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Bad-Dürrheim Sanierung der Lidl-Kreuzung noch in diesem Jahr

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Foto: Strohmeier Foto: Schwarzwälder Bote

Eine solche Abstimmung gab es im Gemeinderat schon lange nicht mehr: Um die Sanierung der Lidl-Kreuzung gab es eine Kampfabstimmung. Der Antrag von FW- und LBU-Fraktion wurde knapp abgelehnt. Die Sanierung kommt, allerdings auch nicht so wie von der Verwaltung vorgeschlagen.

Bad Dürrheim. Die Wellen auf der Fahrbahn in der so genannten Lidl-Kreuzung sind unübersehbar. Sie sind mittlerweile so ausgeprägt, dass die Verkehrssicherheit in Frage gestellt wird. Ging man ursprünglich von rund 330 000 Euro aus, brachte das genauere Hinsehen die Überraschung: 640 000 Euro hat das Ingenieurbüro BIT ausgerechnet und diese auch begründet. Allerdings angesichts der anstehenden Einsparungszwänge wollten die Gemeinderäte das so nicht einfach absegnen, es wurde nach Einsparmöglichkeiten gesucht – und gefunden.

Die Untersuchung der Straße brachte verschiedene Mängel hervor. Die tiefen Spurrillen der Fahrbahn sind nur Ausdruck von Problemen die im Unterbau liegen. Rund 11 000 Fahrzeuge passieren täglich die Kreuzung, acht Prozent davon ist Schwerlastverkehr.

Wichtiger Knotenpunkt: Rund 11 000 Fahrzeuge passieren die Lidl-Kreuzung täglich

Isabell Bucher stellte die Planung vor. Auf der Robert- Bosch-Straße (Einfahrt zum Industriegebiet) sind 140 Meter Sanierung geplant, auf der Carl-Friedrich-Benz-Straße (Achse Kaufland – Reno) sind es 130 Meter. Bei beiden Straßen muss man tief graben. 70 Zentimeter auf der Robert-Bosch-, 100 Zentimeter auf der Carl-Friedrich-Benz-Straße. Der Grund: Die Straße ist für die aktuelle Verkehrsbelastung nicht ausgelegt, diese müsse erhöht werden. Ausgelegt ist sie für eine Belastung der Gruppe 3,2. Notwendig ist es, dies auf zehn zu erhöhen. Auch weil man grundsätzlich Probleme mit dem natürlichen Untergrund hat, dieser sei Lehm haltig. Durch dieses tiefe Graben, müssen auch die Gehwege neu asphaltiert und die Randsteine neu gesetzt werden. Zusätzlich wollte man noch in der Robert-Bosch-Straße in Höhe der Schreinerei Mayle einen Kanal erneuern, Kostenpunkt: 70 000 Euro.

Die Arbeiten sollten in drei Bauabschnitten bewerkstelligt werden: am 24. August wäre Start auf der Robert-Bosch-Straße, hier dauern die Arbeiten sechs Wochen, danach geht es sieben Wochen in die Carl-Friedrich-Benz-Straße, Bauende ist auf den 20. November kalkuliert. Den Kanal wollte man 2021 erneuern. die Umleitung würde über das Messegelände erfolgen, sollte ein verkaufsoffener Sonntag im November stattfinden, müsste man hierfür separate Regeln vereinbaren. In diesem Zuge wurde auch bekannt, dass das Kaufland, das zur Schwarz Gruppe in Neckarsulm gehört, nicht mehr beabsichtigt, eine eigene Zufahrt zu bauen. somit gäbe es auch keine Entlastung in der Zufahrt zum Industriegebiet über die Robert-Bosch-Straße.

Eine neue Asphaltschicht würde laut Ingenieurbüro höchstens zwei bis drei Jahre halten

In der Diskussion wurde angesprochen, ob man nicht nur abfräsen und eine neue Asphaltschicht auftragen könne. Man könne, antwortete Dominik Bordt von BIT-Ingenieure, aber das halte zwei oder drei Jahre. Man sah dies nicht als Alternative.

Wolfgang Kaiser (LBU) wies darauf hin, dass die Verkehrssicherheit nur im Kreuzungsbereich gefährdet sei, man könne die Sanierung auf diesen Bereich beschränken. So sah das auch Klaus Götz (FW). Die Einsparung schätzte Bordt auf 20 bis 30 Prozent. Derya Türk-Nachbaur wollte ursprünglich auch dafür plädieren, doch nach der Erklärung der Fachleute tendierte sie zu der großen Lösung.

Die LBU- und die FW-Fraktion sahen dies alles zwar ein, jedoch mit der Länge haderten sie. Und auch die Kanalsanierung sah man im Moment bei der Kassenlage als unnötig an, zumal sie sowieso separat gemacht würde. So kam es zu einem gemeinsamen Antrag von LBU und FW, formuliert von Klaus Götz.

Man beantragte die Länge auf den Verkehrsicherungsaspekt zu begrenzen und auf die Kanalsanierung zu verzichten. Über diesen Antrag wurde zuerst abgestimmt, das Ergebnis war denkbar knapp, er wurde mit einer Stimme abgelehnt. Es gab 14 Ja-, 15 Nein-Stimmen. Heinrich Glunz beantragte die Sanierung wie geplant durchzuführen, aber auch ohne die Kanalsanierung. Hier gab es 16 Ja- und 13 Nein-Stimmen.

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