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Bad-Dürrheim Talbachgraben bekommt mehr Natur

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Mehr Natur, so wie auf unserem Themenfoto dargestellt, soll der Talbachgraben künftig bekommen. Die Arbeiten dazu sollen noch im Oktober oder November beginnen. Foto: pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

"Mehr Natur in den Talbach!" Dieses Vorhaben soll in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Welche Maßnahmen dazu erforderlich sind, erläuterte Stefany Lambotte vom Umweltbüro Bronner des Gemeindeverwaltungsverband dem Ortschaftsrat.

Bad Dürrheim-Öfingen. "Gut, dass das jetzt verwirklicht werden kann. Das ist bei uns ein Anfang!" bemerkte Ortsvorsteherin Astrid Schweizer-Engesser erfreut. "Eine Aufwertung, die dem Wasser und dem Auge gut tut", versicherte Stefany Lambotte. Betroffen ist der Talbach, der über ein Flurstück auf der Gemarkung Öfingen fließt. Mit dieser Maßnahme, die ins ELR (Entwicklungsprogramm ländlicher Raum) aufgenommen wird, solle ein schönes Naturerlebnis geschaffen werden. Der Bach sehe recht traurig aus. Er habe einen monotonen, gradlinigen Bachverlauf, im Bachbett und am -ufer fehle es an Strukturen und Gehölzen. Daran solle nun mit dem Ziel einer naturnahen Entwicklung gearbeitet werden.

Die Wasserqualität habe sich in den vergangenen Jahrzehnten verbessert, erklärte die Expertin, doch die Gewässerstrukturen hätten oft Defizite. Geplant sei nun der Einbau von Strukturelementen, wie Baumstubben, Buhnen und Gehölzgruppen am Gewässerrand. Somit werde durch Blüten verschiedener Pflanzenarten Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen. Gleichzeitig eine Vernetzung von Lebensräumen, sowie eine Vernetzung des Mikroklimas. Auch sei eine Minderung von Eintragungen aus der Landwirtschaft, zum Beispiel irgendwelche Gifte, zu erwarten. Durch die Bepflanzungen werde das Gewässer zudem schattiger gehalten und werde dadurch nicht so erwärmt. Erfahrungen hätten gezeigt, dass sich durch kühleres Wasser der Fischbestand wesentlich erhöht habe. Mit den ersten Maßnahmen solle im Oktober oder November begonnen, die naturnahen Entwicklung des Gewässerstreifens solle ab 2021 umgesetzt werden.

Unter 10 000 Euro Kosten

Zu den Kosten bemerkte Stefany Lambotte, dass sie deutlich unter 10 000 Euro liegen werden. 50 Prozent werde aus dem ELR-Programm übernommen, 50 Prozent von der Stadt Bad Dürrheim, da diese der Eigentümer ist. Sie werde auch die Pflegemaßnahmen übernehmen, die jedoch nicht gleich auf sie zukommen werden, da sich alles erst entwickeln müsse.

Einstimmig befürwortete das Gremium die geplante Anlegung von Rasengräber auf dem Öfinger Friedhof. Gemeinsam mit dem Kirchengemeinderat sei eine Reihe am Weg entlang zur Aussegnungshalle vorgesehen. Die sich dort noch befindlichen Gräber sollen in absehbarer Zeit geräumt werden. Die Rasengräber, die sich bereits mehrere Öfinger Bürger gewünscht hätten, werden ohne Umrandung sein, denkbar sei darauf ein Kreuz oder ein Grabstein zu setzten. Die Pflege werde durch den Bauhof erfolgen.

Ausnahmslos wurde dem Baugesuch in der Haugenrainstraße zugestimmt. Hier soll über drei vorhandenen Stellplätzen ein Carport mit Terrasse entstehen.

Auf eine Neuigkeit im Ort verwies Astrid Schweizer-Engesser unter dem Punkt Bekanntgaben: Von verschieden Streuobstwiesen werden demnächst durch die Landfrauen Äpfel aufgesammelt, die durch den Bad Dürrheimer Mineralbrunnen zu Streuobstschorle vermarket werden. Und auf dem Sportplatz werde in den nächsten zwei Wochen durch das Unternehmen Energiekonzept Deutschland eine moderne Flutlichtanlage installiert.

Seit dem vergangenen Montag habe in der Osterberghalle wieder der Übungsbetrieb wieder begonnen, mit allen Vorgaben für die Schutzmaßnahmen. "Das ist für alle etwas komplett Neues", so die Rathauschefin.

Ausgleichsmaßnahmen werden demnächst als ökologische Aufwertung von einem Gremium festgelegt. Vorgesehen sei eine Fläche am Himmelberg. Der Festplatz des Musik- und Trachtenverein werde davon nicht tangiert, so die Ortsvorsteherin.

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