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Bad-Dürrheim Wohnraum und Arbeitsplätze für Flüchtlinge fehlen

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Eine der großen Hürden ist laut Integrationsbeauftragter Uwe Hüls die Vermittlung von Flüchtlingen in Arbeit. Oft fehle es an der Qualifikation. Integrationsprobleme gebe es weniger, Bad Dürrheim sei freundlich gegenüber Zuwanderern. (Symbolfoto) Foto: Charisius

Bad Dürrheim -​​​​​​ ​​​Ungefähr 200 Flüchtlinge hat die Kurstadt seit 2013 aufgenommen. Warum es hin und wieder zu Problemen zwischen Vermietern und Asylbewerbern kommt und warum sich die Vermittlung von Arbeitsplätzen nicht einfach gestaltet? Die Antworten lesen Sie in unserem (Schwabo plus)-Artikel.

Aktuell sind es noch 85 Flüchtlinge, die in Bad Dürrheim leben. Die meisten sind in sechs städtischen Unterkünften untergebracht, berichtet Uwe Hüls, Integrationsbeauftragter der Stadt.

"Das Albert-Schweitzer-Haus eignet sich gut", meint er. Dort sind 33 Asylbewerber untergebracht. Der Integrationsbeauftragte bemüht sich, für die in Bad Dürrheim lebenden Zuwanderer langfristig private Unterkünfte zu finden. Aber preiswerte Wohnungen in Bad Dürrheim sind gesucht, beispielsweise auch von Hartz IV-Empfängern. Deswegen müssen viele in den "Anschlussunterkünften" solange bleiben, bis sich etwas anderes findet. "Wir versuchen ›assistierte Vermietung‹", berichtet Hüls. Das läuft dann so ab, dass offiziell die Stadt Bad Dürrheim die Wohnung anmietet und die Zuwanderer unterbringt. Das bedeutet für die Vermieter eine gewisse Sicherheit.

Augenblicklich lebt eine Flüchtlingsfamilie in angemieteten Räumen. Eine weitere alleinstehende Person, die einen Job beim städtischen Bauhof gefunden hat, konnte ebenfalls aus der Anschlussunterkunft ausziehen. Mietwohnungen für Zuwanderer zu suchen ist, so sagt Uwe Hüls, "ein mühseliges Geschäft". Der 58-Jährige ist seit Mai vorigen Jahres Integrationsbeauftragter in Bad Dürrheim. Zuvor war er in Villingen-Schwenningen in enger Kooperation mit der Stadt mit der Unterbringung minderjähriger Flüchtlinge befasst.

Zuwanderern fehlen Qualifikationen

In Bad Dürrheim ist Hüls zur Hälfte Integrationsbeauftragter und zur Hälfte Sachgebietsleiter. "Die Aufgabe gefällt mir sehr gut", sagt er. "Wir sind gut aufgestellt. Bad Dürrheim ist freundlich gegenüber Zuwanderern. Allerdings sei die Stadt nach wie vor auf der Suche nach Wohnraum und nach Arbeitsplätzen. Funktioniert die Vermietung an Flüchtlinge oder gibt es Probleme? Zwischen Mietern und Vermietern gebe es immer wieder mal Streitigkeiten "an der ein oder anderen Stelle", meint Hüls. Sicher müsse man den Zuwanderern gelegentlich die deutsche Ordnung erklären, "und ich hatte auch Anlass, ihnen die Kehrwoche zu erklären." Doch die Stadt Bad Dürrheim sei sehr aktiv. "Wir kümmern uns wirklich darum, um potenzielle Konflikte zu vermeiden." Seit er als Integrationsbeauftragter arbeite, habe es noch keinen unangenehmen Vorfall gegeben. "Es war noch nicht schwierig, seit ich dabei bin."

Die Vermittlung von Arbeitsplätzen gestalte sich allerdings nicht einfach. Das liege auch an den fehlenden Qualifikationen der Zuwanderer. Die Stadt Bad Dürrheim biete Arbeit im Bauhof an. "Da sind sie richtig gut, und das ist fußläufig zu erreichen". Auch der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen beschäftige einige Zuwanderer. In den Kliniken und in der Eventgastronomie gebe es ebenfalls Arbeitsplätze "Es könnten aber noch ein paar mehr Arbeitsstellen sein", schränkt Hüls, der auf die gute Kooperation mit dem Integrationsmanager im Kreis verweist, ein. Er sichtet Zeugnisse und Zertifikate, schaut in Stellenbörsen, beschafft Arbeitserlaubnisse bei den Ausländerbehörden und das in enger Abstimmung mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes und der Arbeitsvermittlung des Jobcenters,

Nachtschichten erschweren Einstellungen von Asylbewerben in der Produktion. "Mit dem ÖPNV ist das extrem schwierig", meint Hüls. Im Sommer könnten die Zuwanderer zwar mit dem Fahrrad fahren, aber im Winter nicht.

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