Einen zusätzlichen Musikunterricht gibt es an den Grundschulen an einer Saxonette. Sie sieht so ähnlich auch wie eine Blockflöte, hat jedoch ein anderem Mundstück. Foto: Jensen Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Lösung für beide Grundschulen gefunden / Im normalen Stundenplan integriert

Im Mai hat sich der Gemeinderat mit der Einrichtung einer Bläserklasse an den beiden Grundschulen befasst. Etwas ähnliches kommt – zunächst im Kernort, dann an der Ostbaarschule, aber anders als ursprünglich konzipiert.

Bad Dürrheim. Teil dieses Konzeptes war, dass man in der Klassenstufe drei und vier den Schülern ein instrumentales Angebot zusätzlich zukommen lassen will. Ursprünglich war eine Zusammenarbeit mit der Musikschule Trossingen angedacht. Nun wird das Angebot Teil des regulären Unterrichts und läuft somit unter dem Begriff "Klassen musizieren".

Die Kinder müssen also entgegen der ursprünglichen Planung nicht für die Ganztagsschule angemeldet sein. Gestartet wird mit dem Angebot in der Grundschule im Kernort zum kommenden Halbjahr, im Februar 2020. An der Ostbaarschule verzögert sich der Start auf das neue Schuljahr 2020/21. Der Grund hierfür: Die Honorarlehrkräfte können aufgrund anderer Engagements den Unterricht nur am Freitag geben. Im Kernort konnte der Musikunterricht verlegt werden an der Ostbaarschule nicht, was Hauptamtsleiter Markus Stein bedauerte, aber man will in Oberbaldingen den Unterricht auf jeden Fall.

Der Unterricht soll in einer der Klassenstufen während zwei Unterrichtsstunden stattfinden. "Man erhoffe sich mehr, wenn das im regulären Unterricht stattfindet", erläuterte Stein dem Gemeinderat, der dafür die Gelder freigeben musste, zunächst nur für die Schule in der Kernstadt, rund 7000 Euro, für beide Schulen im kommenden Schuljahr jedoch wesentlich mehr.

Für das Angebot, das wie erwähnt im regulären Unterricht eingegliedert ist, fallen den Eltern keine zusätzliche Kosten an, da hier die Lernmittelfreiheit zum Tragen kommt.

Umgesetzt wird eine Saxonetten-Ausbildung, dies ist eine Kombination aus Saxophon und Blockflöte. Auf diese Lösung kam man durch ein Gespräch mit Gerhard Wolf, dem Leiter der Musikakademie VS. Um die Honorarkräfte zu finden bedurfte es mehreren Telefonaten, sie kommen aus Villingen-Schwenningen und aus Trossingen. Beteiligt an der Planung war der Vorsitzende des örtlichen Stadtmusikverbandes, Roland Manger und die Vorsitzenden der Musikvereine. Alle Seiten sehen einen Mehrwert für die Schulen. Markus Stein sieht Chancen für die Vereine, Jugendliche für gewinnen, das müsse sich aber nicht zwangsläufig ergeben, betont er.

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