In der Kita am Salinensee wurde Vorlesen zum Abenteuer: Leseinseln, ein Lesecafé und Eltern als Gastvorleser machten die Woche zu einem Erlebnis, das Kinder kaum losließ.
Weihnachtsbücher, Geschichtenbücher, Bilderbücher – die evangelische Kindertagesstätte am Salinensee hat den bundesweiten Vorlesetag zu einer vollständigen Vorlesewoche erweitert.
Eine Woche lang stand in der Kindertagesstätte alles im Zeichen des Lesens: Geschichten entdecken, Bücher erleben und gemeinsame Vorlesemomente genießen.
Die Idee hinter der Aktion
Das Vorlesen sei sehr wichtig für die Entwicklung, betont Kita-Leiterin Petra Rauch. Vorlesen stärke die sprachliche, kognitive und emotionale Entwicklung, indem es Wortschatz, Aufmerksamkeit und Vorstellungskraft fördert. Gleichzeitig wecke früh Freude an Geschichten und Lesen.
Um den Kindern einen besonderen Rahmen zu bieten, funktionierten die Erzieherinnen eigens die Halle um: Dort, wo sonst die Bewegungsgeräte stehen, luden nun die Sofas zusammen mit Bücherkisten zum gemütlichen Schmökern, Vorlesen und Anschauen ein.
Die Leseinseln waren sehr gut frequentiert. Als besonderen Höhepunkt richteten die Erzieherinnen ein kleines Lesecafé in der Halle her, in dem sich die Kinder Getränke und einen Keks nehmen durften.
Die Idee entwickelte sich in der Teambesprechung, erinnert sich Kita-Leiterin Petra Rauch. Für die Erzieherinnen Simone Czech und Julia Eifert war klar: „Wir wollten die Eltern in die Aktion einbeziehen.“ Zum Anfang gab es diverse Vorleseaktionen und ein Gast von der evangelischen Bücherei kam zu Besuch und stellte besondere Geschichten vor.
Eltern und Großeltern fiel eine besondere Rolle zu: Sie waren eingeladen, während der Bring- und Abholzeiten ihren Kindern eine Geschichte vorzulesen oder gemeinsam in Bilderbüchern zu schmökern. „Es war schön zu sehen, dass viele Eltern und auch Großeltern sich die Zeit genommen haben, um mit ihren Kindern zu lesen und sich den Büchern gewidmet haben“, freut sich Petra Rauch. Eltern mit ausländischen Wurzeln wurden gebeten, Kinderbücher mit ihrer Muttersprache mitzubringen und vorzulesen – eine außergewöhnliche Erfahrung für die Kinder, das Gehörte nicht zu verstehen.
Nur ein Anfang
Die Kinderbuch-Ausstellung einer Buchhandlung rundete das Angebot ab. Die Resonanz sei so gut gewesen, dass die Vorlesewoche künftig regelmäßig wiederholt wird – unabhängig vom Vorlesetag und nicht nur einmal im Jahr.