Selbstgestricktes führen die Damen vom "lustigen Nähkörble" bei ihrer Modenschau "Schick in Strick" vor (von links): Hilda Hutterer, Maria Voigt, Ingrid Mies, Tanja Pöllet, Hannelore Handel und Organisatorin Hedwig Baur. Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder-Bote

Modenschau"Lustiges Nährkörble" von großem Besucherandrang überrascht

Bad Dürrheim (kal). Kreativ sein, Spaß dabei haben und anderen etwas Gutes tun. So geht es im "Lustigen Nähkörble" zu, das gestern Nachmittag im Generationentreff Lebenswert zu einer Modenschau unter dem Motto "Schick in Strick" eingeladen hatte.

"Dass viele kommen werden, habe ich erwartet, aber nicht, dass es so voll wird", staunte Hedwig Baur, die Organisatorin der handarbeitenden Frauen. Bereits im Frühjahr wurde eine Modenschau veranstaltet, und weil diese gut besucht wurde, haben sich die Damen zu einer zweiten entschlossen. In der Cafeteria des Hauses gab es bald kein Durchkommen mehr, die Helfer schleppten eifrig weitere Stühle an, und immer noch kamen weitere Besucher, unter den vielen Frauen auch einige Männer.

Während sie bei Kaffee und Gebäck dicht beieinander saßen, suchten sich die fünf Modells im hinteren Raum die Strickbekleidung aus, die sie den Besuchern vorführen wollten. Jacken, Westen, Pullover, Ponchos, Schal und Mützen lagen reichlich auf den Tischen bereit, dazu auch der passende Modeschmuck. "Alles von Hand selbst gemacht", bestätigte Hedwig Baur, die als Moderatorin im Einsatz war.

Während sich die Damen zwischen ihren Vorführungen umzogen, griff Otto Mätzig in die Tasten seines Akkordeons und ließ flotte Musik erklingen. Mit sechs Frauen hat Hedwig Baur vor fünf Jahren mit dem "Lustigen Nähkörble" begonnen, inzwischen kommen jeden Dienstagnachmittag von 14 bis 17 Uhr bis zu 20 fleißige Damen, die zu Wolle, Strick- und Häkelnadeln greifen. So entstehen hübsche Dinge, für Erwachsene und Kinder. Derzeit seien gestrickte Socken der Renner, erzählt die Organisatorin.

"Es macht einfach Spaß. Außerdem bekommt man von den anderen immer wieder gute Tipps und Anregungen", versichert eine der mitmachenden Damen. Alle Artikel können käuflich erworben werden, die Einnahmen spenden die Frauen zu hundert Prozent an die Deutsche Kinderkrebshilfe in Freiburg. Nicht ohne Stolz zeigt Hedwig Baur eine Dankes-Urkunde, die aufzeigt, dass in den Jahren von 2012 bis 2015 ein Betrag in Höhe von 15 000 Euro gespendet wurde.

Wollspenden werden gerne entgegengenommen, allerdings keine "abgelagerten" Reste.

Viel Wert legen die Frauen darauf, dass sie aus gutem Material aktuelle Bekleidung herstellen können. Dass im nächsten Frühjahr wieder eine Modenschau stattfinden wird, ist bei diesem Erfolg so gut wie sicher.

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