Über den Winterdienst wird diskutiert. Foto: Archiv

Verwaltung stellt Streu- und Räumdienst um. Anlieger verwenden weiterhin Splitt.

Bad Dürrheim - Betroffen ist auch die Gemeindeverbindungsstraße Biesingen-Öfingen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung zeigte sich Hochemmingens Ortschaftsrat Harald Fischerkeller alles andere als erfreut: Schließlich zahle man Steuer und die Straßen sind aus Steuergeldern finanziert.

Bauhofleiter Michael Liedtke wies darauf hin, dass die Straßen ganz normal geräumt werden und nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei starkem Schneefall und Verwehungen gesperrt werden, wenn man mit dem Räumen nicht nachkommt. Dies soll verhindern, dass die Straßen trotzdem befahren werden und die Autofahrer im Winter 2014/15 aus dem Schnee gezogen werden müssen.

Die Strecken hätten laut Verwaltung während des starken Schneefalls und der Verwehungen nur mit sehr großem Aufwand offengehalten werden können. Andere wichtigere Strecken hätten dann aus Kapazitätsgründen nicht ausreichend geräumt und gestreut werden können. Nach Rücksprache mit der Verkehrsbehörde würde die Stadt für die Wintermonate eine verkehrsrechtliche Anordnung bekommen, die im Bedarfsfall eine zeitweise Sperrung gestattet.

Es gibt auch Neuerungen in Sachen Straßenstreuen. In der Kernstadt wurden die innerörtlichen Straßen bislang weitestgehend mit Splitt gestreut, bei extremer Glätte oder Vereisungen auch mit einem Salz-Splitt-Gemisch, so die Verwaltung.

Die Gemeindeverbindungsstraßen (GVS) wurden bisher nur mit Splitt gestreut. Die Streuung mit wenig oder gar keinem Salz hat sich allerdings bei bestimmten Witterungsbedingungen als sehr aufwendig und wenig zielführend herausgestellt.

Der Bauhof hat deshalb in Absprache mit der Verwaltung im letzten Winter fast ganz auf Splitt verzichtet und vermehrt Salz sowie Feuchtsalz zum Einsatz gebracht.

Kosten bei Entsorgung

Liedtke erklärte, dass die Streuung mit Splitt mehr Zeit brauche, außerdem fielen Kosten bei der Entsorgung an: Pro Lkw-Ladung mit eingesammeltem Splitt müssten 1700 Euro bezahlt werden. Die Technik beim Salzstreuen habe sich außerdem weiterentwickelt, und es werde deutlich weniger Salz verwendet als früher.

Die Menge habe sich von 40 Gramm pro Quadratmeter auf nunmehr 15 Gramm reduziert.

Beschlossen wurde folgendes: Es wird künftig in verschiedene Straßenkategorien unterschieden und gestreut. Auf verkehrsreichen innerstädtischen Straßen wird Salz und Feuchtsalz ausgebracht. Es folgen sonstige innerstädtische Straßen mit Salz und Splittgemisch. Auf Gemeindeverbindungsstraßen wird Salz oder Feuchtsalz verwendet, auf der GVS Hirschhalde-Sunthausen (parallel zur K5705) und auf der GVS Biesingen–Öfingen (ab K5705 bis Feldweg Baumgärtle) gibt es keine Streuung.

Auf Gehwegen gilt laut Bürgermeister Walter Klumpp weiterhin die Vorgabe, mit Splitt zu streuen. Dort ändere sich also bei der Räumpflicht für die Anlieger nichts.

Wie Klumpp außerdem anmerkte, sei eine gefährliche Kehre auf dem Weg zum Waldcafé ausgebaut worden. Damit könne die Strecke mit den Fahrzeugen des Bauhofs wieder geräumt werden.

Bad Dürrheim (wst). Der Plan, den Winterdienst auf Gemeindeverbindungsstraßen Hochemmingen-Mühlhausen wie auch nach Sunthausen im Winter nicht mehr zu räumen gefällt einigen Hochemmingern nicht. Betroffen ist auch die Gemeindeverbindungsstraße Biesingen-Öfingen. Schließlich zahle man Steuer und die Straßen sind aus Steuergeldern finanziert. Bauhofleiter Michael Liedtke wies darauf hin, dass die Straßen ganz normal geräumt werden und nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei starkem Schneefall und Verwehungen gesperrt werden, wenn man mit dem Räumen nicht nachkommt. Dies soll verhindern, dass die Straßen trotzdem befahren werden und die Autofahrer im Winter 2014/15 aus dem Schnee gezogen werden müssen.

Die Strecken hätten laut Verwaltung während des starken Schneefalls und der Verwehungen nur mit sehr großem Aufwand offengehalten werden können. Andere wichtigere Strecken hätten dann aus Kapazitätsgründen nicht ausreichend geräumt und gestreut werden können. Nach Rücksprache mit der Verkehrsbehörde, würde die Stadt für die Wintermonate eine verkehrsrechtliche Anordnung bekommen, die im Bedarfsfall eine zeitweise Sperrung gestattet.

Es gibt auch Neuerungen in Sachen Straßenstreuen. In der Kernstadt wurden die innerörtlichen Straßen bislang weitestgehend mit Splitt gestreut, bei extremer Glätte oder Vereisungen auch mit einem Salz-Splitt-Gemisch, so die Verwaltung. Die Gemeindeverbindungsstraßen (GVS) wurden bisher nur mit Splitt gestreut. Die Streuung mit wenig oder gar keinem Salz hat sich allerdings bei bestimmten Witterungsbedingungen als sehr aufwendig und wenig zielführend herausgestellt.

Der Bauhof hat deshalb in Absprache mit der Verwaltung im letzten Winter fast ganz auf Splitt verzichtet und vermehrt Salz sowie Feuchtsalz zum Einsatz gebracht.

