Jonathan Hauser (rechts) zeigt dem neuen Bundesfreiwilligen Dirk Walter, was seine Aufgaben sein werden. Foto: Cools Foto: Schwarzwälder-Bote

Generationentreff: Dirk Walter löst Jonathan Hauser als Bundesfreiwilliger ab

Von Jasmin Cools

Bad Dürrheim. Des einen Abschied ist des anderen Neuanfang. Der 19-jährige Abiturient Dirk Walter aus Königsfeld tritt ab August die Nachfolge des Bundesfreiwilligen Jonathan Hauser im Generationentreff Lebenswert an – und damit in große Fußstapfen. "Du bist schnell zu einem der beliebtesten Männer hier geworden", schwärmt Angelika Strittmatter, Mitglied des Generationentreff-Vorstands.

Seit September vergangenen Jahres hatte Hauser den Generationentreff unterstützt. "Wir haben von Jahr zu Jahr deutlicher gespürt, dass wir Hilfe bei den Aufgaben brauchen", erklärt Strittmatter, warum der Generationentreff seit 2014 eine Bundesfreiwilligenstelle ausschreibt. Nur so könne man die Erreichbarkeit sowie die Öffnungszeiten garantieren.

Auch sei es wichtig, dass die 13 Gruppen, die sich regelmäßig in der Viktoriastraße treffen, einen Ansprechpartner hätten, und wenn es sich auch nur um Kleinigkeiten, wie ein defektes Licht, handle. Ebenso würden Anliegen der Besucher schneller aufgenommen und umgesetzt. Ein banales, aber aktuelles Beispiel sei die Bestellung neuer Sitzkissen. "Wir können Themen mithilfe des Bundesfreiwilligen einfach schneller abarbeiten", freut sie sich über die Entlastung.

Hauser war in seiner Zeit beim Generationentreff zudem für den Internetauftritt verantwortlich sowie für die Öffentlichkeitsarbeit. "Er hat sich schnell eingearbeitet, ist gut auf die Leute zugegangen und hatte schnell seine Ansprechpartner. Jonathan war sozusagen das Gesicht des Generationentreffs", lobt sie den 20-jährigen Bad Dürrheimer. "Am Anfang ist man noch ziemlich allein, aber am Ende hat man sich ein riesiges Netzwerk aufgebaut", schildert Hauser seine Erfahrung. Er wird bald eine Ausbildung bei der Sparkasse beginnen.

Sein Nachfolger Dirk Walter konnte sich beim Bewerbungsverfahren – obgleich seine Entscheidung eher kurzfristig fiel – gegen zwei Mitbewerber durchsetzen. "Hier muss man viel selbstständig arbeiten und sich durchbeißen", motiviert Vorstandsmitglied Wolfgang Götz den Neuen. Der ist bereits motiviert: "Ich strebe eine Ausbildung im verwaltungstechnischen Bereich an und kann mir hier ein paar Fertigkeiten aneignen", spricht Hauser über seine Erwartungen.

Götz und Strittmatter wissen derweil, dass soziales Engagement nicht selbstverständlich ist. Zwar verdiene der Bundesfreiwillige im Gegensatz zu den Ehrenamtlichen noch ein kleines Taschengeld, aber "Kohle machen kann man hier nicht", sagt Strittmatter flapsig. "Wir bangen jedes Jahr, ob wir wieder jemanden für die Stelle bekommen", gibt Götz zu.

Für den Herbst habe der Generationentreff viele Veranstaltungen geplant: von Elternseminaren über Seniorenfahrtraining und eventuelle Englischkurse bis zum Bewerbungstraining. Inzwischen kommt der Treff auf rund 120 Mitglieder. So wird Walter ab August bereits alle Hände voll zu tun haben. Der 19-Jährige sieht es optimistisch und freut sich auf die Herausforderung.

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