Ulrich Dittle (von links), Werner Mezger, Saray Paredes Zavala, Roland Wehrle und Markus Wethkamp bei der Veranstaltung im Narrenschopf. Foto: Zährl Foto: Schwarzwälder Bote

Narrenschopf: Neue Technik schafft interaktive Erlebnisse

Schwarzwald-Baar-Kreis. Museum4punkt0 – digitale Strategien für die Zukunft am Beispiel Narrenschopf. Welche Chancen digitale Techniken eröffnen, dies wurde in der Veranstaltung des Wirtschaftsrates der CDU im Narrenschopf in Bad Dürrheim deutlich. Markus Wethkamp der Sektionssprecher, zeigte sich gespannt wie sich digitale Strategien im Museumsbereich darstellen. Laut Roland Wehrle, Präsident der Vereinigung Schwäbisch Alemannischer Narrenzünfte "gilt es, das Kulturerbe der Fastnacht zu erhalten als nationales Kulturgut". Ullrich Dittler, Professor für interaktive Medien, und Werner Mezger, Professor für Kulturanthropologie übernahmen die wissenschaftliche Leitung des bundesweiten Verbundprojektes Museum4punkt0. Dittler sagte: "Es geht darum in Museen neue Erlebnisstrategien zu schaffen. Für das hiesige Museum der Schwäbisch Alemannischen Narrenzünfte ist dieses Projekt eine besondere Situation im Verbund, durch den Ausstellungsgegenstand". Der gesamte Verbund wird von der Bundesregierung drei Jahre mit 15 Millionen gefördert. Davon erhält der Narrenschopf als Partner eine Million Euro mit Saray Paredes Zavala als wissenschaftliche Leiterin des Museums. Sie beschäftigt sich mit der Frage "Wie lässt sich Fastnacht digital und interaktiv vermitteln?". Der runde Kuppelbau als architektonisches Alleinstellungsmerkmal eignet sich dafür besonders. Veranstaltungen werden rundum in 360 Grad gefilmt, und mit VR-Brillen können die Zuschauer in der Kuppel in die virtuelle Realität eintauchen. Die 3D-Aufnahmen erzeugen intensive räumliche Effekte, so entsteht der Eindruck, der Zuschauer befindet sich mitten im Geschehen. Werner Mezger erläuterte, "Fastnacht ist ein Stück abendländischer europäischer Kultur. In 20 Ländern gibt es ähnliche Bräuche und Rituale. Durch die neuen Techniken werden museale Gegenstände lebendig und dynamisch".

Die Veranstaltung endete mit einem Rundgang, wobei Zavala anschaulich erläuterte, wie die Figuren und Masken mit digitaler Technik zukünftig beweglich werden, sprechen und Geschichten erzählen.

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