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Bad-Dürrheim CDU verliert einen Sitz im Rat

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Foto: Schwarzwälder Bote

Es ist entschieden. Im neuen Gemeinderat ist zwar die CDU nach wie vor die stärkste Fraktion, jedoch hat sie einen Sitz verloren. Gewonnen haben jeweils einen Sitz die Freien Wähler (FW) und die Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz (LBU). Die SPD und die FDP konnten ihre Sitzanzahl halten.

Bad Dürrheim. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis der Gemeinderatswahl wird die CDU mit einem Sitz weniger, aber immerhin noch mit zehn Sitzen im Gemeinderat vertreten sein. Die Freien Wähler steigern sich um einen Sitz auf sieben und sind somit zweitstärkste Kraft, die LBU folgt ihr dicht mit sechs Sitzen und hat somit auch einen Sitz mehr. Gleichstark bleiben die FDP mit drei und die SPD mit zwei Sitzen.

Der neue Gemeinderat hat 25 Bürgervertreter, bis jetzt waren es nur 24. Dieser eine mehr ist dem Umstand geschuldet, dass Hochemmingen gewachsen ist und somit künftig drei Vertreter in dem Gremium sitzen hat.

Die CDU steht zwar immer noch gut da, ist aber eindeutig Verlierer dieser Wahl, LBU und FW die Gewinner. Im Grunde genommen kann sich die SPD als Gewinner fühlen, denn nach dem Debakel bei der Europawahl konnten sie ihre Mandate halten.

Freie Wähler-Fraktionssprecher Günter Tschida freut sich über das Ergebnis. Obwohl mit Matthias Bruch ein Gemeinderat nicht mehr antrat, konnte dieser Sitz erhalten werden mit Jürgen Rauch und auch in Sunthausen wurde Christian Noack neu in das Gremium gewählt. "Es ist das beste Ergebnis", erklärte er, sogar 0,2 Prozentpunkte besser als 2009. Somit haben die Freien Wähler wieder das Mandat geholt, dass sie bei der letzten Wahl verloren hatten. Jetzt gelte es, vieles aus dem Wahlprogramm umzusetzen. Tschida geht auch davon aus, dass es einfacher werde, da sich die Sitzverhältnisse zugunsten der kleineren Parteien verschoben haben.

Die andere Partei, die einen Sitz dazu gewann ist die LBU. Man habe sich bei den vergangene Wahlen immer wieder gesteigert, freut sich Wolfgang Kaiser. Seiner Ansicht nach habe das damit zu tun, dass man sich an einigen Stelle erfolgreich einsetzte. Das Ergebnis sei eine Verpflichtung, das doch sehr konkrete Wahlprogramm umzusetzen.

Der große Verlierer der Kommunalwahl ist die CDU. Zwar wurden die Gemeinderäte, die erneut antraten wiedergewählt, was Ortsverbandsvorsitzender Ulrich Fink dahingehend bewertete, dass man mit der Arbeit zufrieden war. Und auch hier gibt es mit Ingrid Limberger und Regine Mäder zwei neue Gesichter. "Wir sind nicht glücklich über dieses Ergebnis, die elf hätten wir gerne wiedergehabt." Fink führte den Verlust auch auf den allgemeinen Trend zurück, da die CDU insgesamt verloren habe. Hier sieht er auch eine Teilschuld bei der großen Koalition in Berlin. Man habe zuviele Kompromisse gemacht. Ein weiterer Grund sieht er darin, dass es Alternativen gibt. Hier nannte er die AfD und die Grünen.

"Eigentlich müsste ich mich freuen", sagt Derya Türk-Nachbaur von der SPD. Denn nach den Verlusten bei der Europawahl konnte sie 70 Prozent mehr Stimmen für sich verbuchen. Aber das Ziel habe man trotzdem verfehlt. Man habe enorm engagiert Wahlkampf gemacht und konnte die Mandate nur halten. Auch sie – wie Ulrich Fink – gibt der Groko eine Mitschuld. In der Regierung könne man sich nicht erneuern. Ihr persönliches Abschneiden wertet sie, dass ihre Arbeit nicht verkehrt war. Sie zeigte sich wie immer mit einem Blick nach vorn: "Ärmel hochkrempeln."

"Ich habe mir schon einen Sitz mehr gewünscht", kommentiert Andrea Kanold von der FDP das Wahlergebnis. Man habe gedacht, es reiche aus, wenn man gute Politik mache, aber dem war nicht so. Es schwingt ein Wehrmutstropfen in dem Ergebnis mit. Im Moment liegen die Umweltthemen einfach im Trend und der FDP gehe es eher darum, woher das Geld komme.

Es ist zwar kein Erdbeben im Gemeinderat, aber doch beachtlich. Wer hätte gedacht, dass im von der CDU bestimmten Bad Dürrheim diese Fraktion ein Mandat verliert, und die LBU sowie die Freien Wähler jeweils ein Mandat hinzugewinnen. An was mag es gelegen haben? Eine Antwort ist schwer zu geben. Bad Dürrheim wird zunehmend grün, die meisten Stimmen erhielt Christoph Trütken von der LBU, früher lag der Stimmenkönig bei der CDU. Das Ergebnis gibt Rückenwind, denn kam in früheren Zeiten an der CDU keiner vorbei, wurde der Gemeinderat zunehmend homogener, und mit diesem Ergebnis haben sich die Mehrheitsverhältnisse nochmals verschoben. Das Gute ist: Es gab in den vergangenen Wochen keine Grabenkämpfe, und man kann davon ausgehen, dass das neue Gemeinderatsgremium gut zusammenarbeiten wird.

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