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Bad-Dürrheim Gauggel stellt Arbeit der IeF vor

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Zwei Ansprechpartnerinnen gibt es in Bad Dürrheim bei dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung für Personen, die ehrenamtlich oder beruflich Kontakt mit Kindern und Jugendlichen haben.Foto: Pleul Foto: Schwarzwälder Bote

Der Name "Insoweit erfahrene Fachkraft" ist ziemlich sperrig und im Grunde weiß auch keiner auf Anhieb, was sich dahinter verbirgt. Eine solche ist Ansprechpartner für besorgte Betreuer, wenn sie eine Kindesmisshandlung vermuten.

Bad Dürrheim. Die Aufgabe einer solchen Person ist somit für manche um so wichtiger. Vor allem für Kinder. Eine Insoweit erfahrene Fachkraft (IeF) ist Ansprechpartner für Personen, die ehrenamtlich oder beruflich Kontakt mit Jugendlichen und Kindern haben und Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung sehen.

In Bad Dürrheim gibt es zwei Ansprechpartnerinnen für diesen Personenkreis, dies wären Petra Rauch, die Leiterin des evangelischen Kindergartens und Astrid Gauggel, die Schulsozialarbeiterin. Sie stellte beim Koordinationstreffen der Vereinstermine die Arbeit den Vereinsvertretern vor. Grundsätzlich arbeitet eine IeF in verschiedenen psychologischen oder pädagogischen Bereichen und verfügt über umfangreiches Fachwissen im Kinder- und Jugendschutz. Astrid Gauggel und Petra Rauch sind in einem ausgedehnten Netzwerk im Schwarzwald-Baar-Kreis integriert. Aus diesem musste Gauggel berichten, dass die Frauenhäuser enormen Zulauf haben und der Lockdown Konflikte in den Familien forcierte.

Ein IeF hat verschiedene Aufgaben. Er ist zunächst kompetenter Ansprechpartner beispielsweise für einen Jugendleiter in einem Verein, welche die Vermutung haben, dass das Kindeswohl eines Kindes der Gruppe gefährdet ist. Solch eine Person kann sich an die IeF wenden. Danach wird eine Abfolge von Maßnahmen in Gang gesetzt. Zunächst gibt es Telefonkontakte mit demjenigen, der den Verdacht hegt, dabei wird der Fallverlauf erfasst, um ihn besser verstehen zu können. Danach gilt es die Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung zu prüfen sowie eine Risikoeinschätzung vorzunehmen. Auch gibt es eine Beratung, wie die Aufsichtsperson sich verhalten soll oder kann. Ein großer Teil der Arbeitszeit investiere man für die Vorbereitung von Elterngesprächen, erzählt Gauggel aus der bisherigen Erfahrung. Und diese seien am schwierigsten. Allerdings nehmen die IeF dieses Gespräch den Betreuern nicht ab, das müssen sie selbst führen. Sie übernehmen auch keine vermittelnde Tätigkeit und seien auch nicht Schnittstelle für andere Stellen. Astrid Gauggel betont, dass die Kontaktierung eines IeF auch nicht zu einer Meldung an das Jugendamt führe, aber man sei auch kein Fallverantwortlicher. Die Beratung finde anonymisiert statt und mit der entsprechenden Schweigepflicht und dem vorgeschriebenen Datenschutz.

Petra Rauch ist für die Kinder bis sechs Jahre zuständig, Gauggel für Kinder über sechs. Sie zeigte sich froh darüber, dass Bad Dürrheim zwei Zuständige einsetze. Bürgermeister Jonathan Berggötz betonte, das es ihm wichtig sei, dass man weiß, wo man sich hinwenden könne.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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