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Bad Herrenalb Aufstehen anstatt still leiden

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Bad Herrenalb. Am Freitag, 24. Januar, macht Gerlinde Chahbani in Bad Herrenalb auf Altersarmut aufmerksam. Sie hält von 16 bis 18 Uhr eine Mahnwache auf dem Rathausplatz ab.

Nach eigenen Angaben hat sich die Rentnerin für den stillen Protest entschieden, um in der Kurstadt auf Altersarmut aufmerksam zu machen. Hiervon ist sie selbst betroffen, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung sagte. "Ich habe mich entschlossen, der Facebook-Gruppierung ›Fridays für Altersarmut‹ beizutreten und bei dem bundesweit ausgerufenen Aktionstag zur Mahnwache mitzuwirken."

Die Bewegung, die bundesweit mehr als 310 000 Menschen in ihrer Facebook-Vereinigung zählt, ist ihrer Aussage nach an keine Partei gebunden.

Für sie gilt, auch in der Kurstadt im Schwarzwald ein Zeichen gegen soziale Ungerechtigkeit zu setzen.

Einst selbstständig

"Ich lebe hier seit acht Jahren und will nun für ein höheres Rentenniveau protestieren, weil es schlicht unmöglich ist, von zwei Euro am Tag zu leben." Ziel ihrer Bemühungen ist eine Veränderung der Gesetzgebung, weil "schon jetzt viele Menschen nicht mehr von ihrer Rente leben können", erklärt die 69-jährige, die lange Jahre in die Rentenversicherung einbezahlt hat. Es müsse verhindert werden, dass Rentenerhöhungen von der Grundsicherung abgezogen werden, denn Rentner sollten auch in Zukunft vernünftig leben.

"Ich will nicht still leiden, sondern aufstehen", erklärt die einst selbstständige Unternehmensberaterin, die ein Banner und Infoblätter auf eigene Kosten hat erstellen lassen. "Jeder soll das Recht haben, in Würde zu altern – und das ohne finanzielle Sorgen", lautet ihr Credo, mit dem sie nun an die Öffentlichkeit geht.

"Ich komme aus den 68-ern und bin bereits damals auf die Straße gegangen", lässt die in Ettlingen Geborene wissen, die bereits viel auf der Welt herumgekommen ist.

Als Mutter von drei erwachsenen Kindern gehe es ihr darum, die Handlungsdefizite den politisch Verantwortlichen aufzuzeigen. "Ich möchte der Regierung verdeutlichen, wie schwer es ist, wenn man das wenige Geld entweder für dringend benötigte Medikamente oder aber für Lebensmittel ausgeben kann", so Chahbani.

Für die Mahnwache am Freitagnachmittag hat sie bislang noch keine Mitstreiter gefunden, aber sie ist sich sicher: "Wer sich dafür interessiert, wird kommen!"

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