Foto: Hörhager Foto: Schwarzwälder Bote

Informationen für Landwirte zu den Themen Fütterung und Haltung von Jungrindern

Viele Informationen rundum die richtige Tierhaltung bekamen Landwirte und Auszubildende beim 16. überregionalen Milchviehtag Baar-Heuberg, veranstaltet von den regionalen Ämtern für Landwirtschaft, vom Landwirtschaftlichen Beratungs-dienst und vom Fleck-viehzuchtverein Schwarz-wald-Baar-Heuberg.

Schwarzwald-Baar-Kreis. "Landwirt ist kein Beruf, sondern eine Berufung, die viel Erfüllung bringt", sagte Gertraud Lohrmann, Leiterin des Landwirtschaftsamtes Donaueschingen. Erfreulich war es für sie, unter den Teilnehmern zahlreiche Schüler der Landwirtschaftsschule begrüßen zu können.

Die Herausforderungen für die Landwirtschaft seien sehr vielfältig, hob sie hervor. Mit Hinblick auf den Pflanzenschutz werde den Landwirten neue Aufgaben beschert, besonders im Bereich der Kontrolle. Das erfordere mehr fachkundige Beratungskräfte, der Verbraucher fordere mehr Tierschutz und mehr Umweltschutz, beides spiele eine immer größere Rolle und die Tierhaltung müsse deutlich verbessert werden.

"N- und P-reduzierte Milchviehfütterung" lautete das Theme des Referats von Hubert Schuster, von der Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft und Forsten. "Jede Kuh ist anders," stellte der Redner hervor und sie solle das Futter bekommen, das sie brauche. Eine Kuh müsse immer so viel wie möglich fressen und jede Kuh solle ihren eigenen Fressplatz haben. Sehr wichtig sei es für den Landwirt, die Versorgungsempfehlungen zu beachten. Es dürfe weder eine Unter- noch eine Überfütterung geschehen, sonst werde gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Eine wichtige Rolle spiele bei der Fütterung der richtige Phosphorgehalt ebenso der Eiweißgehalt. Anhand von Tabellen konnten die Zuhörer die richtigen Mengen und Mischungen entnehmen und der Referent erläuterte die Folgen, wenn diese nicht beachtet werden.

Für Schwankungen, die sich bei der Qualität und der Menge von Milch bemerkbar machen, gäbe es wegen der Fütterung mehrere Ursachen. Der Phosphorgehalt im Grünfutter hänge unter anderem ab von Klima und Witterung, von der Schnitthäufigkeit und von der Schnittfolge. Nach seinem informativen Referat beantwortete Schuster gerne die Fragen aus den Zuhörerreihen.

Beim nächsten Vortrag von Uwe Eilers vom Landwirtschaftlichem Zentrum Baden-Württemberg aus Aulendorf, ging es um die neue Managementhilfe zur Beurteilung und Verbesserung des Tierwohls in der Milchviehhaltung. "Raus aus dem Schattendasein", forderte er für die Tiere. Bei Jungrindern müsse darauf geachtet werden, dass Liegebox groß genug und die Matte weich genug sei.Welche Möglichkeiten gibt es noch für den Landwirt, sich ausreichend zu versichern? Über dieses Thema sprach Albert Zieger vom Versicherungs-Service des Badischen Landeshauptverbandes. Auch hierzu erhielten die Landwirte für sie wichtige Informationen.

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