Die Testphase hat folgende Ergebnisse gebracht: weniger Splittverbrauch und somit geringere Reinigungsarbeiten und kostenintensive Entsorgung zeitnahe Herstellung der Verkehrssicherheit durch offene, geräumte Straßen Straßeneinlaufschächte und Kanäle mit geringerer Verschmutzung Einsparung von zeitintensivem Nachstreuen durch höheren Kontroll- und Streuaufwand, somit Einsparung von Personalkosten, Betriebsmittel für Fahrzeuge und Geräte weniger Reklamationen und somit zufriedene Bürger Fazit der Verwaltung: das Streuen mit Splitt verursacht einen deutlich höheren Aufwand als mit Salz, zudem ist die Qualität im Sinne von verkehrssicheren Straßen geringer.

Umweltberater Gerhard Bronner hat als Ergänzung zu den technischen Argumenten die aktuelle Einschätzung hinsichtlich Winterdienst und Umwelt recherchiert: Im Wesentlichen stützen sich die nachfolgenden Ausführungen auf eine Studie des Ökoinstituts und des Hydrotox-Instituts, die sich wiederum auf Schweizer Quellen stützen. Bei einer gesamthaften Umweltbetrachtung (Energieaufwand, Korrosionsschäden, Feinstaub, Gewinnung und Entsorgung) ist das Streuen mit Splitt auf solchen Flächen umweltverträglicher, die nicht oder nur sehr langsam von Fahrzeugen befahren werden (Gehwege, verkehrsberuhigte Zonen). Auf normalen Straßen (auch Tempo-30-Zonen) dagegen wird der Splitt schnell weggeschleudert und es muss nachgestreut werden, was dazu führt, dass aus Umweltsicht Splitt keine Vorteile gegenüber Salz hat.

Splittstreuung ist deutlich aufwendiger, sie führt zu höherem Unterhaltungsaufwand im Kanalnetz. Durch Staubentwicklung und Entsorgung hat auch Splitt spezifische Umweltnachteile.

Beschlossen wurde folgendes: Es wird künftig in verschiedene Straßenkategorien unterschieden und gestreut. Auf Rang eins verkehrsreiche innerstädtische Straßen mit Salz und Feuchtsalz. Es folgen sonstige innerstädtische Straßen mit Salz und Splittgemisch; Gemeindeverbindungsstraßen mit Salz oder Feuchtsalz, auf der GVS Hirschhalde-Sunthausen (parallel zur K5705) auf der GVS Biesingen–Öfingen (ab K5705 bis Feldweg Baumgärtle) gibt es keine Streuung.

Gehwege und Plätze mit versiegelten Oberflächen mit Salz und Splittgemisch sowie Spazierwege und Plätze mit unversiegelten Oberflächen mit Splitt.

Bad Dürrheim (wst/rtr). Der Plan, den Winterdienst auf Gemeindeverbindungsstraßen Hochemmingen-Mühlhausen wie auch nach Sunthausen im Winter nicht mehr zu räumen, gefällt einigen Hochemmingern nicht. Betroffen ist auch die Gemeindeverbindungsstraße Biesingen-Öfingen. Schließlich zahle man Steuer, und die Straßen seien aus Steuergeldern finanziert.

Bauhofleiter Michael Liedtke wies in der jüngsten Gemeinderatssitzung darauf hin, dass die Straßen ganz normal geräumt werden und nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei starkem Schneefall und Verwehungen, gesperrt werden, wenn man mit dem Räumen nicht nachkommt. Dies soll verhindern, dass die Straßen trotzdem befahren werden und die Autofahrer wie im Winter 2014/15 aus dem Schnee gezogen werden müssen. Die Strecken hätten laut Verwaltung während des starken Schneefalls und der Verwehungen nur mit sehr großem Aufwand offengehalten werden können. Andere wichtigere Strecken hätten dann aus Kapazitätsgründen nicht ausreichend geräumt und gestreut werden können. Nach Rücksprache mit der Verkehrsbehörde, würde die Stadt für die Wintermonate eine verkehrsrechtliche Anordnung bekommen, die im Bedarfsfall eine zeitweise Sperrung gestattet.

Es gibt auch Neuerungen in Sachen Winterdienst auf den Straßen. Wie Liedtke erläuterte, sei bereits im vergangenen Jahr der Versuch unternommen worden, an Stelle von Splitt vermehrt Salz zu verwenden. Das spare Zeit und Kosten. So müsse gebrauchter Splitt teuer entsorgt werden, für eine Lastwagenladung Splitt müsse 1700 Euro bezahlt werden. Der zeitliche Aufwand liege bei der Splittstreuung wesentlich höher, weil öfter gefahren werden müsse. Dank technischer Neuerungen müsse wesentlich weniger Salz verwendet werden, früher seien es rund 40 Gramm pro Quadratmeter gewesen, mittlerweile nur noch etwa 15 Gramm. Liedtke befürwortete nach den positiven Erfahrungen im vergangenen Jahr, mit Salz und Feuchtsalz auf Gemeindeverbindungswegen und innerstädtischen verkehrsreichen Straßen zu streuen. Splitt und Salz könnte bei sonstigen innerstädtischen Straßen sowie Gehwegen verwendet werden. Ausschließlich Splitt werde für Spazierwege verwendet. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

Wie Bürgermeister Walter Klumpp anmerkte, müssten Anlieger nach wie vor ihren Gehwegabschnitt räumen und mit Splitt streuen. Daran ändere sich nichts. Der Waldweg zum Waldcafé könne nun wieder mit Räumfahrzeugen des Bauhofs befahren und geräumt werden, nachdem eine gefährliche Kehre dort ausgebaut worden sei.