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Bad Dürrheim Grillplatz-Vermüllung bleibt ein Problem

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Ein aktuelles Foto aus den vergangenen Tagen: Hinter der Hütte liegen leere und zerbrochene Bierflaschen, rund um die Feuerstelle ist der Grillplatz vermüllt. Foto: Strohmeier

Bad Dürrheim - "Das Jugendhaus steht mittlerweile sehr gut da", und darüber würden sich auch die Jugendlichen freuen, erklärte der Bereichsleiter Christoph Lauer in seinem Jahresrückblick für 2019. Doch ein Problem besteht weiterhin: die Vermüllung des Grillplatzes.

Der Grillplatz unterhalb der Skater- und Dirt-Bike-Strecke beim Jugendhaus gehört eigentlich nicht direkt zu der Betreuungseinrichtung. Angelegt wurde der Platz im Zuge der Jugendbeteiligung im Jahr 2017. Doch die Freude darüber währte nicht lange, kurz nach der Erstellung gab es schon einen jähen Dämpfer. Hatte man als Unterstand ein nicht mehr benötigtes Buswartehäuschen aufgestellt, wurde dies demoliert und die Seitenwände verfeuert. Wer es war, weiß man bis heute noch nicht, man geht aber davon aus, dass es keine einheimischen Jugendlichen waren. Seither reißt der Ärger mit dem Platz nicht ab.

Es geht um Vermüllung, um Trinkgelage, leere Flaschen und um Scherben, die auf dem ganzen Gelände zu finden sind. Das ruft auch immer den obersten Stadtjugendpfleger Christoph Lauer und seine Mitarbeiter auf den Plan. Mittlerweile gibt es unter anderem eine Security, die Streife fährt und unangemeldet dort nach dem Rechten schaut. Seit dieser Dienst eingerichtet ist, wurde es auch besser, aber die Probleme bei der von etwas weiter weg schwer einsehbaren Grillstelle sind noch lange nicht beseitigt. Glasscherben gibt es auch fast täglich rund um das Jugendhaus. Auch hier seien eher Auswärtige die Verursacher.

Laut Lauer passen auch die Stammbesucher des Jugendhauses vermehrt auf. Denn vor allem die Mädchen würden sich über die Scherben ärgern, wenn sie offene Schuhe anhaben. Dass die Probleme langfristig beseitigt werden, ist auch im Sinne von Kindergarten und Spaziergängern.

Damit man nicht mit dem Auto zur Grillstelle fahren kann, überlegte man, einen Poller mitten auf den Weg zu stellen und Findlinge auf die Wiese. Für den Poller bedarf es laut Hauptamtsleiter Markus Stein jedoch einer verkehrsrechtlichen Anordnung und dann ist da momentan noch die Minara-Baustelle, zu der die Handwerker fahren. Somit ist dieser Plan aktuell nicht zu verwirklichen. Man versuche aber, die Situation weiter zu verbessern.

In 2019 wurde das Jugendhaus vorübergehend geschlossen, es wurden bauliche Maßnahmen umgesetzt, um die Verkehrssicherheit herzustellen. Darunter fielen umfangreiche Kabelverlegearbeiten und Austausch oder Neuinstallation von Stromanschlüssen, Steckdosen, Lichtschaltern und Sicherungen. Hierbei wurde auf LED-Technik gesetzt, wodurch Stromkosten beim Betrieb der Lichtanlagen reduziert werden konnten. Die Ton- und Lichttechnikanlage wurde ebenfalls ausgetauscht und so kann nun das Steuerpult wieder zu 100 Prozent genutzt werden. Auch wurde die alte Verkabelung der Beleuchtung im großen Raum ausgetauscht und neue Lampen montiert, da die alten in öffentlichen Räumen nicht mehr zulässig waren. Auch hier setzt man nun auf die sparsame LED-Beleuchtung. Es sind fast alle technischen Arbeiten umgesetzt. Es fehlen noch einzelne Dinge, die jedoch nicht entscheidend sind, und in Anbetracht der kommunalen Haushaltssperre verzichtet man auf eine unmittelbare Umsetzung.

Im Jahr 2019 leisteten sechs Jugendliche 190 Stunden gemeinnützige Arbeit, die ihnen in gerichtlichen Verfahren auferlegt wurden. Hier betonte Lauer, dass er keine Jugendlichen nehme, die wegen Drogendelikten oder schwereren Vergehen verurteilt wurden. Meist gehe es um Diebstähle.

Nicole Grieshaber gab in ihrem Rückblick einen Einblick in das Jugendleben. Der Bistrobereich werde sehr gut angenommen und es werde öfter miteinander gekocht. In diesem Zusammenhang gibt es auch Informationen zur gesunden Ernährung. Es sei ein sehr gutes Miteinander unter den Jugendlichen und viele Konflikte können sie auch selbst lösen. Zusammen werden auch Hausaufgaben gemacht oder schulische Dinge erklärt, die einer nicht verstanden habe. Hier ist es für sie eine Freude zu sehen, dass die Jugendlichen untereinander sich gegenseitig auch Schwächen eingestehen können. Auch gibt es nun wieder junge Erwachsene, die ehemalige Stammgäste im Jugendhaus waren, die im Berufsleben stehen und den jüngeren ein Vorbild seien. Insgesamt zeigt sie sich froh, dass das Haus nun wieder offen sei, auch die Jugendlichen kommen wieder gerne.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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