Markus Spettel, Geschäftsführer der Kur – und Bäder GmbH blickt auf ein Rekordjahr im Tourismus der Kurstadt zurück, was die Ankünfte und die Übernachtungen betrifft. Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder Bote

Tourismus: Kur- und Bäder GmbH freut sich über Plus von 4,81 Prozent / Bettenangebot weiterentwickeln

Ein erneutes Rekordjahr für den Tourismus kann die Kur- und Bäder GmbH vermelden. Mit einem Plus von 4,81 Prozent bei den Gästeankünften im vergangenen Jahr konnte ein bisher noch nie erreichtes Rekordhoch verbucht werden, teile Geschäftsführer Markus Spettel mit.

Bad Dürrheim. Mit insgesamt 97 505 Gästeankünften stehe die Kurstadt kurz davor, die 100 000er-Marke zu knacken. Selbst zu Glanzzeiten Anfang der 90er-Jahre sei man weit davon entfernt gewesen.

Im Jahr 2000 konnte mit 44 962 Ankünften nicht mal die Hälfte an Gastanreisen verbucht werden. Spettel spricht von einem sehr erfreulichem Ergebnis das mächtig stolz mache, auf dem man sich jedoch nicht ausruhen möchte. "Man muss stets am Ball bleiben, Entwicklungen und Trends beobachten und darauf reagieren", so der Geschäftsführer.

Dem weiterhin stark wachsenden Wettbewerb und der dynamischen Entwicklung auf dem Tourismus- und Gesundheitsmarkt könne man nur erfolgreich begegnen, wenn man sich stetig weiterentwickle. Eine große Schlüsselrolle spiele die Weiterentwicklung des quantitativen, aber auch vor allem qualitativen Bettenangebotes. In den vergangenen Monaten seien 14 neue, sehr hochwertige Ferienwohnungen entstanden. Beim direkten Branchenvergleich nehme Bad Dürrheim bereits eine Vorreiterrolle unter den Heilbädern und Kurorten ein, 2019 habe man mit den erzielten Zuwächsen erneut überdurchschnittlich abschneiden können. Feststellen lasse sich, dass die Ankünfte in der Kur­stadt auf dem Selbstzahler- beziehungsweise Urlaubsmarkt gegenüber dem Vorjahr um 5,25 Prozent angestiegen sind, bei den Übernachtungen habe es eine Steigerung von 3,3 Prozent gegeben. Insgesamt läge der Anteil der Selbstzahler bei 78 023 Gästeankünften und bei 267 850 Übernachtungen.

Auch bei den Kliniken konnte bei den Ankünften und bei den Übernachtungen jeweils ein Plus verbucht werden. In den acht Kliniken der Kurstadt habe man 18 582 Gäste mit 403 159 Übernachtungen verzeichnen können.

Im Jahr 2019 seien 81 Prozent der Gäste Selbstzahler gewesen, 19 Prozent haben die Klinikgäste mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 21,7 Tagen ausgemacht. Bei den Selbstzahlern seien es durchschnittlich 3,4 Aufenthaltstage gewesen. Dass Deutschland für die Bundesbürger immer mehr ein beliebtes Urlaubsland ist, sei an den Zahlen erkennbar: Insgesamt 78 Prozent der Ankünfte und 89 Prozent der Übernachtungen haben Gäste ausgemacht, wobei das Land Baden-Württemberg mit 55 Prozent am stärksten vertreten sei. Bei den ausländischen Gästen liege die Schweiz mit 69 Prozent an der Spitze, andere Länder – darunter Frankreich, Niederlande, Italien, Israel, Belgien, Österreich, Großbritannien und Polen – sind mit einem bis sieben Prozent vertreten. Was die Altersstruktur betreffe, nehmen bei den Selbstzahlern mit 19,8 Prozent die zwischen 56- und 65-jährigen den ersten Platz ein, bei den Gästen in den Kliniken seien es die über 66-jährigen mit einem Anteil vom 36,8 Prozent.

Bereits zu Beginn des Jahres sei habe es einen weiteren Aufwärtstrend gegeben. Bei den Ankünften sei es gegenüber 2019 ein Plus von 5,19 Prozent bei den Übernachtungen 6,65 Prozent.