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Bad-Dürrheim Eine logistische Meisterleistung

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Einen 2500 Quadratmeter großen Festplatz und die dafür erforderliche Infrastruktur auf einem Wiesengelände zu schaffen, nimmt Oberbaldingens Ortsvorsteher und Festkomiteemitglied Karlheinz Ullrich als Herausforderung an. Foto: Kaletta Foto: Schwarzwälder Bote

Sich selbst bezeichnet er als "Herr der Ver- und Entsorgungen mit Strom und Wasser" Mit dieser Aufgabe hat Oberbaldingens Ortsvorsteher Karlheinz Ullrich einen gewichtigen Part in der Vorbereitungsphase zu den vom 5. bis 7. Juli stattfindenden Jubiläumsfeierlichkeiten zum 1250-jährigen Bestehen von Ober- und Unterbaldingen übernommen.

Bad Dürrheim. Vor gut 18 Monaten hat sich der Elektromeister zusammen mit Hans Lohrer erstmals mit der Gestaltung des Festplatzes befasst. Damals noch nicht absehbar, welche große Herausforderung dieses Vorhaben darstellt, ist nach einigen schlaflosen Nächten seine Überzeugung gewachsen, dass in der sich anbahnende Endphase alles nach Plan laufen wird.

Festplatz: Das zum Festplatz auserkorene Areal ist 2500 Quadratmeter groß. Durch das aus Wiesen bestehenden ebene Gelände auf der Gemarkungsgrenze von Ober- und Unterbaldingen schlängelt sich der eingesandete Melap-Weg. Für das Fest soll ein 30 auf 15 Meter großes Festzelt aufgestellt werden. Elf Vereine werden ihre Stände mit Getränken und allerlei kulinarischen Genüssen bestücken.

Zwei Toilettenwagen und ein Dixi-Behinderten-WC, das nur mit einem Europaschlüssel zugänglich ist, sind geordert worden. Für den historischen Handwerkermarkt werden zwölf Standplätze zur Verfügung stehen. Ein Container für das Festbüro, Fahrzeugplätze für die Feuerwehr und DRK, sowie ein Spielbereich für Kinder mit Hüpfburg sind vorgesehen.

Strom: Drei Notstromaggregate mit Leistungen von 250 Kilovoltampere (kVA), 60 kVA und 30 kVA sollen die Stromversorgung sichern. Letzteres Aggregat kommt zur Ausleuchtung des großen Parkplatzes zum Einsatz. Vorausberechnet hat Ullrich, dass bei Volllast durch Backöfen, Fritteusen, Lautsprecher, Musikinstrumenten und weiteres mehr zeitweise eine Leistung zwischen 170 und 200 KW gebraucht wird, was dem Bedarf einer kleinen Fabrik gleichkommt.

Zur Absicherung wird zusätzlich von der Trafostation beim Sägewerk Kleinhans eine Notstromversorgungsleitung zum Festplatz verlegt. Auf dem Festplatz kommen vier große und 20 kleine Stromverteiler mit einem Leistungsvermögen zwischen vier und 30 KW zum Einsatz, da jeder Verein einen separaten Anschluss bekommt. Um den Melap-Weg bis zum Sportplatz auszuleuchten, ist die Aufstellung von 20 Straßenleuchten erforderlich. Gespeist werden sie über das Netz der EnBW. Insgesamt müssen rund 3000 Meter Kabel verlegt werden. Auch werden etwa 3000 Liter Heizöl benötigt, mit denen die Stromaggregate betrieben werden.

Wasser und Abwasser: Zur Frischwasserversorgung muss eine 400 Meter lange Leitung ab einem Anschluss beim Servicecenter auf das Gelände gelegt werden. Hier sind vier Kaltwasserentnahmestellen für die Vereine geplant. Sieben Standorte sind für die Abläufe zu schaffen. Die Abwässer, auch die von den Toiletten, führen über eine 150 Meter lange Leitung in die in das Erdreich einzulassenden Sammelbehälter, und von dort aus in den städtischen Kanal. Parallel zum Melap-Weg wird ein 300 Meter langer Graben gezogen, in den Versorgungsleitungen gelegt werden. Diese Arbeit wird vom Bauhof ausgeführt.

Parkplätze: 350 Stellplätze werden auf dem Wiesengelände hinter dem an der Hauptstraße gelegenen Servicecenter ausgewiesen. 16 VIP-Parkplätze werden von der Hauptstraße her im Bereich der Bäckerei eingerichtet. 26 Parkplätze sind für Auftretende entlang dem am Sportgelände vorbeiführenden Weg reserviert, über den auch die Musiker auf das Festgelände gelangen. Über diesen Weg erfolgt zudem die Anlieferung von Getränken und sonstigem. Um wildes Parken zu vermeiden, wird auf einem großen Abschnitt der durch den Ort führenden Kreisstraße ein Halteverbot angeordnet.

Am Sonntag kann man autofrei zum historischen Handwerkermarkt und den vielfältigen Aufführungen gelangen. Ein Shuttlebus bringt die Gäste aus allen Ortsteilen zum Festgelände und wieder zurück.

Kosten: Da zur Ausrichtung der Jubiläumsfeierlichkeiten auf dem Wiesengelände überhaupt erst eine Infrastruktur geschaffen werden muss und in dem Zusammenhang allerlei Nebenkosten anfallen, wird derzeit mit Kosten von rund 10 000 Euro gerechnet.

So muss unter anderem um das Festgelände ein 600 Meter langer Bauzaun errichtet, ein Depot für Holzhackschnitzel angelegt und zwei große Abfallcontainer platziert werden. Die von drei Landwirten zur Verfügung gestellten Wiesen müssen nach dem Fest wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden.

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