​So sehen nun wirklich keine Rathaus-Chefs aus. Keine Chance für Pascal Wölfle und Franz Eisele: Die Ortsvorsteher von Ober- und Unterbaldingen sind entmachtet. Foto: Florian Hahnel

Trotz Regens und eisigen Windes entmachten die Narren in Ober- und Unterbaldingen ihre Ortschefs. Cowboyhut, Sporen und Hochprozentiges inklusive – Fasnetmodus an.

Das Wetter meinte es nicht gut mit den ostbaaremer Fasnetmenschen: Zur Entmachtung der Ortsvorsteher Pascal Wölfle und Franz Eisele regnete es, ein bissiger kalter Wind kam hinzu. Und auch sonst schlug ihnen ein wahrhaft eisiger – närrischer – Wind entgegen.

 

Die Chefs von Ober- und Unterbaldingen durften vor dem ostbaaremer Servicecenter zwar noch kurz ans Mikrofon, zu sagen haben sie vorerst aber nicht mehr wirklich etwas.

Die Narren machen sich breit und stoppen die Verwaltungstätigkeit, die Fasnet hält Einzug.

Da grinsen die Narren

Mehr oder weniger im Cowboykostüm traten Wölfle und Eisele vor das „Volk“ und anerkannten ihre Zurückstufung, in Ermangelung von passenden Stiefeln behalf sich Pascal Wölfle mit einem langen und weit über das Fußgelenk reichenden Beinkleid. Sporen an Halbschuhen sieht man auch nicht alle Tage, zur Narretei ist das aber nicht sonderlich relevant. „Gut so, dass die beiden Herren jetzt einige Tage Ruhe geben, von der Fasnet haben die ohnehin keine Ahnung“, war bei der Zusammenkunft unter anderem zu hören.

Die heimischen Tigerschweine, Brunnä-Hexen und Co. grinsten freudig, einige Flaschen Hochprozentiges wurden bereits zur Mittagszeit geöffnet. Auf der Straße wartete der Narrenbaum noch in der Horizontalen, ein überschaubarer Musikantenzug gesellte sich ein – die Baldinger sind im Fasnetmodus.