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Bad-Dürrheim Breitbandausbau kommt voran

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Die Kabeltrommeln mit der Glasfaser sind angeliefert und warten nur auf die Weiterverarbeitung.Foto: Strohmeier Foto: Schwarzwälder Bote

Im Oktober 2019 gingen die ersten Glasfaseranschlüsse in der Kernstadt in Betrieb. Nun startete der zweite Bauabschnitt in der Kernstadt.

Bad Dürrheim. Auf einer Fläche im Schabelweg lagern die großen Kabeltrommeln, auf denen kilometerlang die Glasfaser aufgewickelt ist und auf die Verarbeitung warten. In diesem zweiten Abschnitt wurden knapp 90 Eigentümer vom Zweckverband angeschrieben worden. Davon haben sich über 50 für einen Glasfaser-Hausanschluss (Anschluss und Ablagen) entschieden. Die Baumaßnahme umfasst unter anderem die Bereiche Aussiedlerhöfe, Realschule am Salinensee, Hammerbühlstraße und Am Sunthauser Weg, desweiteren Willmannstraße, Konrad-Heby-Weg, Silcherallee, Willmannstraße Goethestraße, Feuerwehr und Tannweg. Die Kosten belaufen sich auf rund 600 000 Euro, es gibt eine Förderung vom Bund über 300 000 und vom Land über 240 000 Euro, somit bleiben für die Stadt Bad Dürrheim noch 60 000 Euro zu zahlen. Mittlerweile sind die Ausbauarbeiten in der Hammerbühlstraße abgeschlossen und die Arbeiten werden im Sunthauser Weg fortgesetzt. Für Bad Dürrheim steht dann als nächstes Ober- und Unterbaldingen an, hier gab es die entsprechenden vorläufigen Förderbescheide. Geplant ist auch der Ausbau in Hochemmingen.

Da das Gewerbegebiet in Bad Dürrheim laut Zweckverband Breitbandversorgung als gut versorgt gilt, können dafür keine Fördergelder akquiriert werden. In der Trassenführung kommt die Glasfaserbackbone von Donaueschingen her entlang der alten B 27 und an den Höfen vorbei über die Brücke am Schwimmbad in die Stadt.

Schnelles Internet kann einen wirtschaftlichen Standortvorteil bedeuten

Der Zweckverband Breitbandversorgung ist politisch gewollt im Landkreis, es beteiligten sich bei dessen Gründung alle Gemeinden im Schwarzwald-Baar-Kreis. Somit kann der Ausbau des schnellen Internets – das im Rennen Firmenansiedlungen ein wesentlicher Standortvorteil sein kann – im kompletten Kreisgebiet vorangebracht werden. Es kommt dabei allerdings auch auf die Kapazität an, zu planen und diese Planungen auch umzusetzen. Ebenfalls von positiv kann sich dies für die Entscheidung auswirken, wenn es um einen neuen Wohnort geht – vor allem auch wenn es um ein Homeoffice geht.

Beim Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt im Juli zeigte sich Bürgermeister Jonathan Berggötz froh, dass beispielsweise auch die Realschule mitangeschlossen werden kann. Ebenso werden mehrere landwirtschaftliche Anwesen entlang der Backbonestrecke westlich der Kernstadt und die Tierklinik Schabelhof angeschlossen. Mit dem Bau Glasfaser werden zusätzlich Rohre verlegt und zwei Anwesen im Außenbereich an die Kläranlage angeschlossen.

In diesem Bauabschnitt geht es in der Stadt nun auch in Richtung Kliniken, für diese ist eine schnelle Verbindung ebenso interessant, da man natürlich auch in diesem Bereich teilweise große Datenvolumen übermitteln muss. 4,5 Kilometer Kabel werden nach Angaben der Baufirma dieses Mal verlegt, rund 850 Meter unter Asphalt, 200 unter Pflaster und der Rest unter Grünland.

Wichtig bei der Verlegung und dem Anschließen der Glasfaser sind die so genannten Point of Presence (PoP). Davon steht einer in der Schulstraße und einer in der Luisenstraße. Sie haben die Größen von ganz normalen Garagen, sehen relativ unscheinbar aus, bilden aber sozusagen das Herzstück, was die Anschlüsse angeht.

Der PoP ist der zentrale Verteiler eines großen Gebietes. Hier laufen alle Fasern zusammen. Die Backbone-Leitung kommt an, wird in die zentrale Verteilung hineinverlegt und bei der Ausleitung verteilen sich alle Fasern zu den Hausanschlüssen je Wohneinheit.

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