Foto: Kaletta

Trotz Dauerregens feiern 39 Gruppen einen farbenfrohen Fasnet-Mentig-Umzug: Hexen, Narros und Peitschenknaller sorgen für beste Stimmung – Süßes und Tänzchen inklusive.

Der Himmel grau, die Straßen nass, aber – ein buntes Bild bot trotz Regens der große Fasnet-Mentig Umzug.

 

Schlechtes Wetter – kennen die Narren nicht. Pünktlich zum Beginn des Umzugs setzte der mehrstündige Regen ein, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch, weder bei den Akteuren noch beim Publikum in recht fantasievollen Kostümen, teilweise auch mit Regenschirmen und Regenbekleidung ausgerüstet, die bunte und gute Laune verbreitende Narrenschar begrüßte.

Spaßig aufgelegt

Die Umzugsstrecke begann an der Friedrichstraße – in der Mitte war die Ehrentribüne aufgebaut – und endete am Rathausplatz. 39 Gruppen sorgten für beste Stimmung, sei es mit zackiger Musik, mit bunter närrischer Bekleidung und frechen Späßen. Zu sehen waren freundlich lächelnde Masken, aber auch schaurige Verkleidung und grimmige Schemmen, Hexen, Teufel, Wölfe, Bären und weitere fantasievolle Gestalten waren unterwegs.

Unter ihnen sämtliche Zünfte und Gilden aus der Kernstadt und den Ortsteilen, die auf einen historischen Hintergrund zurückblicken, aber auch Gruppierungen, die aus jüngerer Zeit stammen. Auch Familien mit origineller Verkleidung hatten sich dem Umzug angeschlossen, und alle waren stets mit Späßen bei der Sache.

Auf ein Tänzchen mit dem Narro

Die Zuschauer am Straßenrand wurden geneckt, mit Strohbündeln und Papierschnitzeln beworfen, bei manchem, wohl von dem Narren ein Bekannter, landete eine Handvoll Heu auf der Frisur. Oder jemand aus dem Publikum wurde geschnappt, um mit dem Narro bei flotten Klängen ein Tänzchen auf der Straße zu drehen.

Großzügig wurden an die Kinder Süßigkeiten verteilt, Bonbons und Gummibärchen in Tüten verpackt, wurden die Menge geworfen und rasch von Kindern und den Eltern eingesammelt. Wer den Schlachtruf der jeweiligen Zunft ergänzte, bekam eine extra Portion. Auch kleine Fläschchen mit Hochprozentigem wurden hier und da an die erwachsenen Zuschauerverteilt.

Peitschen werden geschwungen

Einige Engpässe, die den Zug zum kurzen Anhalten zwangen, wurden von der Narrenschar genutzt, um zu hüpfen, tanzen oder auch dem Hexenbesen zu reiten. Einige Hästräger führten geübtes Peitschenschwingen vor, bevor sie loslegten, wurden die Zuschauer rücksichtsvoll zur Seite geschoben.

Entlang der Umzugsstrecke gab es für die Besucher mehrere Gelegenheiten, sich mit Bratwürsten, Pommes und Getränken zu stärken. Jedoch machten sich nach dem Umzug wegen des ungemütlichen Wetters viele auf den Heimweg. Nass, etwas verfroren, aber trotzdem war zu hören: „Das war mal wieder so ein richtig schöner Dieremer Fasnet- Mentig-Umzug!“