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Bad-Dürrheim/Simmersfeld Regionentheater nach Sturm von Existenz bedroht

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Der Stum hat das komplette Trapezblechdach der Hauptspielstätte des Regionentheaters im schwarzen Wald abgedeckt. Jetzt ist die Frage, wie es weitergeht. Foto: Stadler

Bad Dürrheim/Simmersfeld - Am Sonntagmittag um kurz nach 13 Uhr hat ein Sturm das Trapez-Blechdach am Festspielhaus Simmersfeld abgedeckt. Das Gebäude ist der Sitz des Regionentheaters, das auch in Bad Dürrheim erfolgreich spielt. Es ist in seiner Existenz bedroht.

"Regionentheater aus dem schwarzen Wald" nannte der Gründer Andreas Jendrusch seine Ensemble, das in Bad Dürrheim eine zweite Heimat hat. Sowohl im Kurhaus als auch in der dritten Kuppel des Narrenschopfs treten sie immer wieder auf mit Theater, Comedy sowie Kinderstücken – und das mit Erfolg. Durch den Sturmschaden ist das Ensemble in seiner Existenz bedroht, aber, so verspricht Jendrusch, "wir geben nicht auf".

Am Sonntag um 13.28 Uhr, so Udo Zink, Pressesprecher der Feuerwehr im Kreis Calw, habe man bei der Feuerwehr Simmersfeld Alarm ausgelöst, der später auf alle Feuerwehrabteilungen ausgedehnt wurde. Die Feuerwehr Altensteig rückte mit Drehleiter- und Führungsfahrzeug an. Insgesamt waren aus Simmersfeld 15 Einsatzkräfte und vier Fahrzeuge sowie aus Altensteig sieben Einsatzkräfte und zwei Fahrzeuge im Einsatz.

Auch die Mieter des gemeindeeigenen Gebäudes, die Kulturwerkstatt Simmersfeld und das Regionentheater, wurden benachrichtigt. Es galt, die empfindliche und teure Veranstaltungstechnik zu sichern, da wegen des anhaltenden Sturms niemand auf das Gebäude steigen und die Räume mittels Abdeckplanen vor eindringendem Regen schützen konnte. Der komplette Veranstaltungsraum, vor allem der Holzboden, Inventar und Mobiliar waren gefährdet und mussten im Innenbereich mit Planen vor Nässe geschützt werden. die Veranstaltungstechnik wurde mit rund 50 Personen schnellstmöglich aus dem Haus gerettet.

Die Feuerwehr sicherte sowohl das Dach als auch das gesamte Gebäude, so gut und so sicher es ging vor weiteren Schäden. Darüber hinaus habe man die umherfliegende, als Dämmmaterial verwendete, Glaswolle rund um die Halle eingesammelt, in Säcken verstaut und in Containern gesichert. Bis zum Dienstag durfte jedoch aus Sicherheitsgründen keiner auf das Dach, beschreibt Andreas Jendrusch die Situation im Gespräch, der Schock ist ihm in der Stimme immer noch deutlich anzuhören. Erst nachdem der Sturm nachließ konnte das Dach des Gebäudes mit Planen abgedichtet werden.

Für das Regionentheater ist es finanziell bezüglich der Auftritte ein Totalverlust. Bis Ende April musste Jendrusch zehn Veranstaltungen absagen, darunter auch die geplante Premiere des Stücks "39 Stufen", da das Bühnenbild völlig ramponiert sei. Das Schauspiel hätte auch am 8. April in Bad Dürrheim aufgeführt werden sollen, Jendrusch versucht auf ein Ersatzstück umzuplanen. Das ist aber nicht so ganz einfach, da die Schauspieler teilweise natürlich auch andere Engagements hätten. Irgendwie will er jedoch am Sommertheater festhalten. Somit hat der Sturm am Sonntagmittag der Spielsaison 2019 einen großen Dämpfer verpasst und damit auch dem kleinen Jubiläum des fünfjährigen Bestehens der Company.

Auf der Facebookseite des Regionentheaters bedanken sich die Verantwortlichen für die umfassende Hilfe von Feuer, Rettungskräften und vielen anderen, die sich beteiligten sowie für die Anteilnahme. Wann das Haus wieder intakt und die Bühne bespielbar ist, ist völlig ungewiss. Nach Auskunft des Sachverständigen gegenüber Jendrusch müsse bei so einem schweren Schaden die komplette Statik geprüft werden.

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