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Bad-Dürrheim Stimmung ist freundlich und gelassen

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In Sabines Schreibstube sperrt Inhaberin Sabine Fink einen Teil ihres Geschäftes ab. Fotos: Zährl Foto: Schwarzwälder Bote

Das Virus mit dem "C" sorgt dafür, dass die Europäer aus dem Takt kommen, raus aus dem gewohnten Leben. Was macht das mit den Menschen in Bad Dürrheim, wenn die meisten Läden und alle Lokale geschlossen sind?

Bad Dürrheim. Trotz Frühlingswetter sind wenige flanierende Menschen im Kurpark, leere Stühle und Bänke im Freien. Menschen halten auf der Straße Abstand zueinander und grüßen doch.

Was passiert eigentlich in den geöffneten Geschäften? Der erste Gang führt zur Salinenapotheke. Die Mitarbeiter tragen keine Schutzkleidung, keinen Mundschutz, weil derzeit nichts zu beschaffen ist. Dies ist eine schwierige Situation, denn wenn die Mitarbeiter krank werden, steht die Versorgung der Kunden auf dem Spiel. Die Inhaberin der Salinen- und Johannisapotheke, Andrea Kanold, hat nach Lösungen gesucht, wie sie sich und ihre 25 Mitarbeiter schützen kann. Sie wurde fündig. Nach einem Foto hat ein einheimischer Fensterbauer passgenaue Plexiglasscheiben für jeden Arbeitsplatz angefertigt. Olga Antoni sagt dazu: "Wir sind sehr froh, dass wir uns schützen können und jeden Tag für unsere Kunden da sein können." Für die Kunden sind am Boden große Nummern angebracht, die für den richtigen Abstand der Kunden untereinander sorgen.

Die Inhaberin zeigt sich sehr zufrieden mit ihren hochmotivierten Mitarbeitern und lobt die disziplinierte Kundschaft. Sie selber ist derzeit sehr beschäftigt Rohstoffe zu besorgen, damit die begehrten Desinfektionsmittel hergestellt werden können. Der Beratungsbedarf dazu ist hoch.

In der Schreibstube von Sabine Fink ist auch eine Plexiglasscheibe in Auftrag gegeben, die im Zahlbereich ­installiert wird. Der Laden ist mit einem Band abgesperrt, da die Dekoartikel nicht verkauft werden. Ihre Kunden sind dankbar, dass sie geöffnet hat, und einige bekommen die gewohnten Zeitschriften direkt nach Hause geliefert.

Auch in der Metzgerei ist Betrieb. Die breiten Theken sind gute Abstandshalter. Auch hier sind Regeln für die Kunden formuliert. Alle Waren und Tagesessen können mitgenommen werden. Die Mitarbeiterin Kaza Kacolojewic erzählt, "dass nach telefonischer Bestellung die Kunden mittels einer Kooperation alle Waren des täglichen Lebens geliefert bekommen".

Die alteingesessene Bäckerei Fischerkeller liefert nach telefonischer Bestellung morgens zwischen 8 und 9.30 Uhr die frischen Brötchen und die Brote direkt ins Haus. Auch in der St.-Georgs-Apotheke ist der Zugang beschränkt, aber die Menschen bestellen telefonisch und so müssen sie nur einmal vorbeikommen.

Bei einer anderen Bäckerei sind die Stühle im Essbereich hochgestellt. Ein bebildertes Informationsblatt liegt aus. Im Bezahlbereich steht eine große Plexiglasscheibe oben auf der Theke. Michelle Keine meint: "Derzeit fehlen die Schüler. Doch die Stammkunden kommen wie immer." Auch hier wird schon mal dem Senior die Brezel geliefert.

In allen Geschäften werden die Kunden gebeten, Abstand zu halten und auch mal draußen zu warten. Trotzdem – die Stimmung ist freundlich und gelassen. Erfreulich auch die Gesprächsbereitschaft und Offenheit bei den Inhabern und den Kunden.

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