Machen sich Gedanken zur Barrierefreiheit der Postagentur am neuen Standort in der Friedrichstraße 20 (von links): Christof Rösch (Stadtbauamt), Behindertenbeauftragte Hannelore Prochnow, Horst Paul Kutschera, Peter Sterk und Architekt Peter Mahn. Foto: Reutter Foto: Schwarzwälder-Bote

Behindertenbeauftragte Hannelore Prochnow lehnt Rampe mit zehn Prozent Steigung ab / "Das geht nicht"

Von Markus Reutter

 

Bad Dürrheim. Die Postagentur möchte zum 17. November von der Scheffelstraße in die Friedrichstraße 20 umziehen. Doch gerade was die Barrierefreiheit am neuen Standort angeht, gibt es Bedenken.

Die Behindertenbeauftragte Hannelore Prochnow stellte beim gestrigen Pressetermin klar: "So geht es nicht" und lehnte damit eine Rampe mit zehnprozentiger Steigung ab, die nach vorläufiger Planung Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator den Zugang zur Post ermöglichen soll. Zehn Prozent seien viel zu steil, betonte Prochnow im Gespräch mit Architekt Peter Mahn vom Büro Rebholz, das die Planung im Auftrag des Postagenturbetreibers Carmelo Moretti übernommen hat.

Bei dem Ortstermin war von Seiten des Bauamts Christof Rösch zugegen, und gemeinsam wurde nach einer Lösung gesucht, die den Erfordernissen an Barrierefreiheit besser gerecht wird. Dabei kam ein Zugang von einem Weg zwischen Post und benachbartem Gasthaus zur Sprache, über den eine Rampe ohne größere Steigung angelegt werden könnte. Mahn geht nur von "unwesentlich" höheren Kosten im Vergleich zur bisherigen Planung aus. Die Stadt wird laut Rösch nun diese Möglichkeit prüfen, schließlich führe die Rampe auch über städtisches Gelände. Wie wichtig Barrierefreiheit gerade in Bad Dürrheim mit seinem hohen Anteil an älterer Bevölkerung ist, unterstrich Gemeinderatsmitglied Monika Link.

Als weiteren Punkt sprach Hannelore Prochnow die Parksituation vor der künftigen Post an. Drei Stellplätze mussten ausgewiesen werden, die sich auf der Südseite des Gebäudes befinden. Wobei in der Runde kritisch hinterfragt wurde, ob diese nicht ganz einfach anzufahrenden Parkplätze auch tatsächlich angenommen werden.

Rösch merkte an, dass die Stadt ein Parkkonzept für die Friedrichstraße erstellen will. Prochnow hofft, dass sich dadurch die Parksituation verbessert, auch für die Kunden der Post.