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Bad-Dürrheim Tiefe Symbolik in der Architektur

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Pfarrer Bernhard Jaeckel erläutert die Bilder und Symbolik in der Johanneskirche. Foto: Zährl Foto: Schwarzwälder Bote

Sakrale Architektur der Nachkriegszeit hat häufig einen schlechten Ruf. Das Landesamt der Denkmalpflege will diesen verbreiteten Vorurteilen begegnen. Dazu wurde die Initiative Zwölf gestartet.

Bad Dürrheim. Zwölf Kirchen in Baden-Württemberg wurden ausgewählt, die beispielhaft für gelungene Sakralarchitektur der 1960er- und 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts stehen. Eine dieser besonderen Kirchen ist die Johanneskirche in Bad Dürrheim. Entworfen und gebaut hat die Kirche der bekannte Architekt Horst Linde.

Insgesamt ist die Architektursprache Lindes darauf ausgerichtet, durch Material- und Formenwahl den Eindruck von Leichtigkeit zu erwecken. So schuf er in Bezug zur nahen Natur zusammen mit dem Künstler Georg Meistermann einen Raum geborgener Transparenz. Schon von weitem ist der Turm neben der Kirche zu sehen, der für die nach oben gestreckte Hand des nach Gott rufenden Menschen steht. Die Hand kommt dreimal vor. Das abschließende Trinitätsfenster am Ende des Altarraumes zeigt Gottes ausgestreckte Hand und bindet seitlich den dahinterliegenden Kapfwald ein.

Das gesamte Gebäude zeigt eine harmonische, gut austarierte Farbwahl mit einer reichen Symbolik. So wurde die Kirche nicht nur als besonderes Objekt, sondern als Ort einer Wanderausstellung ausgewählt Diese wird vom Landesamt für Denkmalpflege gemeinsam mit den evangelischen und katholischen Landeskirchen und den Kirchengemeinden vor Ort durchgeführt.

Je ein Sakralbau stellt sich einen Monat lang samt einem reichen Rahmenprogramm vor. Gleichzeitig werden die anderen elf Kirchen in Form von Drei-D-Drucken, virtuellen 360-Grad-Panoramen und zeitgenössischen Bilder auf ­Tischen präsent sein. Die Ausstellung in Bad Dürrheim dauert vom 1. bis zum 26. Februar und beginnt mit einem Festakt am Samstag, 1. Februar, um 19 Uhr.

Zur Ausstellungseröffnung trägt der örtliche Verein der Kunstschaffenden und Kunstfreunde Bad Dürrheim mit eigenen Bildern unter dem Titel "Was löst die Kirche in uns aus?" bei.

Folkhard Cremer, Inventarisator beim Landesamt für Denkmalpflege, hält den Festvortrag "Die Kirchenbauten der Nachkriegszeit am Beispiel der Johanneskirche". Am Sonntag, 2. Februar, 10 Uhr, wird ein Festgottesdienst gefeiert.

In der Festwoche werden für die Jungschar, die ­Konfirmanden und die Minis interne Veranstaltungen und am 15. Februar ein eigener Kindertag angeboten. Verlegt wurde vom 2. auf Samstag, 15. Februar, 19 Uhr, das ­Kirchenkonzert im Rahmen der Stunde der Kirchenmusik mit "Opus 4" den Posaunisten des Gewandhausorchesters Leipzig. Eingeladen sind alle Interessierten. Die Kirche ist tagsüber für Besucher geöffnet.

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