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Bad-Dürrheim Neue Projekte für Ferienwohnungen

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Im Mai soll das Haus mit den Ferienappartements am Waldcafé fertig sein und das Wirtehepaar (von links) Hubert und Christian Fischer, Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel sowie dessen Mitarbeiterinnen Andrea Maiers und Regina Basler. Foto: Schwarzwälder Bote

Sechs neue Ferienwohnungen sind fertig, acht weitere sollen im Mai dazukommen. Die Standorte sind in der Bad Dürrheimer Luisenstraße und in Hochemmingen am Waldcafé, beide Projekte haben eines gemeinsam: Sie sind naturnah eingerichtet mit viel Holz und bauen auf Hochwertigkeit.

Bad Dürrheim. Sabine Ketterer hat gerade den Elektriker da, der noch einige Dinge im Haus programmiert. Das Treppenhaus ist mit Granitfliesen ausgelegt, der Verputz an den Wänden ist aus Muschelkal in den Wohnungen liegt auf den Böden Echtholz. Da mussten sie und ihre Helfer drei Mal einen Schutzfilm auftragen verrät sie bei der Besichtigung. Die Möbel kommen alle von einem Freiburger Händler, bestehen aus Echtholz und sind Made in Germany.

Die Ausstattung der sechs Wohnungen ist sehr hochwertig, die Fliesen in den Bädern zum Teil aus Silberquarzit. Die Arbeitsplatten in den Küchenzeilen aus Granit, die Herde mit Induktionsfeldern ausgestattet. Angst, das etwas demoliert wird von den Gästen oder nicht pfleglich damit umgegangen wird, hat sie eher weniger.

Andrea Maiers bei der Kur und Bäder für die Vermarktung und Buchungstools zuständig erklärt dazu folgendes: Je hochwertiger die Produkte in einer Wohnung, desto besser passen die Gäste darauf auf – das bestätigen auch immer wieder die Fachleute, mit denen sie in Bad Dürrheim unterwegs ist, um Ferienwohnungen zu klassifizieren. Es gäbe sozusagen die "Hobbyvermieter" von Ferienwohnungen und diejenigen mit wirtschaftlichem Interesse. Bei den "Hobbyvermietern" ist die Ausstattung eher niedrigpreisig. So liegt die Preisspanne in der Kurstadt bei diesem Übernachtungssegment zwischen 35 und 140 Euro. Es ist also für jeden etwas erschwingliches dabei. Wobei es einige Vermieter gäbe, die seit Jahren keine Preiserhöhung hatten, aber auch nicht investiert hätten. Rechne man die Teuerungsraten dagegen, wurden diese somit sogar billiger, so Spettel.

Sabine Ketterer zeigt sich auch überrascht bezüglich Alter der Gäste und Gründe, welche nach Bad Dürrheim locken. So hatte sie kürzlich eine ganze Studentengruppe beherbergt und wollte von diesen jungen Leuten wissen: Warum sie ausgerechnet Bad Dürrheim und keine Großstadt für ein gemeinsames Wochenende buchten? Die Antwort war, das in der Kurstadt vieles fußläufig zu erreichen ist. Die Restaurants, die Therme, die Natur zum Spazieren gehen und zum Wandern. Insgesamt so erzählt die Inhaberin aus ihrer Erfahrung im vergangene halben Jahr seien es sehr viele jüngere Leute und junge Familien, die nach Bad Dürrheim kämen. Dadurch wurde sie auch wieder dem Bewusst, was die Stadt bietet. "Bad Dürrheim muss sich nicht verstecken, wir sind ein toller Ort." Einen Traum hat die Heilpraktikerin aber noch: Dass in der Solestadt irgendwann wieder Salz gesiedet wird.

Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel ergänzt aus der Sicht der Kurortvermarkter, dass man vieles habe und die Eigenattraktiv hoch sei. Zudem: Je mehr qualitativ hochwertige Betten, desto besser ist es für die Stadt. Auch freute er sich, dass einheimische Familien investieren. Jeder Euro fließt im Endeffekt wieder nach Bad Dürrheim zurück. "Wir wollen nicht quantitatives, sondern qualitatives und nachhaltiges Wachstum."

Das Gleiche gilt für die Familie Hubert und Christina Fischer, die Inhaber des Waldcafés. Sie bauen momentan in Hochemmingen am Waldcafé acht Appartements in der Größe zwischen 20 und 70 Quadratmetern. Auch sie haben sich für eine ökologische Bauweise entschieden, der Bau wird komplett in Holz abgewickelt. Eine Herausforderung war der Schallschutz der Wohnungen. Hier hat sich Hubert Fischer zunächst in der Region nach Informationen umgeschaut. wurde jedoch erst in Rosenheim und Österreich in den Tourismusorten fündig. Die Wohnungen wurden auf so genannte Silentblöcken gestellt. Diese verhindern die Schallübertragung von der einen in die andere Wohnung. Die Fertigteile zu dem Haus, dass in das bestehende Gebäudeensemble eingepasst wurde kommen von der Firma Holzbau Kienzler in Vöhrenbach und wurden in Tannheim gefertigt. Die Planungsarbeiten wurden bei dem Projekt – wie auch bei Familie Ketterer – von dem Architekturbüro Rebholz in Bad Dürrheim vorgenommen.

Mit dem Neubau wird auch das Marketing des Waldcafés verändert. Da gibt es zum ersten diesen bekannten und etablierten Namen und dann ist da der Kapfhof. Der Gastronomiebetrieb hat seit je her eine angegliederte Landwirtschaft und die bleibt mit der Bewirtschaftung des Grünlandes und dem Ackerbau erhalten und da man mit der Adresse Vorm Holz im wahrsten Sinne des Wortes nur einen Schritt vom Kapfwald entfernt ist, kam der Name Kapfhof zustande. Die Ferienwohnungen erhalten den Namen "Echtzeit". Christina Fischer führt dazu aus, dass mit "Echtzeit" Zeit nehmen für sich und individuelle Zeit gemeint ist. Ausgestattet sind die Zimmer in verschiedenen Hölzern von Zirbel über Fichte und Eiche bis zu Altholz. Im Mai sollen die Arbeiten am Haus abgeschlossen sein.

Hubert Fischer erläuterte zu dem Betrieb, dass beispielsweise rund 60 bis 70 Prozent des Strombedarfs aus den eigenen Photovoltaikanlagen gedeckt wird. Aktuell überlegt man sich, einen Stromspeicher anzuschaffen.

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