teilen die Pfadfinder mit.

Ihre Redaktion vor Ort Bad Wildbad

Markus Kugel

Fax: 07051 130891

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