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Bad Dürrheim So fühlte sich das Coronavirus für eine 28-Jährige an

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Eine 28-jährige Bad Dürrheimerin war nach einem Skiurlaub in Österreich in häuslicher Quarantäne. (Symbolfoto) Foto: Anrita1705 / pixabay

Bad Dürrheim - Sonja K.* aus Bad Dürrheim hat sich mit dem Coronavirus infiziert und gilt mittlerweile offiziell als genesen. Da die 28-Jährige nur milde Symptome gespürt hat, will sie nun anderen jungen Menschen die Angst nehmen und Mut machen. In unserem (SB+)Artikel schildert sie, wie genau sich die Infektion angefühlt hat und wie es ihr mit der ganzen Situation erging. 

18 Tage ist es her, dass sich Sonja K. nach einem Skiurlaub mit Freunden in vorsorgliche selbst in Quarantäne begeben hat. Sieben Tage, seit dem die 28-Jährige weiß, dass sie vom Urlaub in Österreich nicht nur schöne Erinnerungen zurückgebracht hat, sondern auch die Diagnose: "Coronavirus positiv". 

Am ersten Tag nach der Rückkehr habe sie ein leichtes Kratzen im Hals gespürt, berichtet die 28-Jährige dem Schwarzwälder Boten in einem Telefoninterview. Tag zwei beschreibt sie dann so: "Ich habe mich schlapp gefühlt und hatte etwas Gliederschmerzen." Am Anfang dachte die Bad Dürrheimerin, sie bilde sich das alles nur ein. Deshalb vermutete sie am dritten Tag, als sie etwas erhöhte Temperatur hatte, zunächst auch einen grippalen Infekt oder etwas ähnliches. Sonja K. fühlte sich an diesem Tag etwas schlapp und hatte Kopfschmerzen. Eine Paracetamol schaffte jedoch Abhilfe. 

Nur drei Tage Symptome

"Es waren schon unspezifische Symptome", meint die 28-Jährige. Normalerweise habe sie bei Erkältungen immer Schnupfen oder Halsschmerzen. Corona habe sie dagegen als "allgemeines Krankheits- und Schwächegefühl" erlebt. "Es war gar nicht schlimm", erzählt sie. Und dazu auch noch recht kurz: Nur die ersten drei Tage spürte Sonja K. die beschriebenen Symptome. Danach sei sie höchstens noch etwas "schwach" gewesen und habe Mal ein ganz leichtes Brennen im Hals gespürt. 

An Tag sechs - einem Freitag - bekam Sonja K. dann die Nachricht, die ihre Vermutung bezüglich eines grippalen Infekts über den Haufen schmiss: Eine Freundin, mit der sie gemeinsam im Skiurlaub war, war positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Es war ein Schock", erinnert sich die 28-Jährige. Ab da fragte sich Sonja K. permanent: Ist es sinnvoll, sich testen zu lassen? Schließlich war sie weitgehend symptomfrei. Sie recherchierte im Netz, fand auf ihre Frage aber keine richtige Antwort. "Man hat nicht wirklich viele Infos gefunden, ob man sich jetzt testen lassen muss, soll, oder kann", sagt sie. 

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Sie kontaktierte das Gesundheitsamt, aber auch dort hieß es lediglich, sie könne, aber müsse sich nicht testen lassen. Sonja K.: "Ich bekam keine konkrete Aussage." Dabei hätte sie sich diesbezüglich Klarheit gewünscht, meint die Betroffene. Auch bei ihrem Hausarzt, den sie erst am Montag - Tag neun - erreichte, bekam sie keine Empfehlung für oder gegen einen Test. 

Sonja K. entschied sich schließlich für einen Test. Noch am selben Tag holte sie sich vom Hausarzt eine Überweisung und ging zur Teststelle auf dem Schwenninger Messegelände. "Irgendwie will man es schon wissen. Auch für die Zukunft: Weil man davon ausgeht, dass man danach immun ist. Das möchte man wissen. Und man will auch wissen, ob man andere noch anstecken kann, oder nicht", erklärt sie. 

Gewissheit an Tag elf nach der Rückkehr aus dem Urlaub

Am Mittwoch - Tag elf nach der Rückkehr aus dem Urlaub - dann die Gewissheit: Das Gesundheitsamt teilte ihr das positive Ergebnis am Telefon mit und befragte sie zu ihren Symptomen. Auch wurde sie darüber informiert, dass sie noch bis einschließlich Sonntag - Tag 16 nach der Rückkehr aus Österreich - in Quarantäne bleiben solle. Nach Ablauf dieser Zeistpanne nochmals getestet wurde sie nicht - ganz nach der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, Patienten dann aus der Isolierung zu entlassen, wenn der Beginn der Symptome mindestens 14 Tage her ist und der Betroffene seit mindestens 48 Stunden symptomfrei ist.

Die Quarantäne ist inzwischen abgelaufen, ein mulmiges Gefühl hat Sonja K. dennoch. "Es ist ein komisches Gefühl", erklärt sie. Die 28-Jährige würde sich besser fühlen, wenn sie ein negatives Testergebnis vorliegen hätte. 

Indes fühlt sich die Bad Dürrheimerin körperlich wohl und gesund. Familie und Freunde haben sie während der Isolation unterstützt. Auf die ersten Treffen mit anderen nach der Quarantäne - natürlich unter den Maßgaben des gesetzlichen Kontaktverbots - ist Sonja K. allerdings gespannt: "Ich hoffe, dass die Leute einem nicht komisch gegenübertreten."

*Name von der Redaktion geändert.

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