Auch die Bürger sollen von der Digitalisierung profitieren. Foto: © Rido – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Stadtverwaltung: 2021 gibt es Neuerungen in Arbeitsabläufen und für Bürger

Bad Dürrheim. Die Stadtverwaltung schreitet mit Sieben-Meilen-Stiefeln in Richtung Digitalisierung. In seiner Haushaltsrede zur Planung 2021 nannte Bürgermeister Jonathan Berggötz unter anderem Zahlen.

Eingeplant hat die Stadt 100 000 Euro für EDV-Lizenzen und für Hardware. Die IT-Ausstattung in der Verwaltung sei durch einen Stillstand seit längerem nicht mehr auf einem zeitgemäßen Niveau, erklärte er. Die ersten Schritte seien bereits gegangen worden, aber es soll weitergehen, beispielsweise sei ein digitales Dokumentenmanagement geplant. Dies und einiges mehr rechtfertige den hohen Ansatz.

Im Verwaltungsausschuss zeigte die Stadtverwaltung auch die Auswirkung auf den Personalstand auf: Die Digitalisierung spiele eine große Rolle, "wenn wir vorankommen wollen, benötigt es jemand, der sich darauf konzentriert, führte der Bürgermeister aus. Angesiedelt werden soll diese befristete Stelle im Bereich "Strategische Entwicklung und Kommunikation". Zudem soll auch in der Kämmerei die Arbeit weiter digitalisiert werden. Hier sind unter dem Stichwort "Workflow Kasse" 42 000 Euro vorgesehen. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich eine Software, die es in der Stadtkasse mittelfristig möglich macht, diese papierlos zu führen.

Ein weiterer Baustein in der Digitalisierung ist die neue Bürger-App Crossiety, die über die App-Stores zum Download bereit steht und offiziell am 17. Dezember für Bad Dürrheim gestartet wird. Dies kann nun in Zusammenarbeit mit dem Generationenhaus realisiert werden. Von dem dortigen Vorstandsgremium – in Person in diesem Fall Angelika Strittmatter – wurde dies vorgeschlagen und die Stadt immer wieder daran erinnert, am Ball zu bleiben. Allerdings wäre ohne Fördergelder ein Start eher schwer geworden. Von Seiten des Bürgertreffs wurden 17 000 Euro Förder- und Preisgelder eingesammelt. Diese werden in erster Linie für die Anlauffinanzierung benötigt. Dazu gehört eine Aufwandsentschädigung der Internetlotsen, welche Schulungen durchführen, für die Öffentlichkeitsarbeit – beispielsweise wurden kurze Imagefilme gedreht – und einiges mehr. Sie werden nicht verwendet, um die jährlichen Lizenzkosten zu bezahlen, betonte Angelika Strittmatter, die sich freut, den Menschen eine Chance zu schaffen, dass sie sich digital vernetzen können. Ihrer Ansicht nach sind persönliche Kontakte auch weiterhin immens wichtig für die Gesundheit, diese können durch virtuelle Treffen ergänzt werden, aber dafür benötige es Wissen und das müsse man haben. Aus diesem Grund gibt es beim Generationentreff die Internetlotschen und auch Schulungen, die momentan jedoch nur online abgehalten werden können. Das erklärte Ziel des Generationentreff ist es, eine Beteiligung und Teilhabe für alle Bürger zu schaffen.

Maria Bucher und Alexander Stengelin betreuen seitens der Stadt die Einführung der App. In dieser gibt es einen "Marktplatz", beispielsweise für Hilfsangebote und -gesuche, und es gibt einzelne Gruppen, die sich beispielsweise Vereine einrichten können.

Bei der Stadtverwaltung hofft man, da sind sich Berggötz, Stengelin und Bucher einig, dass man den Informationsfluss verbessern könne. Beispielsweise wenn es um neue Corona-Verordnungen gehe oder um solche Dinge wie Schule nach einem Brandfall oder einem Sturm.

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