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Bad-Dürrheim Jugend beteiligt sich in "offener Form"

Von

Von Markus Reutter

Bad Dürrheim. Mit Hilfe eines regelmäßigen Jugendforums sollen die Jugendlichen Bad Dürrheims künftig an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Einige der jungen Leute sagten dem Verwaltungsausschuss gestern schon, was sie sich für die Stadt wünschen.

Sprecher der anwesenden Jugendlichen griffen verschiedene Themen auf. Unter der Rubrik Freizeitmöglichkeiten verlangte einer der Jungs eine Verbesserung der Verhältnisse am Bolzplatz, der "dringend" trockengelegt werden müsse. Alternativ könnten größere Tore auf dem Platz bei der Realschule helfen. Ein Mädchen betonte, dass das vielfältige Angebot Bad Dürrheims erhalten bleiben soll, drängte dabei auch auf einen Fortbestand des sanierungsbedürftigen Hallen- und Freibads Minara. Um mehr Jugendliche auch über die Winterzeit ins Minara zu locken, regte sie die Schaffung einer Rutsche an, die sich nach innen zum Hallenbad hin öffne. Zur Mitfinanzierung könne ein Spendenlauf beitragen.

Ein Junge sah die Notwendigkeit, das Jugendhaus stärker zu bewerben. Zur Steigerung der Attraktivität des Areals dort könne ein "Mini-Spielfeld" beitragen. Die Angebot für Jugendliche, die es in der Kurstadt gebe, auch von Vereinsseite, sollten in übersichtlicher Form, beispielsweise mittels Faltblatt oder über soziale Netzwerke verbreitet werden, ergänzte ein Mädchen gegenüber dem Verwaltungsausschuss. Weitere Vorschläge der Jugendlichen betrafen Open-Air-Kino, Minara-Disco, Paintball-Treffen und anderes mehr.

Stadtjugendpfleger Markus Thoma hatte eingangs die 15-monatige Vorgeschichte für eine bessere Jugendbeteiligung in Bad Dürrheim Revue passieren lassen. Das Land hatte den Prozess mit 5000 Euro unterstützt. Eine Online-Umfrage, ein Jugendforum und anderes mehr waren Mittel der Wahl, um die Jugendlichen mit ins Boot zu holen.

Die Bildung eines Jugendgemeinderats wurde von den Jugendlichen mehrheitlich abgelehnt. Dafür bräuchte es mehr junge Menschen in Bad Dürrheim, war ein Argument. Stattdessen soll eine mehr offene Form, genannt wurde ein Jugendforum, eine Möglichkeit zur Meinungsäußerung bilden. Das befürwortete auch der Verwaltungsausschuss in seiner gestrigen Sitzung. Wobei Wolfgang Kaiser (LBU) anmerkte, zur Motivation der Jugendlichen würden baldige Erfolge beitragen. Deshalb solle geschaut werden, welche der nun genannten Wünsche, beispielsweise in Bezug auf den Bolzplatz oder ein Mini-Spielfeld, kurzfristig umsetzbar seien. Hans Buddeberg (FDP) regte an, dass der Gemeinderat regelmäßig auch an den Schulen präsent sein sollte, um so Hürden abzubauen und ein Miteinander zwischen Stadtrat und Jugendlichen bei gemeinsamen Gesprächen zu schaffen.

Dass das Jugendhaus nicht für alle eine Anlaufstelle ist, wurde aus dem Beitrag eines Mädchens deutlich. Das sei auch vom Freundeskreis abhängig, der möglicherweise nicht im Jugendhaus angesiedelt sei. Um Hürden zu nehmen und das Jugendhaus allgemein interessanter zu machen, empfahl sie offene Veranstaltungen wie einen Pub für ab 16-Jährige mit Alkohol in Maßen. Außerdem könnten Vereine dort Abende gestalten und ihre Angebote für Jugendliche präsentieren.

Angelika Strittmatter (LBU) gab sich enttäuscht, dass nach 15-monatiger Projektphase lediglich 15 bis 20 Jugendliche an dem Forum im Januar teilgenommen hatten. Vielleicht solle die Beteiligung der Jugendlichen mehr "institutionalisiert" werden, um eine solche Beteiligung dauerhaft zu sichern. Strittmatter empfahl Bürgermeister Walter Klumpp, eine Sprechstunde für Kinder und Jugendliche anzubieten, wie sie in Donaueschingen praktiziert werde. "Das kann ich mir vorstellen", nahm Klumpp die Anregung auf. Eine Kontinuität der Jugendbeteiligung sah er darin, das Jugendforum mindestens zwei Mal im Jahr anzubieten. Heinrich Glunz (CDU) befürwortete projektbezogene Themen, die das Interesse der Jugendlichen an einer Beteiligung stärker weckten als allgemeine Themen.

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