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Bad-Dürrheim Mit Handy barrierefrei durch Kurstadt

Von
Stadtplaner Gunther Wölfle (rechts) gibt den am Forschungsprojekt "Access" Beteiligten eine Schulung, wie Daten von Gebäuden erfasst und in die Datenbank eingepflegt werden. Die Daten sollen per Handy abrufbar werden, um Menschen mit Behinderungen ein barrierefreies Vorkommen in der Kurstadt zu erleichtern. Foto: Reutter Foto: Schwarzwälder-Bote

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Von Markus Reutter

Bad Dürrheim. Die Kurstadt leistet Pionierarbeit in Sachen Navigation für Menschen mit Behinderungen. Das Forschungsprojekt "Access" ist gestern nun einen Schritt vorwärts gekommen.

Das Forschungsprojekt für seniorengerechte Mobilität wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von mehreren Unternehmen derzeit entwickelt. Beteiligt ist auch der aus Öfingen stammende Stadtplaner Gunther Wölfle. Auf einen Aufruf vor einem Jahr haben sich zehn Interessierte aus Bad Dürrheim gemeldet, die gestern von Wölfle am Vormittag geschult wurden, damit sie am Nachmittag, aufgeteilt in Gruppen, die Daten verschiedener Gebäude und Einrichtungen in Bad Dürrheim aufnehmen konnten. Dabei galt der Barrierefreiheit besondere Aufmerksamkeit, ob Treppen den Weg zum Geschäft für Rollstuhlfahrer erschweren oder ob behindertengerechte Rampen und Aufzüge vorhanden sind. Natürlich spielten auch behindertengerechte Toiletten, Parkplätze und Hotelzimmer eine Rolle, aber auch Service- und Unterhaltungsangebote, die von allgemeinem Interesse sind. All diese Daten werden erfasst und sollen letztlich mit Hilfe eines Smartphones abrufbar sein. Bis zur Marktreife werde es 2015 oder 2016, vermutet Wölfle. In diesem Jahr würden erste, kleinere Gebäude erfasst, seien es Apotheken, Optiker und andere Geschäfte mehr. Aber auch städtische Gebäude wie Haus des Bürgers und Rathaus stehen auf dem Plan. In einem weiteren Schritt im nächsten Jahr stehen größere Einrichtungen wie Solemar, Hotels und Kliniken zur Erfassung an.

Linda Letulé, die von Seiten der Stadt das Projekt begleitet, ermuntert noch zum Mitmachen, bislang seien es 20 Einrichtungen und Geschäfte, die sich beteiligten. In der jetzigen Entwicklungsphase sei die Teilnahme kostenlos. Auch weitere Interessierte, die die Daten von Gebäuden, Straßen und Wegen aufnehmen, seien willkommen. Für Rückfragen steht die Wirtschaftsförderin unter der Telefonnummer 07726/666  221 oder per E-Mail unter linda.letule@bad-duerrheim.de zur Verfügung.

Wie Bürgermeister Walter Klumpp bereits bei einem Pressegespräch vor einem Jahr betonte, sieht er "Access" als Initialzündung für Bad Dürrheim, um das Thema "seniorengerechtes und barrerierefreies Bad Dürrheim" in den nächsten Jahren auf breiter Front anzugehen und mehr Barrierefreiheit zu schaffen.

Wobei Linda Letulé gestern von ihren Erfahrungen berichtete, dass es für manche Geschäftstreibende, die ihre Räume angemietet hätten, gar nicht so einfach sei, bauliche Veränderungen bei ihrem Verpächter durchzusetzen.

Bad Dürrheim ist eine von acht Modellgemeinden und -kreisen, die sich bundesweit am Forschungsprojekt "Access" beteiligen. Die Kurstadt nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein, startete doch hier gestern erstmals die Erfassung von Daten, die Menschen mit Behinderungen das Vorwärtskommen in der Kur­stadt erleichtern sollen. Weitere Projektbeteiligte sind Rostock, Görlitz, der Spree-Neiße-Kreis, Euskirchen, Koblenz, Nürnberg und Heidelberg. Zusätzliche Informationen sind im Internet unter www.fp-access.de abrufbar.

 
 

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