Sie freuen sich, dass das Projekt "Lern-Lotse" in Bad Dürrheim durch bisherige und neue Ehrenamtliche weiter geführt werden kann (von links): Angelika Strittmatter, Erhard Teichert, Jonathan Hauser, Alexandra Diebold, Astrid Gauggel, Brigitte Cebulla und Anne Brombacher. Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder-Bote

Lern-Lotsen: Ehrenamtliches Projekt wird verstärkt angeboten / Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung

Nachdem das Projekt "Lern-Lotse", eine Initiative der "Bürgerlotsen", ein Jahr lang auf Eis lag, kann es jetzt durch ehrenamtlich Engagierte wieder verstärkt angeboten werden. Zu den bereits vorhandenen kamen weitere Personen hinzu.

Bad Dürrheim (kal). Im Jahr 2012 wurde das Projekt ins Leben gerufen. Bis zu neun Kinder wurden von sieben Lotsen betreut. Ebenfalls ehrenamtlich hatte sich eine Person als Ansprechpartnerin zur Verfügung gestellt, die, wie auch einige andere Lotsen, inzwischen ausgeschieden ist. Man hatte Sorge, das Projekt würde einschlafen. Ein Aufruf mit toller Resonanz wurde gestartet.

Mit Jonathan Hauser, dem Bundesfreiwilligen im Generationentreff Lebenswert, steht nun wieder ein Ansprechpartner zur Verfügung. Er wird zwischen Schule, Lern-Lotsen und Eltern koordinieren und die Termine vereinbaren.

Wie Angelika Strittmatter vom Verein Lebenswert wissen ließ, werde durch die Lern-Lotsen Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung angeboten für Familien, die sich das finanziell nicht leisten könnten. Mit dem Projekt soll Kindern und Jugendlichen die gleichen Bildungschancen wie ihren Mitschülern geboten werden. Sie sollen gestärkt, ermutigt und zum Lernen motiviert werden.

Schulsozialarbeitern Astrid Gaugel konnte aus Erfahrung berichten, wie wertvoll das Projekt ist und von den Lehrkräften sehr positiv angesehen wird. Jonathan Hauser wies darauf hin, dass bei Inanspruchnahme gewisse Kriterien erfüllt werden müssen, bei Anmeldung würden sie von einer Fachkraft überprüft, auch würden die jeweiligen Lehrer kontaktiert.

Bei einem Treffen stellten sich die bisherigen und die neuen Losten vor. Seit knapp zwei Jahren ist Alexandra Diebold mit dabei, die nach ihren Worten zwei Schülerinnen mit Erfolg im Fach Deutsch betreut. Brigitte Cebulla, ehemalige Exportleitein, gehört ebenfalls seit zwei Jahren zu den Lernlotsen. Sie gibt einer Grund- und einer Realschülerin Nachhilfe in Englisch. Nicht nur pauken, sondern mit Spaß lernen, ist ihre Devise. Neu hinzu kam Anne Brombacher aus Donaueschingen. Die dreifache Mutter von inzwischen erwachsenen Kindern möchte sich einbringen, um anderen Kindern zu helfen. "Ich bin gespannt, was auf mich zukommt, darauf freue ich mich", so die gelernte medizinisch-technische Assistentin.

Auch Erhard Teichert aus Bad Dürrheim gehört jetzt zu den Lern-Lotsen. Der 70-jährige Ingenieur möchte seinen Ruhestand bereichern, indem er sich in dieses Projekt einbringt. Wie er erzählte, werde er einen elfjährigen Schüler betreuen, der aus etwas schwierigen Familienverhältnissen stamme und Motivationsprobleme habe.

Personen, die sich ebenfalls als Lern-Lotsen einbringen möchten, sind willkommen. Eine pädagogische Ausbildung ist nicht erforderlich, auch Gymnasiasten könnten mit dabei sein. "Zeit, Geduld und Verständnis sind wichtig", so Angelika Strittmatter. Die Unterrichtsstunden finden im Generationentreff in der Viktoriastraße statt, hier wurde ein entsprechender Arbeitsplatz eingerichtet. Für Anfragen und Auskünfte steht Jonathan Hauser unter der Telefonnummer 07726/ 38 90 337 zur Verfügung, per E-Mail: info@generatioentreff-lebenswert.de oder direkt im Generationentreff, montags bis freitags von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: