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Bad-Dürrheim Wildschweine vor allem rund um Öfingen ansässig

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Wenn sich Wildschweine im Maisfeld zusammenrotten, sind Frust und Ärger programmiert. Auch um die Kurstadt kämpft man mit dem Problem.Foto: Frankenberg/© Eric Isselée – AdobeStock.com Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Dürrheim (wst). Macht sich eine Rotte Wildschweine über einen Maisacker oder ähnliches her, bleibt oftmals kein Halm auf dem anderen. Auf der Bad Dürrheimer Gesamtgemarkung hat man vor allem in Öfingen und auch rund um den Baldinger Berg mehr oder weniger große Probleme mit den Tieren.

Traditionell kommen die Wildschweine vor allem auch im Amtenhauser Tal vor, es war früher das Wildschweinjagdgebiet des Donaueschinger Fürstenhauses Fürstenberg. Große Treibjagden wurden dort veranstaltet, und man hielt unter dem Jahr die Bestände relativ hoch, bejagte sie wenig, um dann für die Jagdgesellschaft eine Menge Tiere bieten zu können. Das hat sich laut Revierförster Matthias Berger geändert. Die Bestände werden das ganze Jahr über bejagt.

Die Bestände fanden in diesem Gebiet natürlich auch genügend "Mast". So nennt man die Früchte von Eichen und Buchen. Diese sind bei dem Schwarzwild beliebt, ebenso wie Mais, gefolgt von Weizen und Hafer.

Die Population der Tiere ist gestiegen, aber auch die Anzahl der Jagden. Hier schließen sich auch immer wieder mehrere Jäger zusammen und veranstalten zum gleichen Termin eine Drückjagd, denn die Tiere sind schlau und wechseln bei Gefahr gerne den Standort und damit oftmals auch die Reviergrenzen.

Nicht bejagt werden Bachen und Frischlinge, im Gegensatz zu Überläufern und männlichen Tieren, führt Berger weiter aus. Drückjagden gibt es vor allem auf der Ostbaar. Um die Kernstadt sind diese ausgeschlossen aus verschiedenen Gründen: Zum einen ist der Wald hier Naherholungsgebiet, zum anderen gibt es zu viele Straßen und Wege.

Was die Schäden auf den Äckern und Wiesen angeht, so schätzt der Förster sie als durchschnittlich ein, im Wald gebe es nur geringe. Den Mais bevorzugen die Tiere unter anderem auch, weil er Deckung bietet. Es gab schon Fälle, da ist eine Rotte tagsüber nicht mehr in den Wald gewechselt, sondern blieb im Acker. Es ist für einen Jäger auch nicht einfach, in einem Maisfeld einen Schaden zu finden oder zu sehen, wenn er im Innern des Feldes liegt. Erkannt werden kann es beispielsweise durch Gänge, über die die Wildschweine in Maisacker kommen.

Auf der Baar habe man im Gegensatz zum Schwarzwald weniger Probleme mit radioaktiv verseuchtem Wildschweinfleisch. Der Grund dafür liegt im Hirschtrüffel, das ist ein Pilz, der bevorzugt im Schwarzwald auf den Gneis- und Granitböden wachse und welchen die Wildschweine dort auch fressen. Über diesen gelangt die radioaktive Strahlung in den Körper der Schwarzkittel.

Mit wenigen Konflikten auf der Baar rechnet Förster Matthias Berger in Bezug auf den Wolf. Das führt er auf die Erschließungsdichte mit Autobahn und Schnellstraßen zurück und darauf, dass die Waldstücke keine große Ausdehnung haben. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Wolf sich hier wohlfühlt." Anders sieht es wiederum beim Feldhasen aus. Dessen Population ist zuletzt gestiegen. Grund dafür waren die trockenen Sommer und milden Frühjahre. Auch nehmen die Greening-Flächen zu. Das sind Flächen, die nicht genutzt werden. "In diesem Jahr habe ich den ersten Junghasen schon im Februar gefunden", erzählt er. Allerdings lebt er gefährlich – vor allem wegen Krähen, Hauskatzen, Fuchs und Marder.

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